E-Books bei Amazon verkaufen - Erfahrungsbericht & Interview mit Grigori Kalinski

Wie Du mit dem Verkauf von E-Books auf Amazon ein wiederkehrendes Online-Einkommen aufbaust (Interview mit Grigori Kalinski)

E-Books auf Amazon verkaufen Erfahrungen

© Amazon.de

Praktisch jeder kennt Amazon, du auch?

Amazon hat ein großes Grundvertrauen.

Und Amazon hat eine riesige Reichweite.

Und Reichweite, sprich einen fortlaufenden Strom an Besuchern und Kunden, ist etwas, was man sich als "normaler" Webseitenbetreiber und E-Book Verkäufer erstmal (teils mühsam) aufbauen muss.

Da liegt der Gedanke doch nahe, dass man dieses Vertrauen in den größten Online-Händler und dessen enorme Reichweite nutzt, um dort auch seine eigenen E-Books zu verkaufen.

Amazon nennt das Kindle Direct Publishing und gibt E-Book Autoren wie dir und mir damit die Möglichkeit, unsere E-Books und Taschenbücher im Selbstverlag zu veröffentlichen und somit Millionen von Lesern kostenfrei zu erreichen.

Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich in der Praxis?

Welche E-Books soll man dort einstellen, wie kommt man an diese E-Books, wie kann man sich von den Tausenden anderen E-Book Autoren abheben und ist es wirklich so einfach, damit Geld zu verdienen oder komplett davon leben zu können?

Fragen, die ich dem Amazon Kindle Experten Grigori Kalinski in einem aufschlussreichen Interview gestellt habe.

Grigori verdient seine Brötchen ausschließlich mit dem Verkauf von gefragten E-Books und Taschenbüchern auf Amazon und das sehr gut, wie er mir erzählt hat.

Wir haben das Interview über Skype geführt und (in mittelmäßiger Qualität ;-)) auf Video aufgezeichnet.

Klicke einfach auf Play oder scrolle etwas nach unten, wenn du dir das Interview lieber in der Textversion durchlesen möchtest. 🙂

Fragen zum Interview bitte im Kommentarbereich stellen.

Hier geht's zum Amazon Kindle Training von Grigori*, von dem er auch im Video erzählt.

Von mir gestellte Fragen

1. Stell Dich bitte mal kurz vor Grigori. Wer bist du, was machst du und ist das Amazon Kindle Business dein Hauptgeschäft?

Antwort von Grigori:

Angefangen mit dem Online-Marketing habe ich ungefähr vor 2 Jahren und mein Weg ins Online-Business war sehr, sehr unerwartet, weil ich zuerst den normalen Weg gegangen bin.

Also habe ich natürlich die Schule fertig gemacht und dann angefangen, Jura und BWL zu studieren. Keins von beiden habe ich zu Ende gemacht.

Kleine Hintergrundinfo, wie ich ins Online-Business reingerutscht bin.

Schon in der Schulzeit war ich sehr unternehmerisch tätig.

Da gab es mal diese Spielkarten, die ich verkauft und damit ein bisschen Geld verdient habe. Und das hat mir immer Spaß gemacht.

Und nach dem Abitur stellte sich bei mir die Frage, was jetzt?

Ich hatte überhaupt keine Ahnung was ich machen will, aber ich hatte Ahnung, was ich nicht machen will, nämlich arbeiten.

Weil irgendwie hat sich das für mich nicht spaßig angehört und dann habe ich mir gedacht okay, studiere ich halt - ist irgendwie entspannter als Arbeit.

Aber ich habe nicht gewusst, was ich studieren will, aber die russischen Eltern wussten natürlich ganz genau, was ich studieren soll. Und am besten an einer guten Uni. Und dann bin ich irgendwie mit meinem mittelmäßigen 2,2 Abi per Nachrückverfahren nach München gekommen, an die Ludwig Maximilian Universität.

Das war eine coole Uni, aber ich bin da schnell wieder raus geflogen. Die Uni war für mich in dieser Zeit einfach zweitrangig.

Dann bin ich wieder nach Nürnberg zu enttäuschten Eltern zurück gekommen und die haben gesagt: „Junge, wenn du nicht studieren willst, dann geh arbeiten“!

Und was kann man ohne einen Abschluss arbeiten?

