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Spreadmind: Interview mit Mario Schneider über sein erstes E-Book und seine Software

Spreadmind: Interview mit Mario Schneider über sein erstes E-Book und seine Software

Interview mit Mario Schneider über E-Books, Online-Kurse und Spreadmind

Interview vom Juli 2018 · Marios Antworten stehen so da, wie er sie damals gegeben hat · Hinweise zum heutigen Stand von mir, nachgesehen am 17. Oktober 2026

Wenn es darum geht, einen Online-Kurs zu erstellen oder ein E-Book zu schreiben, gibt es eine Sache, die sehr vielen Kopfzerbrechen bereitet: die Technik!

Wie schafft man es also, sein Meisterwerk online zu bekommen, vor unbefugtem Zugriff zu schützen und dennoch gegen Gebühr völlig automatisiert rund um die Uhr an seine Kunden auszuliefern?

Es gibt zwar genug Werkzeuge, die einem das ermöglichen. Diese allerdings alle unter einen Hut zu bringen und so zu verknüpfen, dass alles reibungslos funktioniert, kann eine echte Herausforderung sein.

Der Unternehmer Mario Schneider hat dafür 2014 die Spreadmind GmbH gegründet. Ihre Software bündelte damals alle Bausteine für den Verkauf von Online-Kursen und E-Books an einem Ort. Angefangen hat er selbst mit einem einzigen E-Book über Babyschlaf, das er mit 18 Jahren neben der Schule geschrieben hat.

Ich habe Mario 2018 vors Mikro gebeten und ihn gefragt, was Spreadmind kann, wie sein eigenes E-Book entstanden ist und was er Einsteigern rät.

Ich bin Christian Költringer und verkaufe mein Handbuch E-BOOKINATOR seit 2021 über meine eigene Webseite. Werbelinks gibt es auf dieser Seite keine, auch nicht zu Spreadmind.

Was sich seit dem Interview geändert hat

Thema2018 im InterviewOktober 2026
ZielgruppeBerater, Trainer und Coaches, die ihr Wissen digital verkaufen wollenWeiterbildungsunternehmen ab 10 und Unternehmen ab 100 Mitarbeitern, ausdrücklich nicht für selbstständige Coaches und Trainer
Einstiegkostenfreie Grundversion, weitere Module zum Dazubuchenkeine kostenfreie Version gefunden, keine festen Preise auf der Webseite, Einstieg über einen kostenlosen Machbarkeits-Check
FirmaSpreadmind GmbH, gegründet 2014 von Mario Schneiderbesteht weiter, Mario Schneider ist laut Impressum Geschäftsführer

Quelle für 2026 ist spreadmind.de, nachgesehen am 17. Oktober 2026.

  • Für Dein eigenes E-Book oder Deinen eigenen Online-Kurs passt Spreadmind damit nicht mehr. Welche Plattformen für Einzelpersonen infrage kommen, vergleiche ich in Online-Kurs verkaufen: 10 Plattformen im Kostenvergleich. Für E-Books findest Du den Vergleich in E-Book verkaufen. Ich selbst verkaufe meine Online-Kurse seit Jahren mit Thrive Apprentice auf meiner eigenen Webseite und meinen E-BOOKINATOR über Digistore24.
  • Was bleibt: Marios Geschichte mit seinem ersten E-Book und sein Rat, erst die Zielgruppe kennenzulernen und dann das Produkt zu bauen. Beides gilt heute genauso.

Wir haben das Interview über Skype geführt und auf Video aufgezeichnet. Du musst es nicht ansehen, das ganze Interview steht unten auch als Text.

„Online Kurs erstellen mit der Software Spreadmind (Interview mit Mario Schneider)“, 33:57 Minuten, vom 25. Juli 2018

Hier kannst Du direkt zu einer Frage springen (Lesedauer für den Text etwa 15 Minuten):

  1. Wer bist Du und womit verdienst Du Dein Geld?
  2. Hast Du Dein E-Book selbst geschrieben?
  3. Was hat Dein E-Book in Spitzenzeiten gebracht?
  4. Was rätst Du E-Book-Einsteigern?
  5. Wie kam es zum Namen Spreadmind?
  6. Hilft Spreadmind auch bei der Vermarktung?
  7. Wer ist die Hauptzielgruppe?
  8. Wie hat sich Spreadmind entwickelt?
  9. Gibt es eine Community?
  10. Was kostet so eine Software?
  11. Ist Spreadmind Deine einzige Einnahmequelle?
  12. Was kann die kostenfreie Version?
  13. Wie viele Autoren sind online?
  14. Wie funktioniert die Software?
  15. Wie kam es zum Ziel von 60.000 Autoren?
  16. Wie sieht Euer Marketing aus?
  17. Was ist geplant?
  18. Wie viele nutzen Spreadmind für E-Books?

1. Stell Dich bitte mal kurz vor, Mario. Wer bist Du, was machst Du und womit verdienst Du Deine Brötchen?

Antwort von Mario:

Also ich habe mich schon vor zehn Jahren selbstständig gemacht, da war ich noch achtzehn. Damals mit einem typischen Internet-Marketing-Projekt und zwar mit einem eigenen E-Book zum Thema Babyschlaf.

Das war eine lustige Nische, aber eine sehr gute, weil es dazu damals mit einem digitalen Infoprodukt überhaupt keinen Wettbewerb gab. Auch das Thema war natürlich interessant, weil wenn das Kind schon seit ein paar Wochen nicht mehr schlafen will, dann ist der Schmerz groß und die Eltern wollen natürlich eine Lösung dafür.

Und an dem Projekt hatte ich mir eigentlich so alles beigebracht, damals vor zehn Jahren, und das hat dann ein bisschen so die Kreise gemacht in der Internet-Marketing-Szene. Da sind dann auch viele Online-Marketer auf mich zugekommen, weil das natürlich interessant war, weil das so ein Achtzehnjähriger neben der Schule gemacht hat.

Und es ging dann nicht mehr so lange, bis ich dann auch Kurse angeboten habe zum Thema „Online-Business aufbauen“. 2009 habe ich dann einen Abokurs herausgebracht und über die Jahre waren schon einige tausend Teilnehmer in den Schulungen rund ums Thema Online-Business aufbauen und Online-Marketing.

Wie Spreadmind entstanden ist

Als sich mein Schwerpunkt dann verlagert hat, habe ich 2014 die Spreadmind GmbH gegründet. Das ist eigentlich ein reines Softwareunternehmen, weil ich gemerkt habe, dass es vielen schwerfällt, die Technik für das Online-Business umzusetzen.

Und man braucht einfach so fünf, sechs, sieben oder acht Anbieter, um das manuell umzusetzen. Ein Tool fürs E-Mail-Marketing, eines für die Zahlungsabwicklung, eines für die Mitgliederbereiche, eine Plattform für die Webseite und so weiter und die muss man irgendwie alle einrichten und da sind schon einige am Verzweifeln.

Bei Spreadmind haben wir halt den Ansatz, dass alle diese Tools schon fertig integriert sind. Alles passiert aus einem System heraus, also eine echte All-in-One-Lösung. Dort sind im Prinzip alle technischen Bestandteile, die man so für ein Online-Business braucht, fix und fertig eingerichtet und zwar vom Start weg.

2. Um noch einmal auf das E-Book zu sprechen zu kommen: Hast Du das selbst geschrieben oder hattest Du da Unterstützung? Weil zum Thema „Baby durchschlafen“ zieht man sich das Wissen ja nicht irgendwo einfach aus den Fingern, oder?

Antwort von Mario:

Zum einen habe ich mir wahnsinnig viele Bücher besorgt, ich hatte also schon den Ansatz, das selber zu schreiben. Aber irgendwann mal kam dann meine Mutter ins Zimmer rein und hat sich gewundert, was da eigentlich grad los ist und dann habe ich natürlich auch von ihr Unterstützung gekriegt und konnte sie auch viel fragen.

Es war dann letztendlich sogar so, dass meine Mutter als offizielle Autorin für das E-Book gegolten hat, weil sie als dreifache Mutter natürlich eine andere Reputation hat als ich.

Für mich war das erst mal eigentlich als Experiment gedacht, um Taschengeld zu verdienen. Aber da mein E-Book-Business so gut geklappt hat, habe ich das E-Book dann auch nochmal von Experten überarbeiten lassen.

Also es ist natürlich sehr wichtig und darauf kommt es auch für nachhaltigen Erfolg an, dass der Nutzen des E-Books oder generell eines digitalen Infoproduktes sehr hoch ist.

3. Was hast Du in Spitzenzeiten so verdient mit dem E-Book?

Antwort von Mario:

Unter dem Suchbegriff „babyschlaf“ findet man heute noch die Verkaufsseite und zu Spitzenzeiten waren das ungefähr eintausend Euro Umsatz im Monat und das mit einem einfachen E-Book. Das war vor allen Dingen sehr konstant und für mein Alter damals war das natürlich super! 🙂

Meine Anmerkung, Stand 2026: Marios Babyschlaf-E-Book und mein eigenes Buch haben etwas gemeinsam: Beide lösen ein Problem, das Eltern kleiner Kinder dringend gelöst haben wollen. Mein Buch hilft beim Abgewöhnen des Schnullers und findet seine Käufer bis heute über die Google-Suche, auch ohne Werbung.

Mario hat mit einem einzigen E-Book angefangen. Wie ich meine eigenen E-Books plane, schreibe und über meine Webseite verkaufe, zeige ich Dir Schritt für Schritt in meinem Handbuch E-BOOKINATOR. Die Leseprobe enthält das komplette Inhaltsverzeichnis, damit Du siehst, was drinsteht.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

4. Coole Sache, Mario! Sag mal, was würdest Du jemandem empfehlen, der heute ein eigenes E-Book schreiben oder ins E-Book-Business einsteigen möchte?

Antwort von Mario:

Ich hatte bei meiner Vorgehensweise wahnsinniges Glück. Ich hatte zufälligerweise eine Nische gefunden, wo es recht einfach und schnell funktioniert hat. Normalerweise scheitern bei der Nischenwahl aus meiner Sicht neunzig Prozent.

Ich würde daher eher empfehlen, sich ein Thema zu suchen und sich auf ein Thema zu spezialisieren, für das man sich wirklich interessiert. Und dann aber erst mal mit Bloggen anzufangen, Contentmarketing zu betreiben und vielleicht ein kleines, dreiseitiges E-Book für den Eintrag in den Newsletter herauszugeben.

Sprich, sich über Contentmarketing erst mal langfristig Besucherströme aufzubauen und die in den E-Mail-Verteiler zu holen, um die Zielgruppe und deren echte Bedürfnisse besser kennenzulernen.

Also festzustellen, wie konkret die Nachfrage aussieht, zum Beispiel über eine Umfrage und dann ein E-Book zu schreiben oder einen Online-Kurs zu erstellen, der die echten Bedürfnisse der Zielgruppe widerspiegelt und nicht das, was man selbst denkt oder annimmt.

Dann hat man auch einen Riesenvorteil. Zum einen passt das Produkt zum Bedarf, das ist ja die wichtigste Grundlage, und zum anderen hat man ja dann auch gleich schon eine gewisse Leserschaft in seinem Newsletter, die man für den Launch des Produktes anschreiben kann.

5. Gut, dann noch mal zu Spreadmind zurück. Wie bist Du da auf den Namen gekommen? Lange Brainstormingsessions?

Antwort von Mario:

Brainstorming. Ich kann mich noch gut an die Brainstormingsessions erinnern.

Das war so ein verästeltes System auf mehreren Seiten. Es gab zig Ideen und die finale Wahl des Namens hatte dann auch viel damit zu tun, was für eine Vision ich hatte und was mein Unternehmen überhaupt machte und was für einen Nutzen es bietet.

Und dann natürlich auch die Frage, was ein guter Markenname eigentlich ist und was noch frei war. Und die Domain musste ja irgendwie auch frei sein, wenn ich sie mir nicht ersteigern möchte. Also das war wirklich ein Prozess von zwei bis drei Monaten, bis der Name fix war.

6. Ist Spreadmind rein fokussiert auf die Bereitstellung der ganzen Technik, des Zahlungsanbieters, des E-Mail-Marketings und so weiter? Oder bietet ihr Euren Kunden auch Support bei der Vermarktung der digitalen Produkte?

Antwort von Mario:

Also der Schwerpunkt von Spreadmind liegt schon auf der Software oder auf der Technik und auf unserem Support, damit unsere Kunden die Technik auch richtig nutzen.

Wir haben aber auch zwei zusätzliche Serviceangebote.

Das eine ist das Spreadmind-Class. Das ist ein halbjähriges Begleittraining über ein halbes Jahr mit wöchentlichen Lektionen, so ungefähr eine Dreiviertelstunde bis Stunde mit konkreten Handlungsanweisungen und mit drei Feedbackrunden von mir.

Also das ist wirklich eine persönliche Betreuung mit Coachinganteilen und da geht es angefangen von der Visionsbildung, warum will ich überhaupt das machen, bis hin zur richtigen Positionierung.

Dann sehen wir uns auch an, wie die Produktpalette aussehen soll und wie man die Produkte im jeweiligen Bereich, in dem der Kunde tätig sein möchte, richtig vermarktet. Es ist also ein ganzheitliches Problem von Anfang bis zum Ende, wie man sich ein Online-Business mit digitalen Produkten aufbaut.

