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Online-Kurs erstellen mit der Software Spreadmind – Interview mit Mario Schneider

Wie Du mit der Software Spreadmind Deinen Online-Kurs oder Dein E-Book erstellst und automatisiert verkaufst (Interview mit Mario Schneider)

Online-Kurse erstellen Software

Wenn es darum geht, einen Online-Kurs zu erstellen oder ein E-Book zu schreiben, gibt es eine Sache, die sehr vielen Kopfzerbrechen bereitet: die Technik!

Wie schafft man es also, sein Meisterwerk online zu bekommen, vor unbefugten Zugriff zu schützen und dennoch gegen Gebühr völlig automatisiert rund um die Uhr an seine Kunden auszuliefern?

Es gibt zwar genug Tools, die einem das ermöglichen, diese allerdings alle unter einen Hut zu bringen und so zu verknüpfen, das alles reibungslos funktioniert, kann eine echte Challenge sein.

Die gute Nachricht ist: Es gibt eine webbasierte Software, die die komplette Technik und somit alle notwendigen Funktionen zum Aufbau eines digitalen Infoprodukt-Business bereitstellt.

Wenn Du also auf der Suche nach einer ausgereiften All-in-One Lösung bist, die Dir Geld, Zeit und Nerven spart und die Du in der Grundversion sogar kostenfrei nutzen kannst, bist Du auf dieser Seite goldrichtig.

Der Unternehmer Mario Schneider hat mit seiner Plattform "Spreadmind" eine Software für alle (angehenden) Infopreneure geschaffen, die sich beim Verkauf ihrer Online-Kurse und E-Books nie wieder um den ganzen "Technikkram" kümmern wollen.

Ich habe Mario vors Mikro gebeten und ihn richtig ausgequetscht, was Spreadmind - auch im Vergleich zu anderen Lösungen - alles kann, worin der größte Vorteil liegt und wie Du damit schnell und einfach Dein eigenes "Experten-Business" starten kannst.

Wir haben das Interview über Skype geführt und auf Video aufgezeichnet.

Klicke einfach auf Play oder scrolle etwas nach unten, wenn du dir das Interview lieber in der Textversion durchlesen möchtest. 🙂

Fragen zum Interview bitte im Kommentarbereich stellen.

Hier kannst Du kostenfrei Dein erstes Spreadmind-Projekt* starten.

Von mir gestellte Fragen

1. Stell Dich bitte mal kurz vor Mario. Wer bist Du, was machst Du und womit verdienst Du Deine Brötchen?

Antwort von Mario:

Also ich habe mich schon vor zehn Jahren selbstständig gemacht, da war ich noch achtzehn. Damals mit einem typischen Internet Marketing Projekt und zwar mit einem eigenen E-Book zum Thema Babyschlaf.

Das war eine lustige Nische, aber eine sehr gute, weil es dazu damals mit einem digitalen Infoprodukt überhaupt keinen Wettbewerb gab. Auch das Thema war natürlich interessant, weil wenn das Kind schon seit ein paar Wochen nicht mehr schlafen will, dann ist der Schmerz groß und die Eltern wollen natürlich eine Lösung dafür.

Und an dem Projekt hatte ich mir eigentlich so alles beigebracht, damals vor zehn Jahren, und das hat dann ein bisschen so die Kreise gemacht in der Internet Marketing Szene. Da sind dann auch viele Online-Marketer auf mich zugekommen, weil das natürlich interessant war, weil das so ein Achtzehnjähriger neben der Schule gemacht hat.

​Und es ging dann nicht mehr so lange, bis ich dann auch Kurse angeboten habe zum Thema "Online-Business aufbauen". 2009 habe ich dann einen Abokurs heraus gebracht und über die Jahre waren schon einige tausend Teilnehmer in den Schulungen rund ums Thema Online Business aufbauen und Online Marketing.

​Als sich mein Schwerpunkt dann verlagert hat, habe ich 2014 die Spreadmind GmbH gegründet. Das ist eigentlich ein reines Softwareunternehmen, weil ich gemerkt habe, den fällt es schwer, die Technik für das Online Business umzusetzen.

Und man braucht einfach so fünf, sechs, sieben oder acht Anbieter, um das manuell umzusetzen. Ein Tool fürs E-Mail-Marketing, eines für die Zahlungsabwicklung, eines für die Mitgliederbereiche, eine Plattform für die Webseite und so weiter und die muss man irgendwie alle einrichten und da sind schon einige am Verzweifeln.