Ich bin in eine Zeitarbeitsfirma gegangen und wurde eingestuft in eine Fabrik, in die Nachtschicht. Und das war ein harter Job!

Weil schau mal, du gehst arbeiten wenn deine Freunde feiern gehen, dann arbeitest du die ganze Nacht durch, wo alle anderen schlafen. Du gehst früh am Morgen nach Hause wenn die Kinder in die Schule gehen. Du pennst den ganzen Tag durch und wirst abgeschottet von Familie, von Freunden, von Bekannten.

Das ist wirklich hart und das war auch der "Umbruchsmoment" bei mir im Leben und das war auch die Zeit, wo mein damals geliebter und respektierter Mentor Alexander Schapiro gestorben ist.

Und das war halt wirklich ein Wegweiser für mich im Leben und ich kann mich daran erinnern, dass wir keine Mittagspause sondern eine Mitternachtspause  hatten.

Ich stand im Feld, habe so in die Sterne geguckt und hab mir gedacht: "Junge, was läuft eigentlich falsch mit deinem Leben?"

Du hast eine richtig gute Uni Möglichkeit verkackt, du hast deine Eltern enttäuscht, du bist in einem ausweglosen und asozialen Job, der überhaupt keine Perspektive hat!

Du musst was aus deinem Leben machen.

Und ich habe beschlossen, was zu machen, aber auch etwas in die akademische Richtung. Weil irgendwie habe ich nach dieser Erfahrung gedacht, Uni muss schon sein.

Und ich habe blöderweise Weise gedacht, ein BWL-Studium hat irgendwas mit Business zu tun. Falsch gedacht.

Dann bin ich wieder in die Uni gegangen, habe angefangen BWL zu studieren. Natürlich war das Blödsinn und hat nichts gebracht.

Danach habe ich angefangen mich für Immobilien zu interessieren und mich mit Aktien zu beschäftigen. Und überall hatte ich das Gefühl, zu spät zu sein.

Ich habe mir gedacht, was gibt es jetzt was es früher nicht gab? Und dann hat es bei mir Klick gemacht, das Internet.

2. Wie ist es dazu gekommen, dass du E-Books auf Amazon verkaufst?

Antwort von Grigori:

Angefangen habe ich mit Nischenseiten.

Dann habe ich mit Amazon FBA was gemacht und damit sehr viel Geld verloren.

Und über Amazon FBA bin ich zum Amazon Kindle Business gestoßen.

Und das Amazon Kindle Business ist aus meiner Sicht das einfachste Business, dass es gibt, denn was ist eine E-Book?

Ein E-Book ist ja eigentlich nichts anderes als ein Textdokument, eine Worddatei.

Und das Coole ist, die Texte für ein E-Book musst du nicht mal selber schreiben.

Denn im Internet gibt es Plattformen mit Textern und Ghostwritern, die für teilweise unter 100 Euro solche E-Books für dich schreiben.

Und dann musst du nur noch dieses E-Book nehmen, in deinen Amazon Account hochladen und das war's.

Ab dann läuft das Business automatisch weiter, denn du machst das ja über Amazon. Das heißt, du brauchst keine eigene Webseite und Du brauchst kein Marketing.

Und somit bekommt man irgendwann so sage ich mal, dieses passive Einkommen von dem alle träumen. 🙂

Und so bin ich halt in dieses Kindle-Business reingerutscht.

Innerhalb von zwei Monaten konnte ich mir ein passives Einkommen von zweieinhalb Tausend im Monat aufbauen.

Und das habe ich einfach skaliert, skaliert, skaliert und mittlerweile sind es fünf-, sechseinhalb Tausend Euro im Monat, die wirklich passiv von diesem Business zu Stande kommen.

Und ich mache nicht nur selbst dieses Business, sondern ich bringe auch anderen Leuten bei, wie man das Business aufbaut und habe Schüler, die auch in dem selben Bereich verdienen wie ich.

3. Was ist das für eine Art E-Book, die du auf Amazon verkaufst? Sind das typische Ratgeber ("Problemlöser") oder sind das auch mal Romane oder irgendwelche Geschichten?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich sind es verschiedene Bücher, aber meinen Schülern empfehle ich immer, mit Ratgebern zu starten.

Mit Ratgebern warum?