7. Wer ist die Hauptzielgruppe von Spreadmind?

Antwort von Mario:

Die Zielgruppe sind mittlerweile weniger die Leute, die sagen: „Ich möchte mir jetzt von Null weg ein Online-Business aufbauen und weiß noch gar nicht zu welchem Thema.“ Sondern wir haben mittlerweile schon verstärkt Leute, die eine bestehende Expertise haben und zwar zum Teil aus dem Offlinebereich, wie Berater, Trainer und Coaches.

Also Leute, die wirklich ein Standing haben in ihrem Thema und jetzt ihr Experten-Business digitalisieren möchten.

Warum Leidenschaft und Kompetenz zählen

Es könnte zwar auch jemand ein Online-Business aufbauen, der praktisch keine Expertise zu irgendeinem Thema hat, wir merken aber, wie schwierig das wirklich ist. Denn Du musst ja auch ein sehr gutes Produkt anbieten und tollen Content produzieren können, um qualifizierte Besucher zu gewinnen. Daher sehe ich eine gewisse Leidenschaft dafür als Voraussetzung.

Ohne Leidenschaft ein Thema zu wählen, so wie ich damals mit meinem E-Book, würde ich keinem mehr raten. Mit viel Glück kann das funktionieren, aber es ist sehr wichtig, dass man eine Kompetenz hat in dem Bereich, in dem man digitale Produkte wie Online-Kurse und E-Books anbieten möchte.

Vor allem, weil so ein Business aufzubauen ja immer ein langfristiger Weg ist und wenn man da kein Interesse und gewisses Know-how hat, dann wird es sehr schwierig, immer wieder Content und Produkte zu entwickeln.

Meine Anmerkung, Stand 2026: Berater, Trainer und Coaches als Einzelpersonen gehören heute nicht mehr zur Zielgruppe. Laut spreadmind.de richtet sich Spreadmind inzwischen an Weiterbildungsunternehmen ab 10 und Unternehmen ab 100 Mitarbeitern.

8. Spreadmind hat ja nicht immer so geheißen. Es gab hier immer wieder gewisse Entwicklungsschritte oder auch Richtungswechsel. Kannst Du uns dazu etwas sagen?

Antwort von Mario:

Das ist ja immer so ein bisschen die Wunschvorstellung, dass man genau weiß, wo man in zehn Jahren steht.

Angefangen hat das immer über Umwege oder daran, sich zu hinterfragen. Ich glaube, das macht auch jeder Unternehmer mal, man hinterfragt sich selber und seine Positionierung, ob man überhaupt in der richtigen Zielgruppe ist.

Gestartet ist das Projekt 2012, da hatte ich eine Plattform namens AFOMA herausgebracht. Das war die Akademie für Onlinemarketing, rein mit Schulungen zum Thema Onlinemarketing.

Das hat aber nie so richtig abgehoben. Da waren wir schon bei so einem ersten Punkt, wo man merkt, es funktioniert irgendwas nicht. Und das Problem an der Stelle war, dass die richtig guten Experten dort kaum etwas veröffentlichen wollten und die Frage war, warum nicht?

Und ich merkte, dass die ihre eigene Spielwiese wollten.

Die brauchen ihre eigenen Webseiten, ihr eigenes Branding mit wichtigen Trackingfunktionen, um die richtigen Kennzahlen zu haben. AFOMA war für sie höchstens für einen Backlink und etwas Traffic interessant, aber nicht um dort ihre kompletten Online-Projekte aufzubauen.

Ich hatte in diese Plattform wahnsinnig viel Geld investiert und es war dann klar, ich muss den Switch machen. Weg von einer Plattform für alle hin zu einer Plattform für jeden Einzelnen!

Also dass jeder seine eigene Businessplattform nutzen kann und das ist jetzt die Spreadmind-Software. Man bekommt auf Spreadmind wirklich alle notwendigen Funktionen, die man zum Erstellen und Verkaufen von E-Books und Online-Kursen braucht.

9. Ist es auch möglich für Deine Spreadmind-Kunden, sich untereinander in einer geschlossenen Community auszutauschen?

Antwort von Mario:

Ja, also wir sind jetzt bei knapp tausend Spreadmind-Autoren. So nennen wir die, die eine eigene Spreadmind-Webseite nutzen.

Viele davon sind natürlich in der kostenfreien Variante, aber für alle haben wir eine Facebook-Gruppe.

Da sind jetzt knapp fünfhundert von den Autoren drinnen, die sich da täglich austauschen. Und das Tolle ist, da ist von der Hundetrainerin bis zur Yogalehrerin alles mit dabei und obwohl es so viele verschiedene Themen gibt, haben alle die Gemeinsamkeit, sich ein erfolgreiches Online-Business aufbauen zu wollen.

Dort können sich die Autoren dann sehr gut über Strategien austauschen, was bei wem besser funktioniert und was nicht. Es kann sein, dass jemand die Frage stellt, warum es nicht funktioniert, einen großen organischen Besucherstrom in zahlende Kunden umzuwandeln. Die anderen geben dann ihr Feedback und teilen ihre Erfahrungen und das ist dann natürlich schon sehr wertvoll.

10. So eine Software wie Spreadmind kostet natürlich auch Geld. Wie viel Budget darf man ansetzen, wenn man so etwas aufziehen möchte, hast Du eine Hausnummer?

Antwort von Mario:

Also bei AFOMA damals war die Plattform basierend auf Drupal, das ist so eine Technologie ähnlich wie WordPress nur mit anderem Schwerpunkt.

Dazu hatte ich eine Agentur in Stuttgart engagiert und die Entwicklung hat über zwei Jahre und mich gut hunderttausend Euro gekostet.

Danach ging es dann weiter mit der Webseite für jeden, also mit dem Spreadmind-Gedanken. Das war ein komplett anderes System, also technologisch basiert das jetzt auf WordPress. Und das ging auch nur in Kooperation mit einem Serveranbieter.

Um so etwas zu realisieren, brauchst Du einen Programmierer. Letztendlich läuft es eigentlich auf ein Monatsgehalt eines Programmierers hinaus, was die Kosten angeht und da bist Du schnell bei 3.000 € bis 4.000 € netto im Monat.

Ich kann nur sagen, dass Software sehr teuer ist und auch in der Vermarktung wesentlich schwieriger, als ein digitales Informationsprodukt. Und ich kann es wirklich nur dann empfehlen, wenn man zum Beispiel aus dem Verkauf digitaler Produkte schon etwas angespart oder entsprechende monatliche Einnahmen hat, um so ein Projekt finanzieren zu können.

Meine Anmerkung: Mario spricht hier darüber, was es kostet, selbst eine Software programmieren zu lassen. Das ist nicht der Preis, den Du als Nutzer einer Kursplattform zahlst. Was Plattformen für Einzelpersonen heute kosten, vergleiche ich in Online-Kurs verkaufen: 10 Plattformen im Kostenvergleich.

Marios wichtigster Rat: erst die Zielgruppe kennenlernen, dann das Produkt. Wie Du das für Dein E-Book machst, vom Thema bis zum ersten Käufer, steht in meinem Handbuch E-BOOKINATOR.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

11. Ist Spreadmind Deine einzige Einnahmequelle oder hast Du auch andere Projekte, zum Beispiel Online-Kurse in anderen Nischen?

Antwort von Mario:

Also der Fokus ist zu achtzig Prozent auf Spreadmind und das ist auch sehr, sehr wichtig. Denn gerade, wenn so eine Software plötzlich komplexer wird und wir auch wachsen wollen, muss der Fokus ganz klar darauf sein.

Wir haben aber dann noch zwei, drei Joint Venture Deals mit Spreadmind-Autoren, an deren Projekten wir beteiligt sind. Wir unterstützen sie dann zum Beispiel beim Webdesign, bei deren Werbetexten oder der richtigen Marketingstrategie.

12. Spreadmind gibt es ja in der Grundversion kostenfrei. Sind das eingeschränkte Funktionen oder was ist der Unterschied zu der kostenpflichtigen Variante?

Antwort von Mario:

Bei der kostenfreien Freeversion von Spreadmind ist es so, dass man schon die komplette Webseite bekommt und im Grunde genommen auch die meisten der Funktionen sofort nutzen kann.

Damit kann man also direkt das erste digitale Produkt anbieten (Online-Kurs, E-Book, Audio-Kurs,...), Leads generieren und erste Einnahmen generieren. Man bekommt also bereits mit der kostenfreien Version eine eigene Webseite, kann E-Mail-Marketing betreiben, die Zahlungsabwicklung und Rechnungsstellung nutzen, einen Lead-Magneten hinterlegen, drei Unterseiten erstellen, die Blog-Funktion nutzen und Landingpages erstellen.

Ausgehend von der kostenfreien Spreadmind-Variante, kann man über Module jederzeit flexibel nur das hinzunehmen, was man wirklich braucht und nutzen möchte.

Das E-Mail-Marketing in Spreadmind

Unser Fokus liegt ganz klar auf der All-in-One-Strategie, sodass man die Technik wirklich mit einem Aufwasch bei uns abhaken kann und schnell ins Umsetzen kommen. Das heißt aber natürlich auch, dass wir jetzt in unserem E-Mail-Marketing-Tool nicht so viele Möglichkeiten haben wie etwa Klick-Tipp, die sich darauf spezialisiert haben.

Unsere Spreadmind-Software hat aber den Vorteil, dass unser E-Mail-Marketing-System schon fix und fertig in die Webseite eines Autors integriert ist. Sobald die Seite online geht, hat der Autor die Opt-in-Formulare an den richtigen Stellen auf dem Blog, auf der Startseite, in der Sidebar und so weiter.

Das heißt, man spart mit Spreadmind bestimmt drei bis sechs Monate, die man sonst bräuchte, alle notwendigen Tools manuell einzubinden und vor allem richtig abzustimmen.

Bei unserem E-Mail-Marketing-Tool haben wir nicht das sogenannte Tagging, aber wir arbeiten mit Segmenten. Das heißt, jemand, der in einem Newsletter auf einen bestimmten Link klickt, bekommt ein entsprechendes Segmenthäkchen, also schon ähnlich dem Tagging.

Das macht den kompletten Einrichtungsprozess gerade für die, die es einfach und schnell haben wollen, wesentlich simpler und hilft Zeit für andere Dinge freizuschaufeln.

Meine Anmerkung, Stand 2026: Eine kostenfreie Version für Einzelpersonen, wie Mario sie hier beschreibt, habe ich auf spreadmind.de am 17. Oktober 2026 nicht mehr gefunden. Auch die Zahlen und Angebote in den Fragen 3, 9 und 12 bis 18 (Verkaufsseite, Facebook-Gruppe, Autorenzahlen, kostenfreies Paket, Funktionen) geben den Stand von 2018 wieder.

13. Wie viele Autoren sind aktuell mit einer eigenen Spreadmind-Webseite online?

Antwort von Mario:

Das ist schon ein bisschen auch die typische 80-20 Regel, aber ich könnte jetzt ganz sicher sagen, dass 200 Seiten auf jeden Fall online sind und auch richtig damit gearbeitet wird.

14. Wie muss ich mir die Nutzung der Software vorstellen? Logge ich mich da in einen Mitgliederbereich ein und habe dann die komplette Spreadmind-Oberfläche vor mir?

Antwort von Mario:

Genau, also auf spreadmind.de kann man die Free-Webseite kostenfrei anlegen.

Da gibt man einfach einen Wunschnamen ein und das wird dann die Subdomain, zum Beispiel christian.spreadmind.de und dann ist die Seite direkt fertiggestellt.

Die Seite hat dann bereits einen Expertenbereich mit Beispieltexten und man kann sowohl Inhalte, wie auch die Webseitenstruktur und das Design ganz einfach per Drag-and-Drop anpassen und ändern.

Man muss also nicht immer zwischen Desktop und Webseite wechseln, sondern kann alles auch völlig ohne Programmierkenntnisse an seine eigenen Vorstellungen anpassen und aufbauen.

Und in der Desktop-Ansicht der Webseite hat man dann Zugriff auf die ganzen Module. Also zum Beispiel gibt es einen Reiter für E-Mail-Marketing, um darüber Newsletter anzulegen, die Abonnenten zu verwalten und automatisierte Newsletter aufzusetzen.

Ein weiterer Reiter ist für die Verwaltung des eigenen Partnerprogramms zuständig und über den nächsten Reiter kann ein eigener Podcast eingerichtet werden. So ist alles einfach, übersichtlich und zentral steuerbar.

15. Ich habe gelesen, dass ihr 60.000 Autoren bis 2030 auf Spreadmind haben wollt. Wie ist es zu dieser Vision gekommen und wie wollt ihr das schaffen?

Antwort von Mario:

Unser Schwerpunkt sind die Leute, die eben mit ihrem Wissen auch wirklich in der Lage sind, das Leben anderer zu verbessern.

Das ist so unser warum wir das alles machen und 60.000 ist natürlich schon ordentlich, aber ich habe gelernt mir Ziele zu setzen, wo man selber ein bisschen Gänsehaut bekommt, wenn man darüber nachdenkt, weil sonst sind sie emotional nicht getriggert. 🙂

Um das zu schaffen, war es ganz wichtig, dass wir das kostenfreie Paket herausgebracht haben, sodass man Spreadmind auch ohne Risiko testen kann.

Beim eigenen Marketing sind wir derzeit noch völlig unterrepräsentiert am Markt.