​Bei Spreadmind* haben wir halt den Ansatz, dass alle diese Tools schon fertig integriert sind. Alles passiert aus einem System heraus, also eine echte All-in-One Lösung. Dort sind im Prinzip alle technischen Bestandteile, die man so für ein Online Business braucht, fix und  fertig eingerichtet und zwar vom Start weg.

2. Um noch einmal auf das E-Book zu sprechen zu kommen: Hast Du das selbst geschrieben oder hattest Du da Unterstützung? Weil zum Thema „Baby durchschlafen“ zieht man sich das Wissen ja nicht irgendwo einfach aus den Fingern oder?

Antwort von Mario:

Zum einen habe ich mir wahnsinnige viele Bücher besorgt, ich hatte also schon den Ansatz, das selber zu schreiben. Aber irgendwann mal kam dann meine Mutter ins Zimmer rein und hat sich gewundert, was da eigentlich grad los ist und dann habe ich natürlich auch von ihr Unterstützung gekriegt und konnte sie auch viel fragen.

Es war dann letztendlich sogar so, dass meine Mutter als offizielle Autorin für das E-Book gegolten hat, weil sie als dreifache Mutter natürlich eine andere Reputation hat als ich.

Für mich war das erstmal eigentlich als Experiment gedacht, um Taschengeld zu verdienen. Aber da mein E-Book-Business so gut geklappt hat, habe ich das E-Book dann auch nochmal von Experten überarbeiten lassen.

Also es ist natürlich sehr wichtig und darauf kommt es auch für nachhaltigen Erfolg an, dass der Nutzen des E-Books oder generell eines digitalen Infoproduktes sehr hoch ist. 

3. Was hast Du in Spitzenzeiten so verdient mit dem E-Book?

Antwort von Mario:

Unter dem Suchbegriff "babyschlaf" findet man heute noch die Verkaufsseite und zu Spitzenzeiten waren das ungefähr Eintausend Euro Umsatz im Monat und das mit einem einfachen E-Book. Das war vor allen Dingen sehr konstant und für mein Alter damals war das natürlich super! 🙂

4. Coole Sache Mario! Sag mal, was würdest Du jemandem empfehlen, der heute ein eigenes E-Book schreiben oder ins E-Book-Business einsteigen möchte?

Antwort von Mario:

Ich hatte bei meiner Vorgehensweise wahnsinniges Glück. Ich hatte zufälligerweise eine Nische gefunden, wo es recht einfach und schnell funktioniert hat. Normalerweise scheitern bei der Nischenwahl aus meiner Sicht neunzig Prozent.

Ich würde daher eher empfehlen, sich ein Thema zu suchen und sich auf ein Thema zu spezialisieren, für das man sich wirklich interessiert. Und dann aber erstmal mit Bloggen anzufangen, Contentmarketing zu betreiben und vielleicht ein kleines, dreiseitiges E-Book für den Eintrag in den Newsletter herauszugeben.

Sprich, sich über Contentmarketing erstmal langfristig Besucherströme aufzubauen und die in den E-Mail-Verteiler zu holen, um die Zielgruppe und deren echte Bedürfnisse besser kennen zu lernen.

Also festzustellen, wie konkret die Nachfrage aussieht, zum Beispiel über eine Umfrage und dann ein E-Book zu schreiben oder einen Online-Kurs zu erstellen, der die echten Bedürfnisse der Zielgruppe wiederspiegelt und nicht das, was man selbst denkt oder annimmt.

Dann hat man auch einen riesen Vorteil. Zum einen passt das Produkt zum Bedarf - das ist ja die wichtigste Grundlage - und zum anderen hat man ja dann auch gleich schon eine gewisse Leserschaft in seinem Newsletter, die man für den Launch des Produktes anschreiben kann.

5. Gut, dann nochmal zur Spreadmind zurück. Wie bist Du da auf den Namen gekommen? Lange Brainstormingsessions?

Antwort von Mario:

Brainstorming. Ich kann mich noch gut an die Brainstorminsessions erinnern.

Das war so ein verästeltes System auf mehreren Seiten.  Es gab zig Ideen und die finale Wahl des Namens hatte dann auch viel damit zu tun, was für eine Vision ich hatte und was mein Unternehmen überhaupt machte und was für einen Nutzen es bietet.