Erstens die sind einfacher zu schreiben und es ist einfacher für einen Ghostwriter einen Ratgeber zu schreiben, weil ein Ratgeber ja ein Sachtext ist.

Das heißt, der Leser erwartet, wenn er einen Sachtext kauft, keine "shakespeare-artigen" Texte, sondern er erwartet die Lösung seines Problems.

Er muss jetzt nicht irgendwie von der Story mitgerissen werden, sondern er muss einfach sein Problem lösen können.

Zum Beispiel: "Wie höre ich mit dem Rauchen auf?"

Oder: "Wie spreche ich Frauen an?"

Oder: "Wie kann ich abnehmen?"

Und außerdem sind die Ratgeber auch kürzer, von daher sind auch die Herstellungskosten geringer. Deshalb empfehle ich meinen Schülern, Ratgeber zu verkaufen und mache genau das auch selbst zu 99 Prozent.

4. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf Amazon jede Menge Wettbewerb gibt oder? Einfach das Buch hochzuladen und jetzt zu sagen, der Rubel rollt, wir vermutlich nicht funktionieren? Wie schaffst du es also, dich von der Konkurrenz abzuheben?

Antwort von Grigori:

Also da hast du Recht, wobei das ist auch eigentlich gar nicht so schwer.

Der größte Unterscheidungsfaktor zwischen deinem Buch und dem Buch der Konkurrenz, sollte dein Cover sein, dein Coverbild.

Denn das Coverbild ist das Wichtigste für deinen Verkauf, weil die Käufer bei Amazon emotional kaufen.

Weißt du, aufgrund des Preises kaufen die Menschen entweder emotional oder rational.

Bei richtig teuren Sachen, beim Auto, beim Haus,... da denkst du lange nach, bist rational und triffst dann deine Entscheidung.

Bei kleinen Dingen, wie einem Snickers oder einem E-Book auf Amazon für 2,99 €, da sind wir Menschen emotional in unserer Kaufentscheidung.

Und deshalb muss das Cover des E-Books eine Emotion vom Kunden auslösen. Und wenn diese Emotion positiv ist und passt, dann kaufen sie sich das Buch.

Das Coverbild ist das wichtigste am E-Book-Verkauf überhaupt.

Deshalb sage ich allen meinen Schülern, dass sie das Cover bitte nicht selbst machen sollen. Viele versuchen selber bei Photoshop was zu machen oder mit dem Amazon Covercreator.

Ich empfehle das einem Profi zu überlassen.

Geht am besten auf fiverr.com und lasst euch für fünf, zehn oder höchsten fünfzehn Euro ein Cover machen, das wirklich Welten davon entfernt ist, als wenn man es selber machen würde.

"Marketingtechnisch" nutze ich eigentlich nur die Möglichkeiten, die Amazon mir zur Verfügung stellt.

Nämlich die "Free-Promo". Dabei stellst du dein Buch für die ersten fünf Tage kostenlos bei Amazon ein. Das heißt, du bietest es kostenfrei zum Download an.

Viele Schüler sagen dann immer: „Ich will doch mit den Büchern Geld verdienen, wieso sollte ich sie kostenlos reinstellen“?

Und ich sage dann - schau mal: Amazon gibt dir die Möglichkeit, die Bücher fünf Tage lang kostenlos rein zu stellen und promotet dafür deine Bücher.

Das heißt, Amazon bewirbt deine Bücher und die Leute holen es sich dann natürlich für 0 Euro.

Dabei zählt für Amazon aber jeder Download wie ein Verkauf.

Das heißt, durch diese vielen Downloads am Tag kannst du hundert, zweihundert tausend Downloads bekommen und jeder Download wird von Amazon in dieser kostenlosen Zeit wie ein Verkauf gezählt.

Und dann steigst du natürlich sehr sehr stark im Ranking.

Das heißt, wenn du ein Buch raus bringst, nutzt Du diese Free-Promo und danach, wenn Du eine Gebühr dafür verlangst, kann dein Buch im Ranking schon ganz oben sein. Also viel mehr Marketing musst du auch nicht machen.

5. Und wie ist das mit der Qualität der E-Books? Du sagst ja, du schreibst es nicht selbst, sondern du holst dir da Leute und Autoren, die deine E-Books für dich schreiben. Welche Qualitätsansprüche hast du, wenn Du einen Ghostwriter engagierst und wie viel musst du hier investieren?