Wie Spreadmind wachsen wollte

Der Plan ist, dass wir uns über sehr, sehr gute Blogartikel zum Thema „Online-Business aufbauen“, „Online-Kurs Anbieter“, „Online-Kurse erstellen“ und so weiter, zu den wichtigsten Begriffen in der Branche gut positionieren und da habe ich auch noch was vor, was jetzt noch nicht ganz spruchreif ist.

Und zwar möchte ich einzelne Module, die es nur kostenpflichtig gibt, jemandem gratis anbieten, wenn er fünf oder vielleicht auch fünf bis zehn neue User für Spreadmind wirbt. Also eine gewisse Viralität rein bringen.

Die Strategie dahinter kommt aus dem Silicon Valley. Dropbox hat das zum Beispiel gemacht, man kennt das ja. Du hast am Anfang zwei Gigabyte Speicher frei und dann sagen sie: „Werbe zwei weitere neue Leute für Dropbox und dann kriegst du drei weitere Gigabytes dazu.“

Das ist im Prinzip genau der Ansatz und da muss man natürlich auch wieder testen, was für Anreize man schaffen kann, damit das wirklich funktioniert. Und ein drittes Standbein werden noch Agenturen sein. Also wenn ein Berater zu einer Werbeagentur geht und sagt, ich will eine eigene Online-Akademie haben, sodass der als Partner von uns das auch anbieten kann.

16. Wie sieht aktuell euer Marketing aus? Ist da der Fokus auf den Affiliates, gebt ihr auch Geld für Anzeigen aus oder macht ihr viel Contentmarketing?

Antwort von Mario:

Eigentlich genau die drei Dinge, die Du angesprochen hast.

Wir sind gerade ganz fleißig dran, Content zu produzieren, hier haben wir noch viel zu wenig. Wenn man alles in die Software steckt, dann bleibt das Marketing eben noch ein bisschen hängen.

Dann wollen wir noch die Affiliates viel intensiver betreuen, sodass auch sie die neuen Contentteile nutzen können, um für Spreadmind Werbung zu machen. Und wir gehen auch noch einen Vertrag mit einer Werbeagentur aus Berlin ein, die dann bezahlte Anzeigen für uns schaltet, da wir hierfür nicht die Experten sind.

17. Was ist noch so geplant? Wo geht die Reise hin mit Spreadmind?

Antwort von Mario:

Also im Moment ist die Software genau das, so wie ich sie seit vier Jahren gerne hätte. 🙂

Es gibt nämlich keinen vergleichbaren All-in-One-Anbieter, der wirklich alle Tools für ein Online-Business hat und der auch noch kostenfrei in der Einstiegsversion zur Verfügung steht und die Möglichkeit hat, einzelne Module je nach Bedürfnis hinzuzubuchen.

Jetzt kann man natürlich daran feilen. Also es gibt gewisse Module, wo man dann wieder verbessern kann, wo es dann auch Updates gibt zu den einzelnen Funktionen. Und das passiert dann Schritt für Schritt mit den Feedbacks der Spreadmind-User.

18. Wie ist das Verhältnis zwischen reinen E-Book-Autoren und Anbietern kompletter Online-Kurse unter den Spreadmind-Nutzern?

Antwort von Mario:

Also ich würde bei uns sagen, das Verhältnis ist so siebzig Prozent Online-Kurse und dreißig Prozent E-Books.

Komplette Online-Kurse waren wahnsinnig im Kommen in den letzten ein bis zwei Jahren und da haben wir von der Funktion auch wirklich schöne Sachen dabei.

Zum Beispiel kann man eine Hausaufgabe hochladen und dann die nächste Lektion erst freischalten, wenn man die Aufgaben kontrolliert hat oder dass bestimmte Lektionen generell erst nach bestimmten Tagen freigeschaltet werden, um aus einem Kurs einen Abo-Kurs zu machen.

Da sind wir schon gut spezialisiert im Bereich „Online-Kurse erstellen“.

Spreadmind nur mit E-Books zu nutzen, ist aber ebenfalls total einfach.

Man legt ein Produkt an und definiert, dass das E-Book als Download zur Verfügung stehen soll. Das sind ungefähr dreißig Prozent, die das auch nutzen. In zwei Minuten ist alles erledigt und man kann Bestellungen annehmen.

Und wenn jetzt jemand sagt, ich habe mehrere E-Books und möchte diese automatisiert vertreiben, lässt sich das beispielsweise als „E-Book-Akademie“ ebenfalls sehr einfach umsetzen.

Für Dein erstes E-Book brauchst Du keine eigene Software-Plattform. Wie ich meine E-Books mit einfachen Mitteln verkaufe, zeige ich Dir im E-BOOKINATOR.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

Was Du diese Woche tun kannst

Drei Schritte für den Anfang. Mario rät zuerst zu Blog und Newsletter. Hast Du noch keine Webseite, kannst Du auch mit Amazon starten und Deine Leserliste später aufbauen.

  1. Schreib heute Abend drei Themen auf, zu denen Dich andere ständig fragen und bei denen Du Dich auskennst. Ideen findest Du in 31 E-Book-Ideen.
  2. Frag drei Menschen aus Deiner Zielgruppe, was ihnen bei diesem Thema am meisten fehlt. Genau das hat Mario mit „die echten Bedürfnisse der Zielgruppe“ gemeint.
  3. Entscheide, wo Du verkaufen willst: Für den Anfang reicht Amazon, eine eigene Webseite kann später dazukommen. Wie Du Dein E-Book veröffentlichst, steht in E-Book veröffentlichen.

Fazit

Spreadmind hat sich seit 2018 vom Baukasten für Einzelne zur Plattform für Unternehmen entwickelt. Für Dein erstes E-Book brauchst Du so etwas ohnehin nicht.

Was aus dem Interview bleibt, ist Marios Weg: ein einziges E-Book zu einem dringenden Problem, und später die Lehre daraus, ein Thema mit Leidenschaft und Kompetenz zu wählen.

Ein zweites Interview aus dieser Zeit: Peer Wandiger erzählt in Wie man mit Bloggen, Affiliate-Marketing und einem E-Book online seine Brötchen verdient, wie er sein E-Book über seine Blogs verkauft hat.

Nutze gerne die Kommentarfunktion, wenn Du noch Fragen hast oder Dir irgendetwas aus dem Interview unklar ist. Ich freue mich über Deinen Beitrag. Vielen Dank!

Häufige Fragen

Gibt es Spreadmind noch?

Ja. Die Spreadmind GmbH aus Rottweil mit Geschäftsführer Mario Schneider betreibt spreadmind.de weiterhin, Stand Oktober 2026.

Für wen ist Spreadmind heute gedacht?

Laut eigener Webseite für Weiterbildungsunternehmen ab 10 Mitarbeitern und Unternehmen ab 100 Mitarbeitern. Für selbstständige Coaches und Trainer ist Spreadmind ausdrücklich nicht gedacht.

Womit verkaufe ich als Einzelperson mein E-Book oder meinen Online-Kurs?

Für ein E-Book reicht für den Anfang Amazon, später kann eine eigene Webseite mit einem Zahlungsanbieter dazukommen. Einen Vergleich findest Du in E-Book verkaufen. Für Online-Kurse vergleiche ich die Plattformen in Online-Kurs verkaufen: 10 Plattformen im Kostenvergleich.

Wer ist Mario Schneider?

Mario Schneider hat mit 18 Jahren ein E-Book über Babyschlaf herausgebracht, später Kurse zum Online-Business angeboten und 2014 die Spreadmind GmbH gegründet, deren Geschäftsführer er laut Impressum bis heute ist.

Wie man mit Bloggen, Affiliate-Marketing und einem E-Book online seine Brötchen verdient

Wie man mit Bloggen, Affiliate-Marketing und einem E-Book online seine Brötchen verdient (Interview mit Peer Wandiger)

Interview mit Peer Wandiger über Blogs, Affiliate-Marketing und E-Books

Interview vom Juni 2018 · Peers Antworten stehen so da, wie er sie damals gegeben hat · Hinweise zum heutigen Stand von mir, nachgesehen am 17. Oktober 2026

Peer Wandiger hat 2007 den Blog „Selbständig im Netz“ gegründet und ist bekannt für seine Nischenseiten, also kleine Webseiten zu einem eng gefassten Thema. 2018 lebte er nach eigenen Worten allein von seinen eigenen Projekten. Mit einem eigenen E-Book hat er sich außerdem eine zusätzliche Einkommensquelle erschlossen.

Im Homeoffice an eigenen Online-Projekten arbeiten und davon leben können: ein Wunsch, den auch Du vielleicht schon einige Zeit hast? Peer hat ihn sich erfüllt.

Ich habe ihn zum Interview gebeten und gefragt, wie sein Alltag als Online-Unternehmer aussieht, welche Einkommensquellen er hat, was er Neueinsteigern empfehlen würde, was seine größten Erfolgsfaktoren sind und was wir in seinem E-Book erfahren können.

Ich bin Christian Költringer und verkaufe mein Handbuch E-BOOKINATOR, ein PDF, seit 2021 über meine eigene Webseite, rund 2.000 Mal bisher. Werbelinks gibt es auf dieser Seite übrigens keine.

Was sich seit dem Interview geändert hat

Thema2018 im InterviewOktober 2026
„Selbständig im Netz“Peers Hauptblog, 2007 von ihm gegründetseit 2023 betrieben von der 4pub GmbH aus Köln, laut Impressum
Peers E-Book„Das Nischenaufbauebook“, verkauft über seine Blogs und Affiliatesam 17. Oktober 2026 nirgends mehr zum Kauf gefunden
Abenteuer Brettspieleneues Hobby- und Testprojektgibt es weiterhin, Peer ist laut Impressum für den Inhalt verantwortlich

Nischenseiten heute: Eine meiner eigenen Nischenseiten hatte in ihren besten Zeiten rund 20.000 Besucher im Monat, alle über Google. Seit Google KI-Antworten über die Suchergebnisse setzt, ist dieser Besucherstrom eingebrochen. Umso wertvoller ist ein Standbein, das nicht nur an Google hängt, etwa ein eigenes E-Book, das Du auch über Amazon und Deine E-Mail-Liste verkaufen kannst.

Hier kannst Du direkt zu einer Frage springen, die Dich besonders interessiert (Lesedauer für das ganze Interview etwa 9 Minuten).

  1. Wer bist Du und womit verdienst Du Deine Brötchen?
  2. Wie verdienen Deine Online-Projekte Geld?
  3. Was rätst Du Einsteigern?
  4. Bist Du schon einmal gescheitert?
  5. Was macht Nischenseiten so interessant?
  6. Warum hast Du ein eigenes E-Book geschrieben?
  7. Was bringt Dein E-Book und woher kommen die Kunden?
  8. Affiliate-Business oder Infoprodukt: Wo liegt der Unterschied?
  9. Wie sieht Dein Tagesablauf aus?
  10. Was sind die echten Erfolgsfaktoren?
  11. Welche Schwächen willst Du beheben?
  12. Welches Projekt möchtest Du vorstellen?

1. Erzähl mal bitte kurz, wer Du bist, wo Du im Leben gerade stehst und womit Du Deine Brötchen verdienst?

Antwort von Peer:

Hallo Christian. Mein Name ist Peer und ich bin Vollzeit-Blogger und Affiliate. Ich betreibe mehrere Blogs und Webseiten und schreibe vor allem neue Artikel in meiner Arbeitszeit.

2. Was genau ist Dein Business-Modell und auf welche Art und Weise verdienen Deine Online-Projekte Geld?

Antwort von Peer:

Ich habe schon immer gerne geschrieben.

Bereits während meines Studiums Mitte der 90er Jahre habe ich angefangen, selber Webseiten zu erstellen und Artikel zu schreiben. Später habe ich einige Jahre in dieser Branche gearbeitet und mich dann als Webdesigner selbstständig gemacht. Da habe ich dann auch angefangen, regelmäßig zu bloggen, da es mir einfach Spaß macht.

Nach und nach kamen weitere Blogs und Webseiten hinzu und heute lebe ich allein von meinen eigenen Projekten. Mein Business-Modell basiert darauf, dass ich spannende und nützliche Artikel für meine Leser schreibe. Auf meinen Webseiten verkaufe ich Werbung, baue Affiliate-Links ein und verkaufe auch ein eBook.

3. Mit den Erfahrungen, die Du heute hast: Was würdest Du jemandem auf den Weg geben, der sich heute im Internet selbstständig machen und sich ein Online-Business aufbauen möchte?

Antwort von Peer:

Vor allem 2 Tipps würde ich Neulingen geben.

Zum einen sollte man etwas machen, wofür man eine echte Leidenschaft hat. Nicht primär auf die finanziellen Möglichkeiten schauen (auch wenn das natürlich wichtig ist). Aber wenn man lange Zeit an einer Webseite oder einem Blog arbeitet, dann muss man mit Herzblut dabei sein, sonst wird das nichts.

Hier kommt dann auch der zweite Tipp zum Tragen. Durchhaltevermögen ist sehr wichtig. Auch im Internet wird man nicht über Nacht erfolgreich. Oft dauert es viele Monate oder gar Jahre, bis man die eigenen Ziele erreicht.

4. Bist Du unternehmerisch auch schon mal „gescheitert“? Hast Du also online Dinge probiert, die überhaupt nicht funktioniert haben, oder Projekte gestartet, die Du in den Sand gesetzt hast?

Antwort von Peer:

Natürlich bin ich auch schon gescheitert.

So habe ich z. B. mal einen Blog über den Themenbereich Social Media gestartet.