Und dann natürlich auch die Frage, was ein guter Markennahme eigentlich ist und was noch frei war. Und die Domain musste ja irgendwie auch frei sein, wenn ich sie mir nicht ersteigern möchte. Also das war wirklich ein zwei bis drei Monate Prozess bis der Name fix war.

6. Ist Spreadmind rein fokussiert auf die Zur­ver­fü­gung­stel­lung der ganzen Technik, des Zahlungsanbieters, des E-Mail-Marketings und so weiter? Oder bietet ihr Euren Kunden auch Support bei der Vermarktung der digitalen Produkte?

Antwort von Mario:

Also der Schwerpunkt von Spreadmind liegt schon auf der Software oder auf der Technik und auf unserem Support, damit unsere Kunden die Technik auch richtig zu nutzen.

Wir haben aber auch zwei zusätzliche Serviceangebote.

Das eine ist das Spreadmind-Class. Das ist ein halbjähriges Begleittraining über ein halbes Jahr mit wöchentliche Lektionen, so ungefähr eine Dreiviertelstunde bis Stunde mit konkreten Handlungsanweisungen und mit drei Feedbackrunden von mir.

Also das ist wirklich eine persönliche Betreuung mit Coachinganteilen und da geht es angefangen von der Visionsbildung, warum will ich überhaupt das machen, bis hin zur richtigen Positionierung.

Dann sehen wir uns auch an, wie die Produktpalette aussehen soll und wie man die Produkte im jeweiligen Bereich, in dem der Kunde tätig sein möchte, richtig vermarktet. Es ist also ein ganzheitliches Problem von Anfang bis zum Ende, wie man sich ein Online Business mit digitalen Produkten aufbaut.

7. Wer ist die Hauptzielgruppe von Spreadmind?

Antwort von Mario:

Die Zielgruppe sind mittlerweile weniger die Leute die sagen: „Ich möchte mir jetzt von Null weg ein Online-Business aufbauen und weiß noch gar nicht zu welchem Thema.“  Sondern wir haben mittlerweile schon verstärkt Leute, die eine bestehende Expertise haben und zwar zum Teil aus dem Offlinebereich, wie Berater, Trainer und Coaches.

Also Leute, die wirklich ein Standing haben in ihrem Thema und jetzt ihr Experten-Business digitalisieren möchten.

Es könnte zwar auch jemand ein Online-Business aufbauen, der praktisch keine Expertise zu irgendeinem Thema hat, wir merken aber, wie schwierig das wirklich ist. Denn Du musst ja auch ein sehr gutes Produkt anbieten und tollen Content produzieren können, um qualifizierte Besucher zu gewinnen. Daher sehe ich eine gewisse Leidenschaft dafür als Voraussetzung.

Ohne Leidenschaft ein Thema zu wählen, so wie ich damals mit meinem E-Book, würde ich Keinem mehr raten. Mit viel Glück kann das funktionieren, aber es ist sehr wichtig, dass man eine Kompetenz hat in dem Bereich, in dem man digitale Produkte wie Online-Kurse und E-Books anbieten möchte. Vor allem, weil so ein Business aufzubauen ja immer ein langfristiger Weg ist und wenn man da kein Interesse und gewisses Know-how hat, dann wird es sehr schwierig, immer wieder Content und Produkte zu entwickeln.

8. Spreadmind hat ja nicht immer so geheißen. Es gab hier immer wieder gewisse Entwicklungsschritte oder auch Richtungswechsel. Kannst Du uns dazu etwas sagen?

Antwort von Mario:

Das ist ja immer so ein bisschen die Wunschvorstellung, dass man genau weiß, wo man in zehn Jahren steht.

Angefangen hat das immer über Umwege oder daran, sich zu hinterfragen. Ich glaube, das macht auch jeder Unternehmer mal, man hinterfragt sich selber und seine Positionierung, ob man überhaupt in der richtigen Zielgruppe ist.

Gestartet ist das Projekt 2012, da hatte ich eine Plattform namens AFOMA herausgebracht. Das war die Akademie für Onlinemarketing, rein mit Schulungen zum Thema Onlinemarketing.

Das hat aber nie so richtig abgehoben. Da waren wir schon bei so einem ersten Punkt, wo man merkt, es funktioniert irgendwas nicht. Und das Problem an der Stelle war, dass die richtig guten Experten dort kaum etwas veröffentlichen wollten und die Frage war, warum nicht?