Antwort von Grigori:

Klar, natürlich hängt es von der Qualität des Ghostwriters ab.

Gut, wenn du Spaß am Schreiben hast, wenn du Meister der Feder bist, kannst du natürlich selber schreiben.

Aber dann ist halt die Gefahr, dass du so viel Zeit in Anspruch nehmen musst, dass du dir einen zweiten Nebenjob damit aufbaust und wir wollen ja ein passives Business und keinen aktiven Nebenjob.

Und deshalb empfehle ich immer, Ghostwriter zu holen.

Viele meiner Schüler denken, dass Ghostwriter extrem teuer oder eine sehr seltene Spezies sind, die es irgendwie nur in Amerika gibt und die Millionen kosten. Das stimmt nicht. 

Ein Ghostwriter ist einfach eine Person, die gegen Entgelt Texte schreibt. Das ist einfach eine Dienstleistung.

Und du kannst wirkliche gute Leute bei Upwork, bei Fiverr oder bei Textbroker finden, die dir für unter hundert Euro solche Texte schreiben.

Gut, natürlich ist die Qualität total unterschiedlich.

Ich achte immer darauf, dass der Ghostwriter Muttersprachler ist und ich lasse mir immer ein paar Texte im Voraus zuschicken, die er vorher geschrieben hat. 

Weiters lasse ich natürlich alle Texte auf Plagiat überprüfen und das fertige E-Book Korrektur lesen.

6. Deine Kunden können das E-Book auf Amazon ja dann auch bewerten, richtig? Hast du da schon einmal gesagt bekommen, dass es das Geld nicht wert war? Es gibt immer wieder Leute, die mit gar nichts zufrieden sind. Die bewerten dann schlecht oder hinterlassen eine schlechtere Rezension. Kommt das vor und wie gehst du damit um?

Antwort von Grigori:

Gute Frage!

Sag mal, was ist denn dein Lieblingsbuch ?

Ich: Mein Lieblingsbuch ist zum Beispiel „The One Thing*“, kennst du das?

Grigori: Okay, „The One Thing“, ich kenne das Buch.

Aber wenn wir jetzt auf Amazon gehen und „The One Thing“ eingeben, dann lege ich meine Hand dafür ins Feuer, dass es auch für dieses großartige Buch negative Rezensionen gibt.

Ganz klar und daher kannst du es nie allen Leuten recht machen. Die Qualität vom Buch ist natürlich sehr gut, aber irgendwie meckern die Leute trotzdem.

Man kommt nicht um negative Rezensionen rum.

Manchmal passt denen das Bild nicht oder es sind plötzlich in diesem Kochbuch keine Bilder oder das Buch ist zu lange oder zu kurz, verstehst du?

Eine negative Rezension kommt natürlich vor, aber je besser dein Buch ist, je mehr Mehrwert du gibst, desto weniger ist die Wahrscheinlichkeit, dass du so eine schlechte Rezension bekommst.

7. Wie groß ist der Einfluss von Amazon-Rezensionen und der Sternebewertungen von Amazon auf das Ranking der E-Books?

Antwort von Grigori:

Das ist mit das Wichtigste bei Amazon!

Amazon basiert ja auf dem "Social Proof" - Prinzip. Das heißt, die Leute kaufen das, was andere Leute vor ihnen schon gekauft und gut bewertet haben.

Egal was man (online) kauft - ein neues Buch, ein neues Handy, ein neues Ladegerät - wir gucken erstmal auf die Rezensionen. Wenn keine Rezensionen da sind, dann denken wir uns, hm … da stimmt was nicht.

Wenn aber ganz viele Positive da sind, dann muss es gut sein, denn das haben schon andere Leute gekauft und für gut befunden.

Und bei den E-Books ist das nicht anders. Von daher sind fünf Sternebewertungen und positive Kunden-Rezensionen extrem wichtig für den Verkauf.

8. Wie legst du den Preis für deine E-Books fest? Bei Amazon musst du ja gewisse Provisionen abgeben. Wie gehst du hier schlau vor, damit am Ende des Tages genug für dich übrig bleibt?

Antwort von Grigori:

Also natürlich muss man sich auch ein bisschen an seiner Konkurrenz orientieren.

