Die besten E-Book Formate für Deinen Reader | Tolino, Kindle & Co

Die besten E-Book Formate für Deinen Reader im direkten Vergleich

E-Book Formate

Vielleicht suchst Du nach dem geeigneten Reader, um Dein E-Book lesen zu können oder Du hast selbst einen zukünftigen "Bestseller" erstellt und fragst Dich gerade, welches E-Book Format er haben sollte?

In beiden Fällen hilft Dir dieser Beitrag und am Ende weißt Du ganz genau, was die derzeit besten E-Book Formate sind, welchen Reader Du für welches Format brauchst und wie Du E-Books richtig konvertierst und umwandelst.

1. Welche E-Book Formate gibt es überhaupt?

Formate gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Hier alle vorzustellen würde Dich nur verwirren und Dir die Entscheidung noch schwerer machen. Daher beschränke ich mich auf die Gängigsten und auch Besten:

ePUB

Das gängigste Format überhaupt ist ePUB. Es kann von sehr vielen E-Book-Readern gelesen werden, darunter Produkte von Kobo*, Sony* oder Tolino*. Aber: Es ist leider nicht mit Amazons Kindle*-Geräten kompatibel, denn dafür brauchst Du dann...

AZW

... dieses Dateiformat. E-Books in einem Format, das die Kindle-Geräte verstehen, sind an den Dateitypen AZW, AZW3 oder KF8 zu erkennen. Am modernsten ist KF8 und mit Kindle-Readern wirst Du niemals ein Problem bekommen, diese Datentypen zu lesen. Mit allen anderen E-Book-Readern sind die Kindle-Formate aber inkompatibel - leider. Mehr Informationen über die Amazon Kindle-Formate findest Du in diesem Beitrag (englisch).

MOBI

Ein etwas älteres Format ist MOBI, darauf basieren auch alle soeben genannten Kindle-Dateitypen. In der freien Wildbahn findest Du MOBI heute nicht mehr so häufig, da Amazon auf die hauseigenen Formate setzt und andere E-Book-Reader ePUB bevorzugen.

PRC

Ebenfalls wenig verbreitet ist PRC, das Du auch für Kindle-Geräte einsetzen kannst. Technische Unterschiede im Vergleich zu MOBI sind nur geringer Natur. Im Prinzip kannst Du auch auf dieses Format verzichten.

PDF

Das gute, alte PDF ist eigentlich kein klassisches E-Book-Format und unterstützt auch viele der ganz normalen Funktionen nicht (wie das Aussuchen von Schriftart und -größe). Lesen kannst Du PDF aber mit den allermeisten modernen Readern und natürlich auch mit Tablets, Smartphones & Co.

Wenn Du aber Dein E-Book über Deine eigene Webseite verkaufen und Deinen Kunden schnell und einfach zugänglich machen möchtest, dann ist PDF dennoch meine Empfehlung.

Mit diesem Format stellst Du weitestgehend sicher, dass es alle Deine Kunden lesen können. Jedes Endgerät hat heutzutage einen PDF-Reader standardmäßig installiert. Der gängigste Reader ist wohl der Acrobat Reader von Adobe, den Du hier downloaden kannst.

Wenn Du also selbst ein E-Book schreibst, zum Beispiel in Microsoft Word oder Open Office, dann kannst Du die .doc Datei ganz simple in ein PDF umwandeln. Dieses Tool hilft Dir.

Übrigens... solltest Du Interesse daran haben, ein eigenes E-Book zu schreiben und online gewinnbringend zu verkaufen, dann lies mein Handbuch "Der E-Bookinator". Hier kannst Du Dir die kostenfreie Leseprobe downloaden und ein 7-Tage E-Mail Coaching zum Aufbau eines E-Book Business starten.

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Hier ein Auszug der Mail, die mir Ole nach dem Download der Leseprobe geschri​​​​eben hat.

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Wenn Du Zeit hast und tief in die Welt der E-Book Formate eintauchen möchtest, dann lies folgenden Artikel: en.wikipedia.org/wiki/Comparison_of_e-book_formats. Zwar führt der Link zur englischen Variante von Wikipedia, aber dafür findest Du dort wirklich alle E-Book-Formate und deren Eigenschaften.