Und ich merkte, dass die ihre eigene Spielwiese wollten.

Die brauchen ihre eigenen Webseiten, ihr eigenes Branding mit wichtigen Trackingfunktionen, um die richtigen Kennzahlen zu haben. AFOMA war für sie höchstens für einen Backlink und etwas Traffic interessant, aber nicht um dort ihre kompletten Online-Projekte aufzubauen.

Ich hatte in diese Plattform wahnsinnig viel Geld investiert und es war dann klar, ich muss den Switch machen. Weg von einer Plattform für alle hin zu einer Plattform für jeden Einzelnen!

Also dass jeder seine eigene Businessplattform nutzen kann und das ist jetzt die Spreadmind Software. Man bekommt auf Spreadmind wirklich alle notwendigen Funktionen, die man zum Erstellen und Verkaufen von E-Books und Online-Kursen braucht.

9. Ist es auch möglich für Deine Spreadmind Kunden, sich untereinander in einer geschlossenen Community auszutauschen?

Antwort von Mario:

Ja, also wir sind jetzt bei knapp tausend Spreadmind-Autoren. So nennen wir die, die eine eigene Spreadmind-Webseite* nutzen.

Viele davon sind natürlich in der kostenfreien Variante, aber für alle haben wir eine Facebookgruppe. Da sind jetzt knapp fünfhundert von den Autoren drinnen, die sich da täglich austauschen. Und das Tolle ist, da ist von der  Hundetrainerin bis zur Yogalehrerin alles mit dabei und obwohl es so viele verschiedene Themen gibt, habe alle die Gemeinsamkeit, sich ein erfolgreiches Online-Business aufbauen zu wollen.

Dort können die sich die Autoren dann sehr gut über Strategien austauschen, was bei wem besser funktioniert und was nicht. Es kann sein, dass jemand die Frage stellt, warum es nicht funktioniert, einen großen organischen Besucherstrom in zahlende Kunden umzuwandeln. Die anderen geben dann ihr Feedback und teilen ihre Erfahrungen und das ist dann natürlich schon sehr wertvoll.

10. So eine Software wie Spreadmind kostet natürlich auch Geld. Wie viel Budget darf man ansetzen, wenn man so etwas aufziehen möchte, hast Du eine Hausnummer?

Antwort von Mario:

Also bei AFOMA damals war die Plattform basierend auf Drupal, das ist so eine Technologie ähnlich wie WordPress nur mit anderem Schwerpunkt.

Dazu hatte ich eine Agentur in Stuttgart engagiert und die Entwicklung hat über zwei Jahre und mich gut hunderttausend Euro gekostet.

Danach ging es dann weiter mit der Webseite für jeden, also mit dem Spreadmind-Gedanken. Das war ein komplett anderes System, also technologisch basiert das jetzt auf WordPress. Und das ging auch nur in Kooperation mit einem Serveranbieter.

Um so etwas zu realisieren, brauchst Du einen Programmierer. Letztendlich läuft es eigentlich auf ein Monatsgehalt eines Programmiers hinaus, was die Kosten angeht und da bist Du schnell bei 3.000 €  bis 4.000 € netto im Monat.

Ich kann nur sagen, dass Software sehr teuer ist und auch in der Vermarktung wesentlich schwieriger, als ein digitales Informationsprodukt.  Und ich kann es wirklich nur dann empfehlen, wenn man zum Beispiel aus dem Verkauf digitaler Produkte schon etwas angespart oder entsprechende monatliche Einnahmen hat, um so ein Projekt finanzieren zu können.

11. Ist Spreadmind Deine einzige Einnahmequelle oder hast Du auch andere Projekte, zum Beispiel Online-Kurse in anderen Nischen?

Antwort von Mario:

Also der Fokus ist zu achtzig Prozent auf Spreadmind und das ist auch sehr, sehr wichtig. Denn gerade, wenn so eine Software plötzlich komplexer wird und wir auch wachsen wollen, muss der Fokus ganz klar darauf sein.

Wir haben aber dann noch zwei, drei Joint Venture Deals mit Spreadmind-Autoren, an deren Projekten wir beteiligt sind. Wir unterstützen sie dann zum Beispiel beim Webdesign, bei deren Werbetexten oder den richtigen Marketingstrategie.