Wenn die Konkurrenz 2,99 € für ein E-Book im selben Markt verlangt und du dein E-Book versuchst für 8,99 € raus zu ballern, ist halt die Wahrscheinlichkeit groß, dass es nicht verkaufen wird.

Aber grundsätzlich sind E-Books preislich von 99 Cent bis 4,99 € okay.

Die meisten E-Books liegen im Schnitt bei 2,99 € und bei Taschenbücher sind etwa 5,99 € bis 9,99 €.

Ich verrate dir meine persönliche Strategie: "Ich verkaufe meine E-Books für 99 Cent und meine Taschenbücher für 9,99 Euro."

Warum?

Stell dir vor, du hast ein E-Book für 2,99 Euro und ich habe eines für 99 Cent.

Welches Buch wird wahrscheinlich öfter gekauft, deines oder meines?

Klar, das Günstigere.

Du verdienst zwar mit einem Verkauf dreimal so viel wie ich, aber ich bekomme mehr Verkäufe, weil meines günstiger ist.

Das heißt, Amazon erkennt, dass sich mein Buch besser verkauft und rankt mein Buch daher höher als deines.

Und dadurch, dass ich einen niedrigen Preis habe, komme ich nach oben und verkaufe dann vorzugsweise die Taschenbücher um 9,99 €.

Das heißt, meine Haupteinnahmequelle sind gedruckte Taschenbücher, nicht digitale E-Books.

Diese Strategie kann ich übrigens jedem Publisher wirklich ans Herz legen, weil uns Amazon mit "Print on Demand" die Möglichkeit gibt, vollwertige "Printbücher" (Taschenbücher) aus den E-Books zu erstellen und diese ohne Zusatzkosten zu versenden.

Du musst zu keiner Druckerei gehen, du musst nichts vordrucken, du musst nichts bezahlen.

Das Buch wird erst gedruckt, nachdem es vom Kunden gekauft wurde. Das heißt, es kann nicht passieren, dass Tausend Bücher gedruckt werden und es dann niemand kauft.

Das ist wirklich eine geniale Möglichkeit, sich mit Taschenbücher eine zusätzliche Einkommensquelle zu erschaffen.

9. Wie viel Exemplare pro Tag verkaufst du von deinen Bestsellern? Einfach damit man ein Gefühl dafür bekommt, was wirklich möglich ist im Amazon Kindle Business.

Antwort von Grigori:

Eines meiner besten Bücher hat im Monat 1.800 Euro eingebracht.

Ein einziges Buch, 1.800 Euro Gewinn (und ich habe viele :-)).

Ich habe dafür einmalig 100 Euro für die Erstellung ausgegeben und ab dann verkauft sich das Buch Monat für Monat ohne zusätzlichen Aufwand und ohne weitere Kosten für mich.

Ich habe ungefähr vor zwei Wochen mit meinem Schüler ein Interview gemacht, wo er mit einem einzigen Buch im Monat 2.500 Euro gemacht hat.

Aber das sind natürlich Überflieger und kommt nicht so häufig vor.

Ein durchschnittliches Buch bringt 50 - 100 Euro im Monat. Wenn es eine gute Nische ist, dann kann es auch auf mehrere Tausend Euro pro Monat rauf gehen, das ist aber die Ausnahme.

10. Wie findest du Nischen, wo du schon vorab sagen kannst, das ist gefragt, das wird sich verkaufen? Wie gehst du bei der Suche nach lukrativen Nischen und Themen für deine E-Books und Taschenbücher vor?

Antwort von Grigori:

Ich habe eine Nischenanalyse entwickelt, die ich meinen Schülern immer beibringe.

Grundsätzlich musst du auf folgende Sachen achten:

1. Wie ist der Wettbewerb in der Nische?

Wenn du zum Beispiel deine Wunschnische (dein anvisiertes Thema) eingibst, dann siehst du links oben eine Zahl, zum Beispiel 4.000.

Das heißt,  zu diesem Keyword wurden 4.000 Bücher veröffentlicht.

Wenn es jetzt zu wenig Konkurrenz gibt in dieser Nische, also unter 50 Bücher,  ist das kein gutes Zeichen. Wenn das Angebot also schon so klein ist, dann ist wahrscheinlich die Nachfrage nicht sehr groß.