Ich habe dann aber gemerkt, dass ich da nicht so mit Herzblut dabei bin, und diesen wieder eingestampft. Und auch einige Affiliate-Webseiten sind nicht erfolgreich geworden.

Es gibt da keine Garantie.

Man kann nur etwas probieren und etwas daraus lernen. Meist lernt man durch gescheiterte Projekte mehr als durch Erfolge.

Durchhalten fällt leichter, wenn Du weißt, welcher Schritt als nächster kommt. Wie ich meine eigenen E-Books plane, schreibe und verkaufe, zeige ich Dir Schritt für Schritt in meinem Handbuch E-BOOKINATOR. Die Leseprobe enthält das komplette Inhaltsverzeichnis, damit Du siehst, was drinsteht.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

5. Du bist sehr bekannt als Nischenseiten-Experte, also für Seiten, die rein mit Affiliate-Marketing Geld verdienen. Was macht Nischenseiten bzw. generell Affiliate-Marketing so interessant für Dich?

Antwort von Peer:

Nischenseiten haben den Vorteil, dass sie sehr klein sind.

20, 30 Artikel sind es oft nur und trotzdem kann man damit sehr gutes Geld verdienen.

Wenn ich das mit meinem Hauptblog vergleiche, wo es tausende Artikel gibt, ist das natürlich viel einfacher umzusetzen. Gerade Einsteigern empfehle ich deshalb lieber, klein anzufangen, um Erfolgserlebnisse zu haben und viel zu lernen.

Affiliate-Marketing ist eine sehr gute Einnahmequelle. Sie ist extrem vielfältig und man kann auch bei relativ kleinen Webseiten damit gutes Geld verdienen.

Meine Anmerkung, Stand 2026: Nischenseiten leben vor allem von Google-Besuchern. Wie schnell diese Quelle versiegen kann, habe ich mit einer eigenen Nischenseite erlebt (siehe oben). Ein eigenes E-Book kannst Du dagegen auf mehreren Wegen verkaufen: über Amazon, über Google auf Deiner Webseite und über Deine E-Mail-Liste. Bricht ein Weg ein, bleiben Dir die anderen.

6. Trotz Deiner Leidenschaft für Blogs und Nischenseiten hast Du ein eigenes E-Book geschrieben. Warum bist Du zusätzlich auch unter die Infopreneure gegangen und was ist das genau für ein E-Book?

Antwort von Peer:

Nicht „trotz“, sondern wegen meiner Leidenschaft.

Wie schon erwähnt, schreibe ich sehr gern und da ist es naheliegend, auch mal ein eBook zu schreiben. Damit ich nicht bei 0 anfangen muss, habe ich mir ein Thema ausgesucht, über das ich in meinen Blogs auch schon viel geschrieben habe. Es geht um den Aufbau von Nischenseiten und es heißt „Das Nischenaufbauebook - Schritt für Schritt zur Nischenwebsite“.

So ein eBook ist ein weiteres Standbein und es ist sehr gut angekommen. Deshalb wird es in Zukunft sicher weitere eBooks geben.

7. Was bringt Dein E-Book monatlich im Schnitt an Umsatz und über welche Quellen kommen Deine Kunden?

Antwort von Peer:

Über konkrete Umsätze spreche ich nicht, aber es macht einen guten Anteil an meinen Gesamteinnahmen aus. Seit der Veröffentlichung des eBooks verkauft es sich sehr gut, auch wenn es während einer laufenden Nischenseiten-Challenge noch häufiger gekauft wird.

Die Kunden kommen vor allem von meinen eigenen Blogs, aber ich habe auch viele Affiliates, die das eBook bewerben.

Du willst Dein eigenes E-Book ebenfalls direkt verkaufen, so wie Peer 2018 über seine Blogs? Im E-BOOKINATOR zeige ich Dir, wie ich das mache, von der Verkaufsseite bis zum ersten Käufer.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

8. Worin siehst Du den größten Unterschied zwischen einem reinen Affiliate-Business und einem Infoprodukt-Business (welche Vor- und Nachteile siehst Du bei beiden)?

Antwort von Peer:

Während man als Affiliate ganz normal eine Webseite betreibt, Artikel veröffentlicht, SEO macht und so weiter, ist das bei einem eBook anders.

Hier investiert man viel Zeit in die Erstellung und kann dann hoffentlich gutes Geld damit verdienen. Zudem braucht man bei einem eBook viel Vertrauen und einen guten Ruf. Sonst sind nicht viele bereit, Geld dafür auszugeben.

Affiliate-Marketing kann man also auch als Einsteiger mit einer relativ kleinen Webseite betreiben. Eigene Infoprodukte erfordern Erfahrung, einen guten Ruf und eine große Reichweite.

Meine Anmerkung, Stand 2026: Eine große Reichweite hilft, sie ist aber keine Voraussetzung für Dein erstes E-Book.

Mein Buch, das Eltern beim Abgewöhnen des Schnullers hilft, verkauft sich auf meiner kleinen Webseite schnuller-hilfe.de ein paar Mal im Monat, ganz ohne große Reichweite, weil die Eltern es über Google finden.

9. Wie sieht Dein derzeitiger Tagesablauf aus?

Antwort von Peer:

Das ist mal so und mal so.

Meist checke ich früh erst mal meine Mails und beantworte diese gegebenenfalls.

Dann plane ich meine Tagesaufgaben, schreibe Artikel, arbeite an Webseiten, kümmere mich um technische Dinge usw. Zwischendurch geht es dann auch nochmal an die Mails und auf Facebook und Co.

Je nach aktuellem Anlass kümmere ich mich aber auch mal verstärkt um neue Projekte oder Ähnliches. Ich versuche, meinen Tagesablauf immer wieder zu ändern, damit es nicht zu langweilig wird.

10. Was sind aus Deiner Sicht die echten Erfolgsfaktoren, um es als Selbstständiger im Internet dauerhaft „zu schaffen“ (sehr viele bzw. die meisten scheitern ja)?

Antwort von Peer:

Eine Garantie gibt es leider nicht, auch wenn das manche versprechen.

Natürlich ist Know-how notwendig. Man muss gerade in der ersten Zeit viel lernen und macht viele Fehler. Das hilft aber dabei, immer besser zu werden.

Man muss sich, wie zu Anfang schon erläutert, aber auch auf einen langen Weg einstellen. Die meisten scheitern nicht an Technik oder der Konkurrenz. Die meisten sind einfach nicht bereit, über einen langen Zeitraum Arbeit und Zeit zu investieren.

Es ist halt anders als bei einem Job. Im Internet geht man in Vorleistung. Man baut etwas auf, was dann erst später Früchte trägt.

Natürlich geht auch mal was schief oder eine Idee klappt nicht. Hier gilt es, daraus zu lernen und noch mehr Gas zu geben. Das ist natürlich viel einfacher, wenn man wirklich liebt, was man tut.

Geld ist schön und wichtig, aber ich glaube nicht, dass ich seit 12 Jahren bloggen würde, wenn ich es nicht auch lieben würde.

11. Gibt es in Deinem Business aktuell Schwächen, die Du in Zukunft beheben möchtest (vielleicht etwas, was Du schon lange auf dem Radar hast und Dir bislang die Zeit zur Optimierung fehlt)?

Antwort von Peer:

Ich bin recht breit aufgestellt, mit diversen Blogs und vielen Webseiten. Das führt dazu, dass ich nicht alle Ideen und Pläne in die Tat umsetzen kann. Dazu fehlt mir einfach die Zeit.

Aber damit habe ich gelernt umzugehen. Deshalb nehme ich mir aus der langen Liste eine Sache heraus und arbeite (neben dem normalen Tagesgeschäft) daran.

So möchte ich mich in Zukunft auf den einen oder anderen kleineren Blog wieder etwas mehr konzentrieren, da ich dafür viele Ideen habe, die ich aber immer wieder vor mir hergeschoben habe.

12. Hast Du ein neues oder aktuelles Projekt, das Du gerne vorstellen möchtest, und auf welchen Projekten liegt Dein Fokus in der Zukunft?

Antwort von Peer:

Ein relativ aktuelles Projekt ist abenteuer-brettspiele.de, wo ich über mein Hobby Brettspiele schreibe. Es ist eine Mischung aus Hobby-Blog und Experimentierfeld.

Vieles, was ich dort lerne, kann ich auch wieder auf andere Projekte übertragen und meine Erfahrungen nutzen.

Zudem möchte ich aus der einen oder anderen Nischenwebseite in Zukunft ein größeres Portal machen. Auch das ist etwas, wo ich wieder viel lernen kann.

Ich möchte meine Projekte nicht einfach verwalten. Ich brauche immer wieder neue Herausforderungen, denn das macht mir am meisten Spaß.

Was Du diese Woche tun kannst

Drei Schritte, damit Peers Tipps nicht nur gelesen, sondern umgesetzt werden:

  1. Schreib Dir drei Themen auf, die Dich begeistern oder bei denen Dich andere immer wieder um Rat fragen. Ideen dafür findest Du in 31 E-Book-Ideen.
  2. Such Dir danach eines aus, über das Du schon viel weißt, aus Beruf, Hobby oder Erfahrung. So hat es auch Peer bei seinem E-Book gemacht, und Du musst nicht bei null anfangen.
  3. Überleg Dir zum Schluss, wo Du es verkaufen willst: bei Amazon, über eine eigene Webseite oder beides. Für den Anfang brauchst Du keine eigene Webseite, Amazon reicht. Einen Vergleich findest Du in E-Book verkaufen.

Auch Peer hat mit einem E-Book angefangen, das zu dem passt, was er ohnehin schon gemacht hat. Wie Du Dein eigenes E-Book Schritt für Schritt planst, schreibst und verkaufst, zeige ich Dir in meinem Handbuch E-BOOKINATOR.

Hol Dir die kostenlose Leseprobe und das siebentägige E-Mail-Coaching dazu. Abmelden kannst Du Dich jederzeit mit einem Klick:

Fazit

Zwei Dinge ziehen sich durch Peers Antworten: Leidenschaft für das eigene Thema und Durchhaltevermögen. Beides gilt für Blogs und Nischenseiten genauso wie für Dein E-Book.

Und genau wie bei Peer muss Dein erstes E-Book nicht bei null anfangen. Nimm ein Thema, über das Du schon viel weißt oder geschrieben hast.

Ein zweites Interview aus dieser Zeit: Mario Schneider erzählt in Spreadmind: Interview mit Mario Schneider, wie er mit einem E-Book über Babyschlaf angefangen hat.

Nutze gerne die Kommentarfunktion, um mir Fragen zu stellen oder mir einfach ein nettes Feedback zu hinterlassen. Vielen Dank! 🙂

Häufige Fragen

Wer ist Peer Wandiger?

Im Interview von 2018 stellt sich Peer Wandiger als Vollzeit-Blogger und Affiliate vor. Er hat 2007 den Blog „Selbständig im Netz“ gegründet, der seit 2023 von der 4pub GmbH betrieben wird. Außerdem ist er laut Impressum für den Inhalt von abenteuer-brettspiele.de verantwortlich.

Kann man mit Nischenseiten heute noch Geld verdienen?

Möglich ist es, aber schwerer als 2018. Nischenseiten leben von Google-Besuchern, und seit Google KI-Antworten über die Suchergebnisse setzt, sind bei einer meiner eigenen Nischenseiten die Besucher eingebrochen. Setz deshalb nicht alles auf eine einzige Quelle.

Was ist der Unterschied zwischen Affiliate-Marketing und einem eigenen E-Book?

Als Affiliate empfiehlst Du fremde Produkte und bekommst eine Provision. Für ein eigenes E-Book steckst Du vorher Zeit in das Schreiben, dafür gehört Dir das Produkt und Du bestimmst den Preis. Wie Du es verkaufst, steht in E-Book verkaufen.

Brauche ich eine eigene Webseite, um ein E-Book zu verkaufen?

Nein. Über Amazon kannst Du Dein E-Book ohne eigene Webseite veröffentlichen. Eine Webseite lohnt sich später, wenn Du den Preis selbst bestimmen und Deine Käufer kennen willst. Wie das geht, steht in E-Book veröffentlichen.

Brauche ich eine große Reichweite, um ein E-Book zu verkaufen?

Nein. Mein Schnuller-Buch verkauft sich auf einer kleinen Webseite über Google, ganz ohne große Reichweite. Wichtiger ist, dass Dein E-Book ein Problem löst, nach dem Menschen suchen.

E-Books bei Amazon verkaufen: Erfahrungen aus einem Interview und was davon heute noch stimmt

E-Books bei Amazon verkaufen: Erfahrungen aus einem Interview und was davon heute noch stimmt

E-Books bei Amazon verkaufen: Erfahrungsbericht mit Einordnung zu Interview, Tantiemen und Risiken

Interview von 2018 · meine Einordnung: Stand Oktober 2026

Du überlegst, Dein E-Book bei Amazon zu verkaufen, und suchst ehrliche Erfahrungen? Du willst wissen, ob sich das lohnt und was Dir pro Verkauf bleibt?

Dann bist Du hier richtig.

Meine Erfahrung in Kürze: Amazon ist ein starker Vertriebsweg für E-Books. Ich verkaufe dort selbst, zum Beispiel meinen E-BOOKINATOR. Meine fünf E-Books brachten mir 2026 bis Mitte Oktober rund 328 Euro.