12. Spreadmind gibt es ja in der Grundversion kostenfrei. Sind das eingeschränkte Funktionen oder was ist der Unterschied zu der kostenpflichtigen Variante?

Antwort von Mario:

Bei der kostenfreien Freeversion von Spreadmind* ist so, dass man schon die komplette Webseite bekommt und im Grunde genommen auch die meisten der Funktionen sofort nutzen kann.

Damit kann man also direkt das erste digitale Produkt anbieten (Online-Kurs, E-Book, Audio-Kurs,...), Leads generieren und erste Einnahmen generieren. Man bekommt also bereits mit der kostenfreien Version, eine eigene Webseite, kann E-Mail-Marketing betreiben, die Zahlungsabwicklung und Rechnungsstellung nutzen, einen Lead-Magneten hinterlegen, drei Unterseiten erstellen, die Blog-Funktion nutzen und Landingpages erstellen.

Ausgehend von der kostenfreien Spreadmind-Variante, kann man über Module jederzeit flexibel nur das hinzunehmen, was man wirklich braucht und nutzen möchte.

Unser Fokus liegt ganz klar auf der All-in-one-Strategie, sodass man die Technik wirklich mit einem Aufwisch bei uns abhaken kann und schnell ins Umsetzen kommen. Das heißt aber natürlich auch, dass wir jetzt in unserem E-Mail-Marketing Tool nicht so viele Möglichkeiten hat, wie etwa Klick-Tipp, die sich darauf spezialisiert haben.

Unsere Spreadmind Software hat aber den Vorteil, dass unser E-Mail-Marketing-System schon fix und fertig in die Webseite eines Autors integriert ist. Sobald die Seite online geht, hat der Autor die Opt-in Formulare an den richtigen Stellen auf dem Blog, auf der Startseite, in der Sidbar und so weiter. Das heißt, man spart mit Spreadmind bestimmt drei bis sechs Monate, die man sonst bräuchte, alle notwendigen Tools manuell einzubinden und vor allem richtig abzustimmen.

Bei unserem E-Mail-Marketing Tool haben nicht nicht das sogenannte Tagging, aber wir arbeiten mit Segmenten. Das heißt, jemanden, der in einem Newsletter auf einen bestimmten Link klickt, bekommt ein entsprechendes Segmenthäckchen, also schon ähnlich dem Tagging.

Das macht den kompletten Einrichtungsprozess gerade für die, die es einfach und schnell haben wollen, wesentlich simpler und hilft Zeit für andere Dinge freizuschaufeln.

13. Wie viel Autoren sind aktuell mit einer eigenen Spreadmind Webseite online?

Antwort von Mario:

Das ist schon ein bisschen auch die typische 80-20 Regel, aber ich könnte jetzt ganz sicher sagen, dass 200 Seiten auf jeden Fall online sind und auch richtig damit gearbeitet wird.

14. Wie muss ich mir die Nutzung der Software vorstellen? Logge ich mich da in einen Mitgliederbereich ein und habe dann die komplette Spreadmind-Oberfläche vor mir?

Antwort von Mario:

Genau, also auf spreadmind.de* kann man die Free-Webseite kostenfrei anlegen.

Da gibt man einfach einen Wunschname ein und das wird dann die Subdomain, zum Beispiel christian.spreadmind.de und dann ist die Seite direkt fertiggestellt.

Die Seite hat dann bereits einen Expertenbereich mit Beispieltexten und man kann sowohl Inhalte, wie auch die Webseitenstruktur und das Design ganz einfach per Drag-and-Drop anpassen und ändern.

Man muss also nicht immer zwischen Desktop und Webseite wechseln, sondern kann alles auch völlig ohne Programmierkenntnisse an seine eigenen Vorstellungen anpassen und aufbauen.

Und in der Desktop-Ansicht der Webseite hat man dann Zugriff auf die ganzen Module. Also zum Beispiel gibt es einen Reiter für E-Mail-Marketing, um darüber Newsletter anzulegen, die Abonnenten zu verwalten und automatisierte Newsletter aufzusetzen.

Ein weiterer Reiter ist für die Verwaltung des eigenen Partnerprogramms zuständig und über den nächsten Reiter kann ein eigener Podcast eingerichtet werden. So ist alles einfach, übersichtlich und zentral steuerbar.