2. Der Kopierschutz bei E-Books

Wie alles Digitale lassen sich auch E-Books mit einem Kopierschutz ausstatten. Das machen die großen Anbieter natürlich gerne, um damit die (vermeintlichen?) Verluste durch illegale Kopien einzudämmen.

Hier musst Du zwischen zwei unterschiedlichen Arten von Kopierschutz unterscheiden, die für alle E-Book-Formate in Frage kommen.

  1. Einmal gibt es den harten Kopierschutz - auch DRM-Schutz (Digital Rights Management) genannt, den gerne die bekannten Anbieter wie Amazon verwenden. Kaufst Du über Amazon ein Kindle-E-Book, kann dieses nicht in anderen Shops angeboten oder auch nicht auf fremden Geräten gelesen werden. Du kaufst also genau ein E-Book aus einem Store und für einen Gerätetypen - was diese E-Book-Formate ziemlich einschränkend macht.
  2. Eine andere Art von Kopierschutz bekommst Du mit einer Art digitalem Wasserzeichen, das in das E-Book "eingebrannt" wird. Das hat dann keine größeren Auswirkungen auf Dich, das Lesen auf fremden Geräten ist beispielsweise möglich. Allerdings können Anbieter dadurch nachvollziehen, ob und von wem ein E-Book auf einer fremden Plattform zur Verfügung gestellt wurde.

Wenn Du genauer wissen willst, wie das alles funktioniert, kannst Du dich auf elektronische-buecher.net/e-books/kopierschutz informieren. Dort findest Du zahlreiche Informationen zu dem Thema.

Für Dich als Leser ist die weichere Version des Kopierschutzes natürlich praktischer. Ich rate Dir daher auch dazu, den harten Kopierschutz zu meiden, wo es nur geht - wenn es sich einrichten lässt.

Wenn Du ein PDF E-Book hast, das Du schützen möchtest, dann kannst Du dafür beispielsweise das Programm Adobe  Acrobat 7 Pro verwenden, das mittlerweile kostenfrei genutzt werden kann.

Öffne dazu Dein PDF-Dokument und klicke im Menü oben auf Dokument > Sicherheit > Sicherheitseinstellungen für dieses Dokument anzeigen

Adobe Acrobat 7 Sicherheitseinstellungen

Dann öffnet sich ein Fenster, indem Du unter Sicherheitssystem Kennwortschutz auswählst.

PDF Kennwortschutz

Anschließend kannst Du auswählen, was genau Du durch ein Kennwort schützen möchtest. Aktiviere (1), um ein Kennwort für das Öffnen Deines E-Books erforderlich zu machen oder (2), um das Drucken und Bearbeiten des Dokuments einzuschränken oder beides.

PDF Schutzart auswählen

3. Für welches Format brauche ich welchen Reader?

Etwas grob lässt sich die Welt der E-Book-Formate in zwei Bereiche unterteilen: Amazon und alles andere.

Mit einem aktuellen Kindle-Gerät kannst Du z.B. alle oben genannten Amazon-exklusiven Formate öffnen, also AZW & Co.

Dafür hast Du dann aber keinen Zugriff auf ePUB, das versteht der Reader nämlich nicht. Sehr wohl können aber die ebenfalls recht verbreiteten Tolino-Reader* das Format ePUB lesen - aber dafür eben nicht die Formate, die nur für Kindle erhältlich sind.

Ja, aus Sicht von uns Kunden ist das alles ganz schön... bescheiden. 🙁

Eine einfache Lösung für alle gängigen Endgeräte gibt es (ohne Format-Konvertierung) nicht. Kobo stellt ebenfalls einige Modelle* her, die sowohl mit ePUB als auch MOBI umgehen können, aber eben nicht mit Amazon-Formate.

Eine kleine Alternative gibt es übrigens in Form des iPads, das mit den Apps Kindle und Apple Books sowohl ePUB als auch AZW und viele andere Formate (wie PDF und auch das Apple-exklusive iBooks-Format) lesen kann.

Aber dafür ist das iPad eben kein E-Book-Reader. Allein aufgrund der unterschiedlichen Display-Technologie ist das Lesen auf einem echten Reader schon deutlich entspannter.

Eine gute Übersicht aller derzeit verfügbaren E-Book-Reader am Markt findest Du auch auf dieser Seite.