Das Versprechen vom passiven Einkommen mit eingekauften 100-Euro-Büchern geht so nicht auf. Ein gutes E-Book kostet mehr, braucht ein echtes Thema und Vermarktung, und die Tantiemen kommen erst Monate später.

Auf dieser Seite findest Du ein Interview, das ich 2018 mit dem Amazon-Kindle-Coach Grigori Kalinski geführt habe. Dazu kommt meine Einordnung mit dem Stand von heute: was noch stimmt, was falsch ist und was Du besser anders machst. Werbelinks gibt es hier keine.

Wenn Du nur meine Sicht willst, spring direkt zu meinen eigenen Zahlen, zu meinem Fazit oder zu den häufigen Fragen.

Mein Hinweis zu Grigori Kalinski

Nach zahlreichen negativen Erfahrungsberichten, die mich zum Coaching von Grigori Kalinski erreicht haben, möchte ich weder ihn noch seine Produkte und Herangehensweisen empfehlen.

Mich hat lediglich das Geschäftsmodell „E-Books auf Amazon verkaufen“ interessiert, und daher bin ich auf ihn als vermeintlichen „Experten“ in dem Bereich gestoßen und habe ihn vors Mikro gebeten. Ob seine Aussagen, Zahlen und Erfolge stimmen, kann ich nicht nachvollziehen, daher distanziere ich mich ausdrücklich davon. (Diesen Hinweis habe ich 2021 ergänzt.)

Ich lasse das Interview als Zeitdokument stehen. Einige Aussagen sind heute aber falsch oder riskant. An diesen Stellen findest Du deshalb meine Einordnung mit dem Stand von Oktober 2026.

Meine eigenen Zahlen bei Amazon

Bevor Du Grigoris Zahlen liest, hier meine. Ich habe fünf E-Books bei Amazon. Vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026 brachten sie mir rund 328 Euro geschätzte Tantiemen, inklusive Kindle Unlimited.

Das sind im Schnitt rund 35 Euro im Monat, für alle fünf Bücher zusammen. Kein Einkommen, von dem man leben kann. Aber echte Zahlen.

KDP-Tantiemenschätzung: 328,05 Euro für fünf E-Books vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026
Meine geschätzten E-Book-Tantiemen bei Amazon KDP: 328,05 Euro für fünf Bücher vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026, mit dem besten Monat im Juni.

Interessant ist der Vergleich mit den Bestellungen. Im Juni lagen meine Tantiemen bei rund 100 Euro, bei etwa 15 Bestellungen. Im September kamen gut doppelt so viele Bestellungen, aber nur rund 10 Euro Tantiemen.

Der Grund: Im September habe ich eine Werbeaktion von Amazon genutzt und meine E-Books fünf Tage lang verschenkt. Die Downloads zählen in diesem Bericht als Bestellungen, Tantiemen bringen sie keine.

KDP-Bestellungen: 114 E-Books vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026, mit Gratis-Aktion im September
Meine E-Book-Bestellungen bei Amazon KDP: 114 Stück vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026. Der Sprung im September kommt von einer fünftägigen Gratis-Aktion.

Warum ich das mache? Weil meine E-Books für mich nicht in erster Linie Geld verdienen sollen. Sie sollen mir neue Leser bringen. Im besten Fall kommen die danach auf meine Webseite 365digital.de, tragen sich in meinen E-Mail-Verteiler ein und kaufen irgendwann einen meiner Online-Kurse.

Die Zahl der Bestellungen allein sagt also wenig. Wichtiger ist, was Du mit Deinem E-Book erreichen willst: Geld pro Verkauf oder neue Leser für Dein eigenes Angebot.

Das Interview als Video und als Text

Praktisch jeder kennt Amazon, Du auch?

Amazon hat ein großes Grundvertrauen.

Und Amazon hat eine riesige Reichweite.

Und Reichweite, sprich einen fortlaufenden Strom an Besuchern und Kunden, ist etwas, was man sich als „normaler“ Webseitenbetreiber und E-Book-Verkäufer erst mal (teils mühsam) aufbauen muss.

Da liegt der Gedanke doch nahe, dass man dieses Vertrauen in den größten Online-Händler und dessen enorme Reichweite nutzt, um dort auch seine eigenen E-Books zu verkaufen.

Amazon nennt das Kindle Direct Publishing und gibt E-Book-Autoren wie Dir und mir damit die Möglichkeit, unsere E-Books und Taschenbücher im Selbstverlag zu veröffentlichen und somit Millionen von Lesern kostenfrei zu erreichen.

Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich in der Praxis?

Welche E-Books soll man dort einstellen, wie kommt man an diese E-Books, wie kann man sich von den Tausenden anderen E-Book-Autoren abheben und ist es wirklich so einfach, damit Geld zu verdienen oder komplett davon leben zu können?

Fragen, die ich 2018 dem Amazon-Kindle-Experten Grigori Kalinski in einem Interview gestellt habe. Grigori hat mir damals erzählt, dass er seine Brötchen ausschließlich mit dem Verkauf von E-Books und Taschenbüchern auf Amazon verdient.

Wir haben das Interview über Skype geführt und (in mittelmäßiger Qualität 😉) auf Video aufgezeichnet. Das Video „E-Books bei Amazon verkaufen - Interview mit Grigori Kalinski“ dauert gut 31 Minuten. Du musst es nicht ansehen: Das komplette Interview steht auf dieser Seite auch als Text.

Wenn Du Dein eigenes Buch auf Amazon bringen willst, findest Du hier zwei Anleitungen von mir: Bücher bei Amazon verkaufen und E-Book veröffentlichen, mit Checkliste.

Die Fragen im Interview

  1. Wer bist Du, und ist das Amazon-Kindle-Business Dein Hauptgeschäft?
  2. Wie ist es dazu gekommen, dass Du E-Books auf Amazon verkaufst?
  3. Was für E-Books verkaufst Du auf Amazon?
  4. Wie hebst Du Dich von der Konkurrenz ab?
  5. Welche Qualität erwartest Du vom Ghostwriter, und was kostet er?
  6. Wie gehst Du mit schlechten Rezensionen um?
  7. Wie stark beeinflussen Rezensionen das Ranking?
  8. Wie legst Du den Preis fest?
  9. Wie viel verkaufst Du von Deinen Bestsellern?
  10. Wie findest Du Nischen, die sich verkaufen?
  11. Ist es ein Nachteil, dass Du keine Kundendaten bekommst?
  12. Von welchen Nischen sollten Anfänger die Finger lassen?
  13. Wie viel musst Du pro Verkauf an Amazon abgeben?
  14. Gibt es Schwächen am Amazon-Kindle-Geschäftsmodell?
  15. Ist die Abhängigkeit von Amazon gefährlich?
  16. Wie funktioniert die Abrechnung bei Amazon?
  17. Welche typischen Fehler werden gemacht?
  18. Wo gibt es mehr Infos von Dir?
  19. Mein Fazit heute
  20. Häufige Fragen

Du willst Dein eigenes E-Book bei Amazon herausbringen und suchst einen Fahrplan dafür? Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:

1. Stell Dich bitte mal kurz vor, Grigori. Wer bist Du, was machst Du, und ist das Amazon-Kindle-Business Dein Hauptgeschäft?

Antwort von Grigori:

Angefangen mit dem Online-Marketing habe ich ungefähr vor 2 Jahren, und mein Weg ins Online-Business war sehr, sehr unerwartet, weil ich zuerst den normalen Weg gegangen bin.

Also habe ich natürlich die Schule fertig gemacht und dann angefangen, Jura und BWL zu studieren. Keins von beiden habe ich zu Ende gemacht.

Kleine Hintergrundinfo, wie ich ins Online-Business reingerutscht bin.

Schon in der Schulzeit war ich sehr unternehmerisch tätig.

Da gab es mal diese Spielkarten, die ich verkauft und damit ein bisschen Geld verdient habe. Und das hat mir immer Spaß gemacht.

Und nach dem Abitur stellte sich bei mir die Frage, was jetzt?

Ich hatte überhaupt keine Ahnung, was ich machen will, aber ich hatte Ahnung, was ich nicht machen will, nämlich arbeiten.

Weil irgendwie hat sich das für mich nicht spaßig angehört, und dann habe ich mir gedacht, okay, studiere ich halt. Ist irgendwie entspannter als Arbeit.

Ich habe nicht gewusst, was ich studieren will, aber die russischen Eltern wussten natürlich ganz genau, was ich studieren soll. Und am besten an einer guten Uni. Und dann bin ich irgendwie mit meinem mittelmäßigen 2,2-Abi per Nachrückverfahren nach München gekommen, an die Ludwig-Maximilians-Universität.

Das war eine coole Uni, aber ich bin da schnell wieder rausgeflogen. Die Uni war für mich in dieser Zeit einfach zweitrangig.

Dann bin ich wieder nach Nürnberg zu enttäuschten Eltern zurückgekommen, und die haben gesagt: „Junge, wenn Du nicht studieren willst, dann geh arbeiten!“

Und was kann man ohne einen Abschluss arbeiten?

Die Nachtschicht als Wendepunkt

Ich bin in eine Zeitarbeitsfirma gegangen und wurde in eine Fabrik eingeteilt, in die Nachtschicht. Und das war ein harter Job!

Weil schau mal, Du gehst arbeiten, wenn Deine Freunde feiern gehen, dann arbeitest Du die ganze Nacht durch, wo alle anderen schlafen. Du gehst früh am Morgen nach Hause, wenn die Kinder in die Schule gehen. Du pennst den ganzen Tag durch und wirst abgeschottet von Familie, von Freunden, von Bekannten.

Das ist wirklich hart, und das war auch der „Umbruchsmoment“ bei mir im Leben. Das war auch die Zeit, in der mein damals geliebter und respektierter Mentor Alexander Schapiro gestorben ist.

Und das war halt wirklich ein Wegweiser für mich im Leben. Ich kann mich daran erinnern, dass wir keine Mittagspause, sondern eine Mitternachtspause hatten.

Ich stand im Feld, habe so in die Sterne geguckt und hab mir gedacht: „Junge, was läuft eigentlich falsch mit Deinem Leben?“

Du hast eine richtig gute Uni-Möglichkeit verkackt, Du hast Deine Eltern enttäuscht, Du bist in einem ausweglosen Job, der überhaupt keine Perspektive hat!

Du musst was aus Deinem Leben machen.

Und ich habe beschlossen, was zu machen, aber auch etwas in die akademische Richtung. Weil irgendwie habe ich nach dieser Erfahrung gedacht, Uni muss schon sein.

Und ich habe blöderweise gedacht, ein BWL-Studium hat irgendwas mit Business zu tun. Falsch gedacht.

Dann bin ich wieder in die Uni gegangen, habe angefangen, BWL zu studieren. Natürlich war das Blödsinn und hat nichts gebracht.

Danach habe ich angefangen, mich für Immobilien zu interessieren und mich mit Aktien zu beschäftigen. Und überall hatte ich das Gefühl, zu spät zu sein.

Ich habe mir gedacht, was gibt es jetzt, was es früher nicht gab? Und dann hat es bei mir Klick gemacht: das Internet.

2. Wie ist es dazu gekommen, dass Du E-Books auf Amazon verkaufst?

Antwort von Grigori:

Angefangen habe ich mit Nischenseiten.

Dann habe ich mit Amazon FBA was gemacht und damit sehr viel Geld verloren.

Und über Amazon FBA bin ich zum Amazon-Kindle-Business gestoßen.

Und das Amazon-Kindle-Business ist aus meiner Sicht das einfachste Business, das es gibt, denn was ist ein E-Book?

Ein E-Book ist ja eigentlich nichts anderes als ein Textdokument, eine Word-Datei.

Und das Coole ist, die Texte für ein E-Book musst Du nicht mal selber schreiben.

Denn im Internet gibt es Plattformen mit Textern und Ghostwritern, die für teilweise unter 100 Euro solche E-Books für Dich schreiben.

Und dann musst Du nur noch dieses E-Book nehmen, in Deinen Amazon-Account hochladen, und das war’s.

Ab dann läuft das Business automatisch weiter, denn Du machst das ja über Amazon. Das heißt, Du brauchst keine eigene Webseite, und Du brauchst kein Marketing.

Und somit bekommt man irgendwann, so sage ich mal, dieses passive Einkommen, von dem alle träumen. 🙂

Und so bin ich halt in dieses Kindle-Business reingerutscht.

Innerhalb von zwei Monaten konnte ich mir ein passives Einkommen von zweieinhalbtausend im Monat aufbauen.

Und das habe ich einfach skaliert, skaliert, skaliert, und mittlerweile sind es fünf-, sechseinhalbtausend Euro im Monat, die wirklich passiv von diesem Business zustande kommen.

Und ich mache nicht nur selbst dieses Business, sondern ich bringe auch anderen Leuten bei, wie man das Business aufbaut, und habe Schüler, die auch im selben Bereich verdienen wie ich.

Meine Einordnung

Die Einkommenszahlen von Grigori kann ich nicht überprüfen, siehe meinen Hinweis oben.

Ein ganzes E-Book für unter 100 Euro ist heute nicht realistisch, wenn es gut sein soll. Anbieter nennen für Ghostwriter grob 2 bis 6 Cent pro Wort. Für einen Ratgeber mit 20.000 Wörtern sind das je nach Abrechnung rund 400 bis 4.000 Euro, Agenturen verlangen noch mehr.