​​​​15. Ich habe gelesen, dass ihr 60.000 Autoren bis 2030 auf Spreadmind haben wollt. Wie ist es zu dieser Vision gekommen und wie wollt ihr das schaffen?

Antwort von Mario:

Unser Schwerpunkt sind die Leute, die eben mit ihrem Wissen auch wirklich in der Lage sind, das Leben anderer zu verbessern.

Das ist so unser warum wir das alles machen und 60.000 ist natürlich schon ordentlich, aber ich habe gelernt mir Ziele zu setzen, wo man selber ein bisschen Gänsehaut bekommt, wenn man darüber nachdenkt, weil sonst sind sie emotional nicht getriggert. 🙂

Um das zu schaffen, war es ganz wichtig, dass wir das kostenfreie Paket herausgebracht haben,sodass man Spreadmind auch ohne Risiko testen kann.

Beim eigenen Marketing sind wir derzeit noch völlig unterrepräsentiert am Markt.

Der Plan ist, dass wir uns über sehr, sehr gute Blogartikel zum Thema "Online-Business aufbauen", "Online-Kurs Anbieter", "Online-Kurse erstellen" und so weiter, zu den wichtigsten Begriffen in der Branche gut positionieren und da habe ich auch noch was vor, was jetzt noch nicht ganz Spruchreif ist.

Und zwar möchte ich einzelne Module, die es nur kostenpflichtig gibt, jemandem gratis anbieten, wenn er fünf oder vielleicht auch fünf bis zehn neue User für Spreadmind wirbt. Also eine gewisse Viralität rein bringen.

Die Strategie dahinter kommt aus dem Silicon Valley. Dropbox hat das zum Beispiel gemacht, man kennt das ja. Du hast am Anfang zwei Gigabyte Speicher frei und dann sagen sie: „Werbe zwei weitere neue Leute für Dropbox und dann kriegst du drei weitere Gigabytes dazu.“

Das ist im Prinzip genau der Ansatz und da muss man natürlich auch wieder testen, was für Anreize man schaffen kann, damit das wirklich funktioniert. Und ein drittes Standbein werden noch Agenturen sein. Also wenn ein Berater zu einer Werbeagentur geht und sagt, ich will eine eigene Online-Akademie haben, sodass der als Partner von uns das auch anbieten kann.

16. Wie sieht aktuell euer Marketing aus? Ist da der Fokus auf den Affiliates, gebt ihr auch Geld für Anzeigen aus oder macht ihr viel Contentmarketing?

Antwort von Mario:

Eigentlich genau die drei Dinge, die Du angesprochen hast.

Wir sind gerade ganz fleißig dran, Content zu produzieren, hier haben wir noch viel zu wenig. Wenn man alles in die Software steckt, dann bleibt das Marketing eben noch ein bisschen hängen.

Dann wollen wir noch die Affiliates viel intensiver betreuen, sodass auch sie die neuen Contentteile nutzten können, um für Spreadmind Werbung zu machen. Und wir gehen auch noch einen Vertrag mit einer Werbeagentur aus Berlin ein, die dann bezahlte Anzeigen für uns schaltet, da wir hierfür nicht die Experten sind.

17. Was ist noch so geplant? Wo geht die Reise hin mit Spreadmind?

Antwort von Mario:

Also im Moment ist die Software genau das, so wie ich sie seit vier Jahren gerne hätte. 🙂

Es gibt nämlich keinen vergleichbaren All-in-One Anbieter, der wirklich alle Tools für ein Online Business hat und der auch noch kostenfrei in der Einstiegsversion zur Verfügung steht und die Möglichkeit hat, einzelne Module je nach Bedürfnis hinzuzubuchen.

Jetzt kann man natürlich daran feilen. Also es gibt gewisse Module, wo man dann wieder verbessern kann, wo es dann auch Updates gibt zu den einzelnen Funktionen. Und das passiert dann Step by Step mit den Feedbacks der Spreadmind-User.

18. Wie ist das Verhältnis zwischen reinen E-Book Autoren und Anbietern kompletter Online-Kurse unter den Spreadmind-Nutzern?

Antwort von Mario:

Also ich würde bei uns sagen, dass Verhältnis ist so siebzig Prozent Online-Kurse und dreißig Prozent E-Books.