Dann lohnt es sich wahrscheinlich nicht, in dieser Nische Bücher zu veröffentlichen.

Wenn du merkst, es wurden zehntausende von Büchern in deine Nische veröffentlicht, dann ist auch die Nachfrage in der Regel entsprechend hoch.

Natürlich lauert hier die Gefahr, dass Du in deiner Konkurrenz untergehst.

Das heißt, man muss abwägen. Ich sage immer, ein Wert um die 1000 rum ist ein guter Richtwert. Um die 1000 gelisteten Bücher herum ist eine gute Zahl um einzusteigen.

2. Dann musst du natürlich auf solche Sachen achten, wie zum Beispiel den Amazon Bestsellerrang.

Der Bestsellerrang vom Buch zeigt, wie das Buch mal im "Amazon Kindle Kosmos" gerankt ist.

Dann schaust du dir die ersten Top 3 oder 5 Konkurrenten an und wenn die einen sehr hohen Bestsellerrang haben, dann kannst du daraus schließen, die Topseller in dieser Nische verkaufen sich sehr gut.

3. Und das dritte ist die Anzahl der Rezensionen.

Wenn deine Konkurrenten 200 bis 300 Amazon Rezensionen haben, dann wird es für dich wahrscheinlich ziemlich schwer sein die aufzuholen.

Aber bis 50 ist es eigentlich ganz easy.

Ziel ist es also immer, mit deinem Buch in deiner Nische die #1 zu sein. 🙂

11. Wenn ich ein E-Book über meine eigene Webseite verkaufe, dann habe ich ja auch die Kundendaten in meinem E-Mail-Verteiler. Das habe ich bei Amazon nicht. Ist das ein großer Nachteil oder wie siehst du das?

Antwort von Grigori:

Du solltest beim Amazon Kindle Business nicht versuchen E-Mail-Adressen zu sammeln, das ist nicht wichtig.

Beim Amazon Kindle Business musst du Bücher verkaufen und ich sehe viele Leute, die versuchen in Bücher Links reinzupacken.

Die versuchen sich über Links im Buch selbst eine E-Mail-Liste aufzubauen. Das befürworte ich eigentlich nicht.

Das, was du mit Büchern machen sollst, ist sie zu verkaufen.

Was du noch machen kannst, ist deinen Expertenstatus aufzubauen.

Wenn du zum Beispiel zehn Bücher über Affiliate Marketing veröffentlicht hast, die du vielleicht selbst geschrieben hast oder hast schreiben lassen, dann ist das Amazon Kindle Business auch gut dafür, um deinen Expertenstatus in diesem Bereich zu pushen.

Aber eigentlich ist das Business nur da, um Bücher, Taschenbücher und E-Books zu verkaufen.

12. Hast du ein paar Nischen und Themen, wo Du Anfängern rätst, die Finger davon zu lassen?

Antwort von Grigori:

Ich kann dir auch ganz im Gegenteil sagen, welche Nischen ich empfehle.

Und zwar sind es typische Mainstream Nischen.

Schau mal, grundsätzlich gibt es drei Arten von Nischen.

Es gibt Trendnischen wie zum Beispiel Paleo Diät, was vor einem halben Jahr ein großer Trend war.

Aber Trends kommen und Trends gehen, verstehst du?

Sein Business auf Trends aufzubauen ist nicht langfristig gedacht.

Als zweites gibt es die Saisonnischen.

Also Weihnachtsrezepte zum Beispiel oder irgendwas mit Halloween oder Abnehmen zum Sommer. Das sind Saisonnischen.

Da kannst du auch nur in der jeweiligen Saison dein Geld verdienen.

Aber das Dritte sind eben die Mainstream Nischen, die Evergreennischen. Nischen, die Leute die ganze Zeit interessieren.

Und was interessiert die Leute zum Beispiel?

  • Geld Verdienen
  • Abnehmen
  • Finanzen generell
  • Business Aufbauen
  • Dating


Rezepte ist übrigens meine Geheimnische für dich.

Rezepte sind so geil, mit Rezepten habe ich mir mein Business aufgebaut.

Ich sage dir warum.

Wenn du einsteigst, ist es für dich extrem einfach, ein Rezeptbuch zusammen zu stellen.