Was ein E-Book wirklich kostet und worauf Du beim Vertrag achten musst, zeige ich Dir in E-Book schreiben lassen, mit einem Rechner zum Ausprobieren.

Und „kein Marketing“ sehe ich anders. Ein Buch, das niemand findet, verkauft sich nicht, auch nicht auf Amazon.

3. Was ist das für eine Art E-Book, die Du auf Amazon verkaufst? Sind das typische Ratgeber („Problemlöser“) oder auch mal Romane oder Geschichten?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich sind es verschiedene Bücher, aber meinen Schülern empfehle ich immer, mit Ratgebern zu starten.

Mit Ratgebern, warum?

Erstens sind die einfacher zu schreiben, und es ist einfacher für einen Ghostwriter, einen Ratgeber zu schreiben, weil ein Ratgeber ja ein Sachtext ist.

Das heißt, der Leser erwartet, wenn er einen Sachtext kauft, keine „Shakespeare-artigen“ Texte, sondern er erwartet die Lösung seines Problems.

Er muss jetzt nicht irgendwie von der Story mitgerissen werden, sondern er muss einfach sein Problem lösen können.

Zum Beispiel: „Wie höre ich mit dem Rauchen auf?“

Oder: „Wie spreche ich Frauen an?“

Oder: „Wie kann ich abnehmen?“

Und außerdem sind die Ratgeber auch kürzer, von daher sind auch die Herstellungskosten geringer. Deshalb empfehle ich meinen Schülern, Ratgeber zu verkaufen, und mache genau das auch selbst zu 99 Prozent.

Meine Einordnung

Mit Ratgebern zu starten, finde ich auch richtig. Aber bei Themen wie Rauchen, Abnehmen oder Geld geht es um Gesundheit und Finanzen der Leser. Dafür braucht es echtes Fachwissen, entweder Deines oder das eines Profis, der den Text prüft. Ein Ghostwriter ohne Fachwissen reicht hier nicht.

Am besten wählst Du ein Thema, in dem Du Dich selbst auskennst. Dann kannst Du jede Aussage prüfen, und Deine Erfahrung ist genau das, was Dein Buch von den anderen unterscheidet.

4. Auf Amazon gibt es jede Menge Wettbewerb. Einfach das Buch hochladen, und der Rubel rollt, wird vermutlich nicht funktionieren. Wie schaffst Du es, Dich von der Konkurrenz abzuheben?

Antwort von Grigori:

Also da hast Du recht, wobei das eigentlich gar nicht so schwer ist.

Der größte Unterschied zwischen Deinem Buch und dem Buch der Konkurrenz sollte Dein Cover sein, Dein Coverbild.

Denn das Coverbild ist das Wichtigste für Deinen Verkauf, weil die Käufer bei Amazon emotional kaufen.

Weißt Du, abhängig vom Preis kaufen die Menschen entweder emotional oder rational.

Bei richtig teuren Sachen, beim Auto, beim Haus … da denkst Du lange nach, bist rational und triffst dann Deine Entscheidung.

Bei kleinen Dingen, wie einem Snickers oder einem E-Book auf Amazon für 2,99 €, da sind wir Menschen emotional in unserer Kaufentscheidung.

Und deshalb muss das Cover des E-Books eine Emotion beim Kunden auslösen. Und wenn diese Emotion positiv ist und passt, dann kaufen sie sich das Buch.

Das Coverbild ist das Wichtigste am E-Book-Verkauf überhaupt.

Deshalb sage ich allen meinen Schülern, dass sie das Cover bitte nicht selbst machen sollen. Viele versuchen, selber bei Photoshop was zu machen oder mit dem Amazon Cover Creator.

Ich empfehle, das einem Profi zu überlassen.

Geht am besten auf fiverr.com und lasst euch für fünf, zehn oder höchstens fünfzehn Euro ein Cover machen, das wirklich Welten besser ist, als wenn man es selber machen würde.

Die Free-Promo

„Marketingtechnisch“ nutze ich eigentlich nur die Möglichkeiten, die Amazon mir zur Verfügung stellt. Nämlich die „Free-Promo“.

Dabei stellst Du Dein Buch für die ersten fünf Tage kostenlos bei Amazon ein. Das heißt, Du bietest es kostenfrei zum Download an.

Viele Schüler sagen dann immer: „Ich will doch mit den Büchern Geld verdienen, wieso sollte ich sie kostenlos reinstellen?“

Und ich sage dann: Schau mal, Amazon gibt Dir die Möglichkeit, die Bücher fünf Tage lang kostenlos reinzustellen, und promotet dafür Deine Bücher.

Das heißt, Amazon bewirbt Deine Bücher, und die Leute holen es sich dann natürlich für 0 Euro.

Dabei zählt für Amazon aber jeder Download wie ein Verkauf.

Das heißt, durch diese vielen Downloads am Tag kannst Du hundert-, zweihunderttausend Downloads bekommen, und jeder Download wird von Amazon in dieser kostenlosen Zeit wie ein Verkauf gezählt.

Und dann steigst Du natürlich sehr, sehr stark im Ranking.

Das heißt, wenn Du ein Buch rausbringst, nutzt Du diese Free-Promo, und danach, wenn Du eine Gebühr dafür verlangst, kann Dein Buch im Ranking schon ganz oben sein. Also viel mehr Marketing musst Du auch nicht machen.

Meine Einordnung

Gratis-Tage gibt es nur, wenn Dein E-Book bei KDP Select angemeldet ist. Das ist Amazons Exklusivprogramm: Du bietest Dein E-Book dann nur bei Amazon an und bekommst dafür Zusatzfunktionen. Die Gratis-Tage sind auf höchstens fünf pro 90-Tage-Zeitraum begrenzt.

Laut Amazon landet das Buch während der Aktion in der Liste der Gratis-Bücher und ist vom Ranking der kostenpflichtigen Bücher ausgenommen. Erst danach kommt es wieder in die bezahlte Liste.

Dass jeder Gratis-Download „wie ein Verkauf“ zählt, sagt Amazon also nicht. Gratis-Tage können Leser und erste Rezensionen bringen, ein Selbstläufer zur Spitze sind sie nicht.

Ich nutze sie trotzdem, aber mit einem anderen Ziel: Im September habe ich meine E-Books fünf Tage lang verschenkt, um neue Leser zu gewinnen. Tantiemen gab es dafür keine, meine Zahlen dazu siehst Du oben.

5. Und wie ist das mit der Qualität der E-Books? Du schreibst sie nicht selbst, sondern holst Dir Autoren. Welche Qualitätsansprüche hast Du an einen Ghostwriter, und wie viel musst Du investieren?

Antwort von Grigori:

Klar, natürlich hängt es von der Qualität des Ghostwriters ab.

Gut, wenn Du Spaß am Schreiben hast, wenn Du Meister der Feder bist, kannst Du natürlich selber schreiben.

Aber dann ist halt die Gefahr, dass es Dich so viel Zeit kostet, dass Du Dir einen zweiten Nebenjob damit aufbaust. Und wir wollen ja ein passives Business und keinen aktiven Nebenjob.

Und deshalb empfehle ich immer, Ghostwriter zu holen.

Viele meiner Schüler denken, dass Ghostwriter extrem teuer oder eine sehr seltene Spezies sind, die es irgendwie nur in Amerika gibt und die Millionen kosten. Das stimmt nicht.

Ein Ghostwriter ist einfach eine Person, die gegen Entgelt Texte schreibt. Das ist einfach eine Dienstleistung.

Und Du kannst wirklich gute Leute bei Upwork, bei Fiverr oder bei Textbroker finden, die Dir für unter hundert Euro solche Texte schreiben.

Gut, natürlich ist die Qualität total unterschiedlich.

Ich achte immer darauf, dass der Ghostwriter Muttersprachler ist, und ich lasse mir immer ein paar Texte zuschicken, die er vorher geschrieben hat.

Weiters lasse ich natürlich alle Texte auf Plagiat überprüfen und das fertige E-Book Korrektur lesen.

Meine Einordnung

Muttersprachler, Arbeitsproben, Plagiatsprüfung und Korrektorat, das unterschreibe ich. Die „unter hundert Euro“ für ein ganzes E-Book aber nicht. Zum Vergleich aus meiner eigenen Planung: Für einen einzigen Blogartikel mit rund 2.000 Wörtern habe ich bei einer deutschen Texterbörse 70 bis 100 Euro eingeplant. Ein E-Book ist um ein Vielfaches länger.

Neu seit dem Interview ist KI. Amazon bittet Dich beim Hochladen anzugeben, ob Text, Bilder oder Übersetzung von einer KI erstellt wurden (KDP-Inhaltsrichtlinien). Lass Dir deshalb im Vertrag zusichern, ob und wie Dein Schreiber KI einsetzt.

Woher die Spanne kommt, was in den Vertrag gehört und wie Du die Qualität prüfst, erfährst Du in E-Book schreiben lassen: Kosten, Rechte und Rechner.

Ob Du selbst schreibst oder schreiben lässt: Ein E-Book verkauft sich, wenn es klar aufgebaut ist und ein echtes Problem löst.

Genau dabei hilft Dir mein Handbuch. Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:

6. Deine Kunden können das E-Book auf Amazon ja auch bewerten. Hast Du schon mal gehört, dass es das Geld nicht wert war? Wie gehst Du mit schlechten Rezensionen um?

Antwort von Grigori:

Gute Frage!

Sag mal, was ist denn Dein Lieblingsbuch?

Ich: Mein Lieblingsbuch ist zum Beispiel „The One Thing“, kennst Du das?

Grigori: Okay, „The One Thing“, ich kenne das Buch.

Aber wenn wir jetzt auf Amazon gehen und „The One Thing“ eingeben, dann lege ich meine Hand dafür ins Feuer, dass es auch für dieses großartige Buch negative Rezensionen gibt.

Ganz klar, und daher kannst Du es nie allen Leuten recht machen. Die Qualität vom Buch ist natürlich sehr gut, aber irgendwie meckern die Leute trotzdem.

Man kommt nicht um negative Rezensionen rum.

Manchmal passt denen das Bild nicht, oder es sind plötzlich in diesem Kochbuch keine Bilder, oder das Buch ist zu lang oder zu kurz, verstehst Du?

Eine negative Rezension kommt natürlich vor, aber je besser Dein Buch ist, je mehr Mehrwert Du gibst, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du so eine schlechte Rezension bekommst.

7. Wie groß ist der Einfluss von Amazon-Rezensionen und Sternebewertungen auf das Ranking der E-Books?

Antwort von Grigori:

Das ist mit das Wichtigste bei Amazon!

Amazon basiert ja auf dem „Social Proof“-Prinzip. Das heißt, die Leute kaufen das, was andere Leute vor ihnen schon gekauft und gut bewertet haben.

Egal, was man online kauft, ein neues Buch, ein neues Handy, ein neues Ladegerät: Wir gucken erst mal auf die Rezensionen. Wenn keine Rezensionen da sind, dann denken wir uns, hm … da stimmt was nicht.

Wenn aber ganz viele positive da sind, dann muss es gut sein, denn das haben schon andere Leute gekauft und für gut befunden.

Und bei den E-Books ist das nicht anders. Von daher sind Fünf-Sterne-Bewertungen und positive Kundenrezensionen extrem wichtig für den Verkauf.

8. Wie legst Du den Preis für Deine E-Books fest? Wie gehst Du schlau vor, damit am Ende genug für Dich übrig bleibt?

Antwort von Grigori:

Also natürlich muss man sich auch ein bisschen an seiner Konkurrenz orientieren.

Wenn die Konkurrenz 2,99 € für ein E-Book im selben Markt verlangt und Du Dein E-Book für 8,99 € rausballern willst, ist halt die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich nicht verkaufen wird.

Aber grundsätzlich sind E-Books preislich von 99 Cent bis 4,99 € okay.

Die meisten E-Books liegen im Schnitt bei 2,99 €, und bei Taschenbüchern sind es etwa 5,99 € bis 9,99 €.

Ich verrate Dir meine persönliche Strategie: „Ich verkaufe meine E-Books für 99 Cent und meine Taschenbücher für 9,99 Euro.“

Warum?

Stell Dir vor, Du hast ein E-Book für 2,99 Euro, und ich habe eines für 99 Cent.

Welches Buch wird wahrscheinlich öfter gekauft, Deines oder meines?

Klar, das günstigere.

Du verdienst zwar mit einem Verkauf dreimal so viel wie ich, aber ich bekomme mehr Verkäufe, weil meines günstiger ist.

Das heißt, Amazon erkennt, dass sich mein Buch besser verkauft, und rankt mein Buch daher höher als Deines.

Und dadurch, dass ich einen niedrigen Preis habe, komme ich nach oben und verkaufe dann vorzugsweise die Taschenbücher um 9,99 €.

Das heißt, meine Haupteinnahmequelle sind gedruckte Taschenbücher, nicht digitale E-Books.

Diese Strategie kann ich übrigens jedem Publisher ans Herz legen, weil uns Amazon mit „Print on Demand“ die Möglichkeit gibt, vollwertige Printbücher (Taschenbücher) aus den E-Books zu erstellen und diese ohne Zusatzkosten zu versenden.

Du musst zu keiner Druckerei gehen, Du musst nichts vordrucken, Du musst nichts bezahlen.

Das Buch wird erst gedruckt, nachdem es vom Kunden gekauft wurde. Das heißt, es kann nicht passieren, dass tausend Bücher gedruckt werden und es dann niemand kauft.