4. Format-Konvertierung von E-Books

Hast Du bereits ein E-Book beispielsweise im MOBI-Format und möchtest daraus gerne eine ePUB-Datei machen, um das fertige Produkt auf einem anderen Reader zu lesen, lege ich Dir das Programm calibre (Windows Download) ans Herz (Download für Mac).

Damit kannst Du praktisch alle relevanten E-Book-Formate umwandeln. Es ist absolut kostenlos erhältlich und hat sich als kleiner Standard unter den Programmen für die Konvertierung etabliert.

Praktisch daran ist auch, dass calibre sowohl für Windows als auch macOS und auch für Linux-Distributionen erhältlich ist. Auf welchem Gerät Du E-Book-Formate konvertieren möchtest, spielt daher gar keine Rolle.

Nach einigen Minuten Einarbeitungszeit solltest Du mit dem Programm bereits gut zurechtkommen, besonders kompliziert ist es nämlich nicht. Ein Beispiel, wie Du von einem Format in das andere konvertierst, liefere ich Dir trotzdem:

  1. Du gehst links oben auf "Bücher hinzufügen" und wählst dann das E-Book auf der Festplatte aus und gehst auf "Öffnen".
  2. Dann klickst Du das E-Book in der großen Übersicht an und klickst auf "Bücher konvertieren" (etwas weiter oben).
  3. Oben rechts stellst Du dann das Format ein, in das Du konvertieren möchtest. Hier musst Du natürlich darauf achten, ein Format zu wählen, das Dein Reader auch wirklich kennt.
  4. Danach gehst Du auf "OK". Unten rechts siehst Du jetzt, wie viele Aufträge calibre gerade bearbeitet. Sobald die Zahl 0 erreicht hat, ist der Prozess abgeschlossen.

Wie viel Zeit die Konvertierung in Anspruch nimmt, hängt vom Umfang des Buches und der Geschwindigkeit Deines Computers ab. Manchmal dauert es nur einige Sekunden, manchmal auch etwas länger.

Wenn alles fertig kannst, kannst Du den E-Book-Reader via USB an den Computer anschließen. Über den Button "An Reader senden" wird das konvertierte E-Book dann automatisch auf Dein Geräte übertragen.

calibre hat sich meiner Meinung nach als einfache Lösung herausgestellt, um E-Books zu konvertieren - und kostenlos ist dieses praktische Programm ebenfalls. Übrigens kannst Du damit auch Deine E-Book-Sammlung verwalten. Sehr nützlich bei großen Bibliotheken!

Aber es gibt natürlich auch calibre Alternativen, hier ein paar davon:

Hier noch ein schönes Video-Tutorial zum Konvertieren von E-Books, das ich auf YouTube gefunden habe (ab Minute 08:10 geht es dann um Calibre :-)).

5. Mein E-Book ist kopiergeschützt - wie konvertiere ich es?

Leider überhaupt nicht, wenn es mit einem harten Kopierschutz versehen ist.

Wenn Du ein Buch mit Kopierschutz in calibre laden möchtest, wirst Du stattdessen die Meldung erhalten, dass das Buch eben kopiergeschützt ist und daher weder gelesen noch konvertiert werden kann.

Ja, das ist sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern. Das Umgehen eines Kopierschutzes ist für alle E-Book-Formate zwar möglich, aber leider nicht legal, weshalb ich hier auch keine Anleitungen veröffentlichen werde - verständlich, oder? 😉

Wir können also nur hoffen, dass Autoren und Verlage vom Zug der harten Kopierschutzmaßnahmen in naher Zukunft abspringen und ehrlichen Käufern die Konvertierung in ihr Lieblingsformat möglich gemacht wird.

Fazit: gar nicht so schwer!

Der "Formatkrieg" ist es aus Sicht der Leser einfach unnötig und lästig, da gibt es nichts zu beschönigen. Aber immerhin gibt es Programme wie calibre, um E-Book-Formate konvertieren und umwandeln zu können. Das schaffen auch Menschen, die sonst mit Technik nichts am Hut haben.

Ein "bestes Format" gibt es aus meiner Sicht übrigens nicht.

Im Großen und Ganzen nehmen sich beim Vergleich weder EPUB noch MOBI noch Kindle-Formate viel. Alle vorgestellten E-Book-Formate eignen sich gut, um Spaß am Lesen zu haben - wichtig ist nur, dass Du das passende Format für Deinen Reader auswählst.

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