Weil das Geile ist, auf Rezepte gibt es kein Plagiat. Auf Rezepte gibt es kein Urheberrecht, weil es ja kein geistiges Eigentum ist. Es ist einfach nur eine Anleitung und Deine Zusammenstellung.

Gut, natürlich musst du Sachen beachten.

Du darfst nicht das gleiche Bild von anderen nehmen, du darfst nicht den gleichen Titel vom Rezept nehmen. Du musst Sachen umänder und beispielsweise anstatt drei Karotten zweieinhalb Karotten nehmen oder anstatt drei Eiern machst du vier.

Aber grundsätzlich ist es für dich als Anfänger ideal.

Da musst du nicht schreiben können um auf Chefkoch.de zu gehen und dir 100 Rezepte zu kopieren und ein bisschen umzuschreiben und einzigartig zu machen.

Der zweite Vorteil von Rezepten ist der geringere Aufwand für Ghostwriter.

Und die Leute kaufen einfach gerne Rezepte, das ist unglaublich.

Vor allem in der etwas teureren Taschenbuchversion, weil die meisten ihre Rezepte in der Küche ausgedruckt vor sich liegen haben möchten.

Also Rezepte sind wirklich meine Geheimnische für dich. 🙂

13. Wie viel musst du pro E-Book Verkauf an Amazon abgeben?

Antwort von Grigori:

Das hängt davon ab, wie hoch du deine Preise ansetzt.

Du kannst entweder 30 Prozent oder 70 Prozent abgeben.

Bis 2,99 € gibst du 70 Prozent ab, ab 2,99 € gibst du 30 Prozent ab.

Das heißt, der gängigste Preis bei den E-Books ist immer 2,99 €.

Warum?

Weil das der günstigste Preis für den Kunden ist und der Preis, wo dir selber noch am meisten übrig bleibt.

14. Gibt es irgendwelche Schwächen am Amazon Kindle Business Model?

Antwort von Grigori:

Also grundsätzlich würde ich jedem Anfänger, der ein Online-Business aufbauen will, empfehlen mit diesem Business anzufangen, weil es nicht so zeit-intensiv ist.

Als ich das Business aufgebaut habe, musste ich jeden Tag um fünf Uhr morgens aufstehen, weil ich bei Lidl gearbeitet habe. In der Winterzeit habe ich noch Schnee geräumt. Das heißt, ich musste teilweise um vier Uhr morgens aufstehen.

Ich hatte ein Praktikum in einem Immobiliengeschäft von morgens bis abends. Danach bin ich nach Hause, habe trainiert, habe gegessen und eine Stunde Zeit hatte ich noch für mein Business.

Und innerhalb von zwei Monaten mit einer Stunde Zeitaufwand pro Tag konnte ich mir so ein Business aufbauen.

Also vom Zeitaufwand her, ist es unvergleichbar mit zum Beispiel Nischenseiten. Da hockst du ja den ganzen Tag, verstehst du? Und das zweite sind die Vorkenntnisse, die Du nicht brauchst.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst du, um dich auf einer Plattform anzumelden und Leute anzuschreiben, ob sie ein  Buch für Dich schreiben möchten?

Überhaupt keine.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst du, um auf fiverr.com zu gehen und für fünf Euro ein Cover zu bestellen?

Überhaupt keine.

Also Leads, Conversion, Traffic, E-Mail Marketing, Facebook Marketing - brauchst du alles nicht.

Das heißt, es kann jeder Anfänger sehr schnell damit starten.

Und der dritte Vorteil ist das geringe Startkapital.

Ein E-Book kannst du dir für 50 €, 60 € oder höchstens 100 € erstellen lassen. Versuch mal mit 60 Euro ein Amazon FBA Business zu starten. Geht nicht. Und auch das Risiko ist quasi bei null. Im schlimmsten Fall hast du 60 Euro verloren, bei Amazon FA hast du 6.000 Euro verloren. 

15. Dein Business ist komplett von Amazon abhängig. Siehst du darin Gefahren oder einen gefährlichen Nachteil gegenüber anderen Business-Modellen?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich bist du beim Online-Business immer von irgendeiner Plattform abhängig.

Wenn du Facebook Werbung machst bist du sowas von Facebook abhängig.

Was gibt es außer Facebook?