Das ist wirklich eine geniale Möglichkeit, sich mit Taschenbüchern eine zusätzliche Einkommensquelle zu erschaffen.

Meine Einordnung

Bei 99 Cent bekommst Du von Amazon nur 35 Prozent Tantieme. Amazon rechnet dabei vom Preis ohne Umsatzsteuer, in Deutschland also von rund 93 Cent. Dir bleiben damit rund 32 Cent pro Verkauf.

Die 70 Prozent gibt es erst bei einem Preis zwischen 2,69 und 12,99 Euro (Stand Oktober 2026). Bei 2,99 Euro bleiben Dir rund 1,87 Euro, also fast sechsmal so viel pro Verkauf.

Print on Demand ist tatsächlich praktisch, weil Du nichts vorfinanzierst. „Ohne Zusatzkosten“ stimmt aber nur halb: Amazon zieht die Druckkosten jedes Exemplars von Deinem Anteil ab.

9. Wie viele Exemplare verkaufst Du von Deinen Bestsellern? Damit man ein Gefühl dafür bekommt, was wirklich möglich ist.

Antwort von Grigori:

Eines meiner besten Bücher hat im Monat 1.800 Euro eingebracht.

Ein einziges Buch, 1.800 Euro Gewinn (und ich habe viele 🙂).

Ich habe dafür einmalig 100 Euro für die Erstellung ausgegeben, und ab dann verkauft sich das Buch Monat für Monat ohne zusätzlichen Aufwand und ohne weitere Kosten für mich.

Ich habe vor ungefähr zwei Wochen mit meinem Schüler ein Interview gemacht, der mit einem einzigen Buch im Monat 2.500 Euro gemacht hat.

Aber das sind natürlich Überflieger, und das kommt nicht so häufig vor.

Ein durchschnittliches Buch bringt 50 bis 100 Euro im Monat. Wenn es eine gute Nische ist, dann kann es auch auf mehrere Tausend Euro pro Monat raufgehen, das ist aber die Ausnahme.

Meine Einordnung

Diese Zahlen kann ich nicht überprüfen, siehe meinen Hinweis oben. Belastbare Durchschnittswerte für Amazon-E-Books gibt es nicht. Viele Bücher verkaufen sich kaum.

Und ein Buch für 100 Euro, das jahrelang ohne Aufwand 1.800 Euro im Monat bringt, halte ich heute für die große Ausnahme, nicht für die Regel. Zum Vergleich: Meine fünf E-Books brachten mir 2026 im Schnitt rund 35 Euro im Monat, alle zusammen.

10. Wie findest Du Nischen, bei denen Du vorab sagen kannst: Das ist gefragt, das wird sich verkaufen?

Antwort von Grigori:

Ich habe eine Nischenanalyse entwickelt, die ich meinen Schülern immer beibringe.

Grundsätzlich musst Du auf folgende Sachen achten:

1. Wie ist der Wettbewerb in der Nische?

Wenn Du zum Beispiel Deine Wunschnische (Dein anvisiertes Thema) eingibst, dann siehst Du links oben eine Zahl, zum Beispiel 4.000.

Das heißt, zu diesem Keyword wurden 4.000 Bücher veröffentlicht.

Wenn es jetzt zu wenig Konkurrenz gibt in dieser Nische, also unter 50 Bücher, ist das kein gutes Zeichen. Wenn das Angebot also schon so klein ist, dann ist wahrscheinlich die Nachfrage nicht sehr groß.

Dann lohnt es sich wahrscheinlich nicht, in dieser Nische Bücher zu veröffentlichen.

Wenn Du merkst, es wurden zehntausende Bücher in Deiner Nische veröffentlicht, dann ist auch die Nachfrage in der Regel entsprechend hoch.

Natürlich lauert hier die Gefahr, dass Du in Deiner Konkurrenz untergehst.

Das heißt, man muss abwägen. Ich sage immer, ein Wert um die 1.000 ist ein guter Richtwert. Um die 1.000 gelisteten Bücher herum ist eine gute Zahl, um einzusteigen.

2. Dann musst Du natürlich auf Sachen achten wie zum Beispiel den Amazon-Bestsellerrang.

Der Bestsellerrang zeigt, wie das Buch im „Amazon-Kindle-Kosmos“ gerankt ist.

Dann schaust Du Dir die Top 3 oder 5 Konkurrenten an, und wenn die einen sehr guten Bestsellerrang haben, dann kannst Du daraus schließen: Die Topseller in dieser Nische verkaufen sich sehr gut.

3. Und das Dritte ist die Anzahl der Rezensionen.

Wenn Deine Konkurrenten 200 bis 300 Amazon-Rezensionen haben, dann wird es für Dich wahrscheinlich ziemlich schwer sein, die aufzuholen.

Aber bis 50 ist es eigentlich ganz easy.

Ziel ist es also immer, mit Deinem Buch in Deiner Nische die Nummer 1 zu sein. 🙂

Meine Einordnung

Konkurrenz, Bestsellerrang und Rezensionen anzuschauen, ist ein guter Anfang. Wie Amazon die Zahl der Treffer anzeigt, ändert sich aber immer wieder. Nimm sie nur als grobes Zeichen.

Und „bis 50 Rezensionen ganz easy“ stimmt nicht. Du darfst Lesern ein kostenloses Exemplar geben, aber keine Rezension dafür verlangen. Rezensionen gegen Geld oder andere Gegenleistungen verstoßen gegen die Regeln, und Amazon entfernt sie (KDP-Hilfe zu Rezensionen). Echte Rezensionen kommen langsam, durch echte Leser. Was erlaubt ist und was nicht, zeige ich Dir in Amazon-Rezensionen für Dein Buch bekommen.

11. Wenn ich ein E-Book über meine eigene Webseite verkaufe, habe ich die Kundendaten in meinem E-Mail-Verteiler. Das habe ich bei Amazon nicht. Ist das ein großer Nachteil?

Antwort von Grigori:

Du solltest beim Amazon-Kindle-Business nicht versuchen, E-Mail-Adressen zu sammeln, das ist nicht wichtig.

Beim Amazon-Kindle-Business musst Du Bücher verkaufen, und ich sehe viele Leute, die versuchen, Links in Bücher reinzupacken.

Die versuchen, sich über Links im Buch selbst eine E-Mail-Liste aufzubauen. Das befürworte ich eigentlich nicht.

Das, was Du mit Büchern machen sollst, ist, sie zu verkaufen.

Was Du noch machen kannst, ist, Deinen Expertenstatus aufzubauen.

Wenn Du zum Beispiel zehn Bücher über Affiliate-Marketing veröffentlicht hast, die Du vielleicht selbst geschrieben oder hast schreiben lassen, dann ist das Amazon-Kindle-Business auch gut dafür, Deinen Expertenstatus in diesem Bereich zu pushen.

Aber eigentlich ist das Business nur da, um Bücher, Taschenbücher und E-Books zu verkaufen.

Meine Einordnung

Hier sehe ich es ganz anders. Ich verkaufe meinen E-BOOKINATOR auf Amazon und über meine eigene Webseite. Auf Amazon finden mich neue Leser. Über die eigene Webseite bleibe ich unabhängiger von Amazon, behalte mehr vom Verkaufspreis und kann mit meinen Lesern in Kontakt bleiben. Genau deshalb bekommst Du hier auf der Webseite die Leseprobe zusammen mit einem E-Mail-Coaching.

Und auch meine Amazon-Bücher sind für mich ein Einstieg: Wer eines liest, findet im besten Fall den Weg zu meiner Webseite und meinem E-Mail-Verteiler.

Du willst Dein E-Book nicht nur bei Amazon, sondern auch auf Deiner eigenen Webseite verkaufen? Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:

12. Hast Du ein paar Nischen und Themen, bei denen Du Anfängern rätst, die Finger davon zu lassen?

Antwort von Grigori:

Ich kann Dir auch ganz im Gegenteil sagen, welche Nischen ich empfehle.

Und zwar sind es typische Mainstream-Nischen.

Schau mal, grundsätzlich gibt es drei Arten von Nischen.

Es gibt Trendnischen, wie zum Beispiel die Paleo-Diät, die vor einem halben Jahr ein großer Trend war.

Aber Trends kommen, und Trends gehen, verstehst Du?

Sein Business auf Trends aufzubauen, ist nicht langfristig gedacht.

Als Zweites gibt es die Saisonnischen.

Also Weihnachtsrezepte zum Beispiel oder irgendwas mit Halloween oder Abnehmen zum Sommer. Das sind Saisonnischen.

Da kannst Du auch nur in der jeweiligen Saison Dein Geld verdienen.

Aber das Dritte sind eben die Mainstream-Nischen, die Evergreen-Nischen. Nischen, die Leute die ganze Zeit interessieren.

Und was interessiert die Leute zum Beispiel?

  • Geld verdienen
  • Abnehmen
  • Finanzen generell
  • Business aufbauen
  • Dating

Die „Geheimnische“ Rezepte

Rezepte sind übrigens meine Geheimnische für Dich.

Rezepte sind so geil, mit Rezepten habe ich mir mein Business aufgebaut.

Ich sage Dir, warum.

Wenn Du einsteigst, ist es für Dich extrem einfach, ein Rezeptbuch zusammenzustellen.

Weil das Geile ist: Auf Rezepte gibt es kein Plagiat. Auf Rezepte gibt es kein Urheberrecht, weil es ja kein geistiges Eigentum ist. Es ist einfach nur eine Anleitung und Deine Zusammenstellung.

Gut, natürlich musst Du Sachen beachten.

Du darfst nicht das gleiche Bild von anderen nehmen, Du darfst nicht den gleichen Titel vom Rezept nehmen. Du musst Sachen umändern und beispielsweise anstatt drei Karotten zweieinhalb Karotten nehmen oder anstatt drei Eiern machst Du vier.

Aber grundsätzlich ist es für Dich als Anfänger ideal.

Da musst Du nicht schreiben können, um auf Chefkoch.de zu gehen, Dir 100 Rezepte zu kopieren, ein bisschen umzuschreiben und einzigartig zu machen.

Der zweite Vorteil von Rezepten ist der geringere Aufwand für Ghostwriter.

Und die Leute kaufen einfach gerne Rezepte, das ist unglaublich.

Vor allem in der etwas teureren Taschenbuchversion, weil die meisten ihre Rezepte in der Küche ausgedruckt vor sich liegen haben möchten.

Also Rezepte sind wirklich meine Geheimnische für Dich. 🙂

Meine Einordnung: Bitte nicht nachmachen

Ich bin kein Rechtsanwalt, aber so einfach ist es nicht. Eine reine Liste von Zutaten und Mengen ist zwar nicht geschützt. Der Text der Zubereitung kann aber urheberrechtlich geschützt sein, Fotos sind es immer, und auch eine Rezeptsammlung als Ganzes kann geschützt sein (Überblick bei eRecht24).

Dazu kommt Amazon selbst: KDP nimmt laut seinen Inhaltsrichtlinien keine geschützten Inhalte an, die frei im Internet stehen, und auch keine Inhalte, die Käufer typischerweise enttäuschen (KDP-Inhaltsrichtlinien). 100 kopierte Rezepte mit einer halben Karotte mehr sind genau so ein Fall. Wenn Du ein Kochbuch machen willst, dann mit Deinen eigenen Rezepten, Deinen Worten und Deinen Fotos.

13. Wie viel musst Du pro E-Book-Verkauf an Amazon abgeben?

Antwort von Grigori:

Das hängt davon ab, wie hoch Du Deine Preise ansetzt.

Du kannst entweder 30 Prozent oder 70 Prozent abgeben.

Bis 2,99 € gibst Du 70 Prozent ab, ab 2,99 € gibst Du 30 Prozent ab.

Das heißt, der gängigste Preis bei den E-Books ist immer 2,99 €.

Warum?

Weil das der günstigste Preis für den Kunden ist und der Preis, bei dem Dir selber noch am meisten übrig bleibt.

Meine Einordnung

Hier sind die Zahlen vertauscht. Richtig ist: Du bekommst entweder 35 oder 70 Prozent. Die 70 Prozent gibt es für Preise von 2,69 bis 12,99 Euro (Stand Oktober 2026).

Gerechnet wird vom Preis ohne Umsatzsteuer, und Amazon zieht noch kleine Lieferkosten je nach Dateigröße ab. Unter 2,69 Euro bekommst Du 35 Prozent. Bei 2,99 Euro bleiben Dir also rund 1,87 Euro pro Verkauf. Amazon behält rund ein Drittel vom Preis ohne Umsatzsteuer, nicht 70 Prozent.

Rechne es für Deinen Preis selbst durch:

Rechner: Was bleibt Dir pro Verkauf auf amazon.de?

So rechnet der Rechner: Preis ohne 7 % Umsatzsteuer (Kauf in Deutschland). Bei 2,69 bis 12,99 Euro davon 70 %, nach Abzug von 12 Cent Lieferkosten pro MB. Bei allen anderen Preisen 35 %, ohne Lieferkosten.

Käufer aus anderen Ländern zahlen ihre eigene Umsatzsteuer, Dein Anteil weicht dann etwas ab. Weitere Bedingungen stehen in der KDP-Hilfe zu den Tantiemen. Stand: Oktober 2026, ohne Gewähr.

14. Gibt es irgendwelche Schwächen am Amazon-Kindle-Geschäftsmodell?

Antwort von Grigori:

Also grundsätzlich würde ich jedem Anfänger, der ein Online-Business aufbauen will, empfehlen, mit diesem Business anzufangen, weil es nicht so zeitintensiv ist.

Als ich das Business aufgebaut habe, musste ich jeden Tag um fünf Uhr morgens aufstehen, weil ich bei Lidl gearbeitet habe. In der Winterzeit habe ich noch Schnee geräumt. Das heißt, ich musste teilweise um vier Uhr morgens aufstehen.

Wenig Zeit, wenig Vorkenntnisse, wenig Startkapital

Ich hatte ein Praktikum in einem Immobiliengeschäft von morgens bis abends. Danach bin ich nach Hause, habe trainiert, habe gegessen, und eine Stunde Zeit hatte ich noch für mein Business.

Und innerhalb von zwei Monaten mit einer Stunde Zeitaufwand pro Tag konnte ich mir so ein Business aufbauen.

Also vom Zeitaufwand her ist es nicht vergleichbar mit zum Beispiel Nischenseiten. Da hockst Du ja den ganzen Tag, verstehst Du? Und das Zweite sind die Vorkenntnisse, die Du nicht brauchst.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst Du, um Dich auf einer Plattform anzumelden und Leute anzuschreiben, ob sie ein Buch für Dich schreiben möchten?

Überhaupt keine.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst Du, um auf fiverr.com zu gehen und für fünf Euro ein Cover zu bestellen?

Überhaupt keine.

Also Leads, Conversion, Traffic, E-Mail-Marketing, Facebook-Marketing, brauchst Du alles nicht.

Das heißt, es kann jeder Anfänger sehr schnell damit starten.

Und der dritte Vorteil ist das geringe Startkapital.

Ein E-Book kannst Du Dir für 50 €, 60 € oder höchstens 100 € erstellen lassen. Versuch mal, mit 60 Euro ein Amazon-FBA-Business zu starten. Geht nicht. Und auch das Risiko ist quasi bei null. Im schlimmsten Fall hast Du 60 Euro verloren, bei Amazon FBA hast Du 6.000 Euro verloren.

Meine Einordnung

Ein ordentliches E-Book für 50 bis 100 Euro erstellen zu lassen, halte ich heute nicht für realistisch. Wer so wenig zahlt, bekommt oft KI-Text, umgeschriebene fremde Texte oder Recherche auf Wikipedia-Niveau.

Mit welchen Kosten Du wirklich rechnen solltest, liest Du in E-Book schreiben lassen. Dort findest Du auch einen Rechner, der Dir zeigt, ab wie vielen Verkäufen sich ein eingekauftes E-Book rechnet.

15. Dein Business ist komplett von Amazon abhängig. Siehst Du darin Gefahren gegenüber anderen Geschäftsmodellen?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich bist Du beim Online-Business immer von irgendeiner Plattform abhängig.

Wenn Du Facebook-Werbung machst, bist Du sowas von Facebook abhängig.

Was gibt es außer Facebook?

Vielleicht YouTube, dann bist Du von YouTube abhängig.

Wenn Du digitale Infoprodukte machst, bist Du von Digistore24 abhängig.

Also überall im Online-Business bist Du von irgendeiner Plattform, von irgendeinem Dienstleister abhängig, an dem Du nicht vorbeikommst.

Du meinst wahrscheinlich, ob man sein E-Book über mehrere Vertriebswege verkaufen kann?

Das würde ich nicht empfehlen.

Wenn Du beispielsweise diese „Free-Promo“-Aktion für fünf Tage auf Amazon nutzen möchtest, dann musst Du ein Häkchen setzen, dass Du das Buch nirgendwo anders verkaufst. Das heißt, Amazon bindet Dich.

Das heißt, Du könntest das Buch auch nicht direkt über Deine eigene Webseite verkaufen?

Nein, also wenn Du Dein Buch schon auf Amazon anbietest, dann nicht.

Erfahrungswerte zeigen auch, dass andere Portale bei Weitem nicht so viel Geld einbringen wie Amazon.

Meine Einordnung

Die Bindung gilt nur, wenn Du Dein E-Book bei KDP Select anmeldest. Dann darfst Du die digitale Fassung während der Laufzeit nirgendwo sonst anbieten, auch nicht auf Deiner eigenen Webseite.

Ohne KDP Select darfst Du Dein E-Book bei Amazon und überall sonst verkaufen. Genau so mache ich es mit meinem E-BOOKINATOR. Für Taschenbücher gilt die Exklusivität ohnehin nicht. Welcher Weg zu Dir passt, erkläre ich in E-Book veröffentlichen: die drei Wege.

16. Wie funktioniert die Abrechnung bei Amazon?

Antwort von Grigori:

Automatisch.

Amazon schickt Dir alles ohne Probleme auf Dein Konto.

Meine Einordnung

Automatisch ja, sofort nein. Amazon zahlt die Tantiemen laut eigener Hilfe etwa 60 Tage nach Ende des Monats aus, in dem der Verkauf gemeldet wurde (KDP-Hilfe zur Auszahlung). Bei mir kommt das Geld deshalb erst zwei bis drei Monate später.

Wenn Du bei Amazon bezahlte Werbung für Dein Buch schaltest, siehst Du also lange nicht, ob sie sich rechnet.

Und vergiss die Steuern nicht. Deine Einnahmen gehören in die Steuererklärung. Was in Deutschland und Österreich gilt, habe ich in E-Book veröffentlichen: Steuern und Gewerbe zusammengefasst.

17. Was sind typische Fehler, die im Amazon-Kindle-Business gemacht werden?

Antwort von Grigori:

Ich sage Dir nicht nur einen, ich sage Dir drei.

Nummer 1: Der erste Fehler ist, dass die Leute Bücher nach Bauchgefühl veröffentlichen und nicht nach der Nischenanalyse.

Wenn ich ein Goldfisch-Fan bin, dann finde ich ein Buch über Goldfische richtig toll, aber nur ich finde es toll, verstehst Du?

Von daher nicht nach Bauchgefühl gehen, sondern nach der Nischenanalyse.

Nummer 2: Der zweite große Fehler ist, dass die Leute das Cover selber machen.

Das Cover ist so wichtig, es ist wirklich das Wichtigste.

Nehmt die zehn Euro in die Hand und lasst euch ein richtig geiles Cover machen.

Nummer 3: Und der dritte Fehler sind die falschen oder fehlenden Keywords.

Auf Amazon wird man über die Keywords im Titel gerankt und zugeordnet.

Das erkläre ich übrigens sehr, sehr genau in meinem Training.

Die Keywords sind ja die Schlüsselwörter, nach denen gesucht wird.

Das heißt, in den Titeln müssen natürlich Keywords drinstehen. Und das verstehen viele Anfänger auch nicht. Aber letztendlich ist es eigentlich gar nicht so schwer.

Meine Einordnung

Nischenprüfung, gutes Cover und passende Suchbegriffe, das sind tatsächlich wichtige Punkte. Wo Du Titel, Untertitel, Kategorien und Schlagwörter bei KDP einträgst, zeige ich Dir in Metadaten richtig anlegen. Und ob Du Dein Cover selbst machst oder machen lässt, erfährst Du in E-Book-Cover erstellen.

18. Hast Du eine Seite oder ein Training, wo Interessierte noch mehr Infos zum Amazon-Kindle-Business von Dir bekommen?

Antwort von Grigori:

Klar. 🙂

Du weißt ja auch, dass ich Coachings anbiete, und jetzt, ohne anzugeben, bin ich eigentlich der erfolgreichste Amazon-Kindle-Coach in Deutschland.

Nicht, weil ich mich so geil finde, sondern weil meine Schüler richtig geile Ergebnisse haben.

Der Dennis ist schon seit zwei Monaten in Australien auf Weltreise unterwegs, und bis jetzt hängt er noch in Australien rum. Und das finanziert er sich von seinem Amazon-Kindle-Business, das ich ihm geholfen habe aufzubauen.

Wenn Du auf YouTube gehst, kannst Du Erfolgsberichte von meinen Schülern sehen. Also das ist alles schwarz auf weiß.

Ich habe ein kostenfreies Trainingsseminar entwickelt, das ich regelmäßig halte und in dem ich Anfängern zeige, wie der Verkauf von E-Books auf Amazon funktioniert und wie sie damit Geld verdienen könnten.

Ich zeige im Training, wie man Nischen und gute Ghostwriter findet, wie man das Buch hochlädt, also wirklich alles von A bis Z im Detail erklärt.

Und dann können die Leute ja immer noch entscheiden, ob sie mitmachen und sich selbst so ein Business aufbauen wollen.

Vielen Dank für das tolle Interview, Grigori, wir bleiben in Kontakt! 🙂

Meine Einordnung

Wie oben geschrieben, empfehle ich Grigoris Coaching und Produkte nach den Rückmeldungen meiner Leser nicht. Deshalb verlinke ich sie hier auch nicht.

Du willst es besser machen als im Interview beschrieben, mit einem eigenen Thema und mehr als einem Standbein? Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:

Mein Fazit heute: Lohnt es sich, E-Books bei Amazon zu verkaufen?

Ja, Amazon ist für E-Book-Autoren ein großartiger Vertriebsweg. Ich verkaufe dort selbst, zum Beispiel mein Buch „Wie Du in den nächsten 30 Tagen Deinen ersten Euro im Internet verdienst“ und meinen E-BOOKINATOR.

Aber das Bild vom passiven Einkommen mit eingekauften 100-Euro-Büchern stimmt so nicht. Was aus meiner Sicht heute zählt:

  • Ein echtes Thema: Am besten eines, in dem Du Dich auskennst und mit dem Du ein konkretes Problem löst.
  • Ehrliche Kosten: Wer schreiben lässt, rechnet mit Hunderten bis Tausenden Euro, nicht mit 50.
  • Eigene Inhalte: Keine kopierten Texte, Rezepte oder Bilder.
  • Mehr als ein Standbein: Amazon für die Reichweite, die eigene Webseite für Unabhängigkeit, Marge und den Kontakt zu Deinen Lesern.
  • Ein klares Ziel: Willst Du mit dem Buch Geld verdienen oder neue Leser für Dein eigenes Angebot gewinnen? Danach richten sich Preis und Gratis-Aktionen.
  • Geduld: Die Tantiemen kommen erst Monate später, und auch ein gutes Buch braucht Vermarktung.

Wenn Du Dein E-Book selbst schreiben willst, zeige ich Dir in E-Book schreiben, wie Du Schritt für Schritt vorgehst.

Hast Du Fragen zum Verkaufen bei Amazon, oder ist Dir aus dem Interview etwas unklar? Nutze gerne die Kommentarfunktion. Ich freue mich, von Dir zu hören!

Häufige Fragen

Lohnt es sich, E-Books bei Amazon zu verkaufen?

Ja, wenn Du ein Thema hast, in dem Du Dich auskennst, und das Buch auch vermarktest. Amazon bringt Dir Reichweite, die Du allein erst aufbauen müsstest. Mit passivem Einkommen ohne Aufwand solltest Du aber nicht rechnen. Für mich lohnt es sich vor allem, weil meine E-Books mir neue Leser für meine Webseite bringen.

Wie viel verdient man mit einem E-Book bei Amazon?

Einen verlässlichen Durchschnitt gibt es nicht. Viele E-Books verkaufen sich kaum, wenige sehr gut. Meine fünf E-Books brachten mir vom 1. Januar bis 13. Oktober 2026 rund 328 Euro. Pro Verkauf auf amazon.de bleiben Dir bei 2,99 Euro rund 1,87 Euro, bei 0,99 Euro rund 32 Cent, jeweils für eine Datei von 1 MB.

Wie viel Prozent bekommt man bei Amazon KDP?

Entweder 35 oder 70 Prozent vom Preis ohne Umsatzsteuer. Die 70 Prozent gibt es auf amazon.de für Preise von 2,69 bis 12,99 Euro, abzüglich Lieferkosten von 12 Cent pro MB. Stand: Oktober 2026.

Darf ich mein E-Book bei Amazon und auf meiner eigenen Webseite verkaufen?

Ja, solange es nicht in KDP Select angemeldet ist. Mit KDP Select muss die digitale Fassung für jeweils 90 Tage exklusiv bei Amazon bleiben, auch die eigene Webseite ist dann tabu. Das Taschenbuch darfst Du trotzdem überall verkaufen.

Brauche ich eine ISBN, um ein E-Book bei Amazon zu verkaufen?

Nein. Ein E-Book bekommt bei Amazon KDP eine eigene Amazon-Kennung, die ASIN. Für ein Taschenbuch kann Dir KDP kostenlos eine ISBN zuteilen.

Wann zahlt Amazon die Tantiemen aus?

Etwa 60 Tage nach Ende des Monats, in dem der Verkauf gemeldet wurde. Bei mir kommt das Geld deshalb erst zwei bis drei Monate nach dem Verkauf auf dem Konto an.

Was ist Kindle Unlimited?

Kindle Unlimited ist Amazons Leseflatrate. Ist Dein E-Book in KDP Select angemeldet, können Abonnenten es ausleihen, und Du bekommst dafür einen Anteil am KDP-Select-Fonds.

Darf ich ein E-Book mit KI schreiben und bei Amazon verkaufen?

Amazon bittet Dich beim Hochladen anzugeben, ob Text, Bilder oder Übersetzung von einer KI erstellt wurden. Nutzt Du KI nur zum Überarbeiten oder für Ideen, musst Du das nicht angeben. Für die Rechte am Inhalt bist in jedem Fall Du verantwortlich.