Vielleicht Youtube, dann bist du von Youtube abhängig.

Wenn du digitale Infoprodukte machst, bist du von Digistore24 abhängig.

Also überall im Online-Business bist du von irgendeiner Plattform, von irgendeinem Dienstleister abhängig, wo du nicht drum herum kommst.

Was du wahrscheinlich meinst, ob man über mehrere Vertriebswege sein E-Book verkaufen kann?

Das würde ich nicht empfehlen.

Wenn du beispielsweise diese "Free -Promo" Aktion für 5 Tage auf Amazon nutzen möchtest, dann musst du ein Häkchen setzen, dass du das Buch nirgendwo anders verkaufst. Das heißt Amazon bindet dich.

Das heißt, du könntest das Buch auch nicht direkt über deine eigene Webseite verkaufen?

Nein, also wenn du dein Buch schon auf Amazon anbietest, dann nicht.

Erfahrungswerte zeigen auch, dass andere Portale bei weitem nicht so viel Geld einbringen wie Amazon.

16. Wie funktioniert die Abrechnung bei Amazon?

Antwort von Grigori:

Automatisch.

Amazon schickt dir alles ohne Probleme auf dein Konto.

17. Was sind so typische Fehler, die im Amazon Kindle Business gemacht werden?

Antwort von Grigori:

Ich sage dir nicht nur einen, ich sage dir drei.

#1. Der erste Fehler ist, dass die Leute Bücher nach Bauchgefühl veröffentlichen und nicht nicht nach der Nischenanalyse.

Wenn ich ein Goldfisch Fan bin, dann finde ich ein Buch über Goldfische richtig toll, aber nur ich finde es toll, verstehst du?

Von daher nicht nach Bauchgefühl gehen, sondern nach der Nischenanalyse.

#2. Der zweite große Fehler ist, dass die Leute das Cover selber.

Das Cover ist so wichtig, es ist wirklich das Wichtigste.

Nehmt die zehn Euro in die Hand und lasst euch ein richtig geiles Cover machen.

#3. Und der dritte Fehler sind die falschen oder fehlenden Keywords.

Auf Amazon wird man über die Keywords im Titel gerankt und zugeordnet.

Das erkläre ich übrigens sehr sehr genau in meinem Training*.

Die Keywords sind ja die Schlüsselwörter nach denen gesucht wird.

Das heißt, in den Titeln müssen natürlich Keywords drinnen stehen. Und das verstehen viele Anfänger auch nicht. Aber letztendlich ist es eigentlich gar nicht so schwer.

18. Hast du eine Seite oder ein Training, wo Interessierte noch mehr Infos & Insights zum Amazon Kindle Business von dir bekommen?

Antwort von Grigori:

Klar. 🙂

Du weißt ja auch, dass ich Coachings anbiete und jetzt ohne anzugeben, bin ich eigentlich der erfolgreichste Amazon Kindle Coach in Deutschland*.

Nicht weil ich mich so geil finde, sondern weil meine Schüler richtig geile Ergebnisse haben.

Der Dennis ist schon seit zwei Monaten in Australien unterwegs auf Weltreise und bis jetzt hängt er noch in Australien rum. Und das finanziert er sich vom seinem Amazon Kindle Business, das ich ihm geholfen habe, aufzubauen.

Wenn du auf Youtube gehst, kannst du Erfolgsberichte von meinen Schülern lesen. Also das ist alles schwarz auf weiß.

Ich habe ein kostenfreies Trainingsseminar* entwickelt was ich regelmäßig halte und in dem ich Anfängern zeige, wie der Verkauf von E-Books auf Amazon funktioniert und wie sie damit Geld verdienen könnten.

Ich zeige im Training, wie man Nischen  und gute Ghostwriter findet, wie man das Buch hochlädt, also wirklich alles von A bis Z im Detail erklärt.

Und dann können die Leute ja immer noch entscheiden, ob sie mitmachen und sich selbst so ein Business aufbauen wollen.

Vielen Dank für das tolle Interview Grigori, wir bleiben in Kontakt! 🙂

Nutze gerne die Kommentarfunktion, wenn du noch Fragen zum Amazon Kindle Business hast oder dir irgendetwas aus dem Interview noch unklar sein sollte.

Grigori und ich freuen uns über deinen Beitrag - vielen Dank!

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