Komplette Online-Kurse waren wahnsinnig im Kommen in den den letzten ein, bis zwei Jahren und da haben wir von der Funktion auch wirklich schöne Sache dabei. Zum Beispiel kann man eine Hausaufgabe hochladen und dann die nächste Lektion erst freischalten, wenn man die Aufgaben kontrolliert hat oder das bestimmte Lektionen generell erst nach bestimmten Tagen freigeschaltet werden, um aus einem Kurs einen Abo-Kurs zu machen.

Da sind wir schon gut spezialisiert im Bereich "Online-Kurse erstellen".

Spreadmind nur mit E-Books zu nutzen, ist aber ebenfalls total einfach.

Man legt ein Produkt an und definiert, dass das E-Book als Download zur Verfügung stehen soll. Das sind ungefähr dreißig Prozent, die das auch nutzen. In zwei Minuten ist alles erledigt und man kann Bestellungen annehmen. Und wenn jetzt jemand sagt, ich habe mehrere E-Books und möchte diese automatisiert vertreiben, lässt sich das beispielsweise als "E-Book Akademie" ebenfalls sehr einfach umsetzen.

Vielen Dank für das tolle Interview Mario, wir bleiben in Kontakt! 🙂

Nutze gerne die Kommentarfunktion, wenn du noch Fragen zu Spreadmind hast oder Dir irgendetwas aus dem Interview noch unklar sein sollte.

Mario und ich freuen uns über Deinen Beitrag - vielen Dank!

Wie man mit Bloggen, Affiliate-Marketing und einem E-Book online seine Brötchen verdient

Wie man mit Bloggen, Affiliate-Marketing und einem E-Book online seine Brötchen verdient (Interview mit Peer Wandiger)

Geld mit E-Books

Im Home Office mit Leidenschaft und Selbstbestimmtheit an coolen Online-Projekten arbeiten und rein von seinen Internet-Einnahmen leben können (und das sehr gut).

Ein Wunsch, den auch Du vielleicht schon einige Zeit hast?

Für die allermeisten bleibt das dennoch ein Traum und die Gründe hierfür sind vielfältig.

Peer Wandiger

Der Profi-Blogger und Nischenseiten-Experte Peer Wandiger von selbstaendig-im-netz.de hat diesen Traum vor vielen Jahre wahr gemacht und lebt ausschließlich von seinen Online-Einnahmen.

Mit einem eigenen, gefragten E-Book hat er sich eine zusätzliche, lukrative Einkommensquelle erschlossen und ist auf den Geschmack für weitere E-Books gekommen.

Ich habe ihn zum Interview gebeten und gefragt, wie sein Alltag als erfolgreicher Online-Unternehmer aussieht, welche Einkommensquellen er hat, was er Neueinsteigern empfehlen würde, was seine größten Online-Erfolgsfaktoren sind und was wir in seinem E-Book erfahren können.

In folgender Übersicht kannst Du direkt zu einer Frage springen, die Dich besonders interessiert. Den größten Mehrwert hast Du allerdings, wenn Du Dir das komplette Interview durchliest (Lesedauer ca. 5 Minuten).

Von mir gestellte Fragen

1. Erzähl mal bitte kurz, wer Du bist, wo Du im Leben gerade stehst und womit Du Deine Brötchen verdienst?

Antwort von Peer:

Hallo Christian. Mein Name ist Peer und ich bin Vollzeit-Blogger und Affiliate. Ich betreibe mehrere Blogs und Webseiten und schreibe vor allem neue Artikel in meiner Arbeitszeit.

2. Was genau ist Dein Business-Modell und auf welche Art und Weise verdienen Deinen Online-Projekte Geld?

Antwort von Peer:

Ich habe schon immer gerne geschrieben.

Bereits während meines Studiums Mitte der 90er Jahre habe ich angefangen selber Webseiten zu erstellen und Artikel zu schreiben. Später habe ich einige Jahre in dieser Branche gearbeitet und mich dann als Webdesigner selbstständig gemacht. Da habe ich dann auch angefangen regelmäßig zu bloggen, da es mir einfach Spaß macht.

Nach und nach kamen weitere Blogs und Webseiten hinzu und heute lebe ich allein von meinen eigenen Projekten. Mein Business-Modell basiert darauf, dass ich spannende und nützliche Artikel für meine Leser schreibe. Auf meinen Websites verkaufe ich Werbung, baue Affiliate-Links ein und verkaufe auch ein eBook.

3. Mit den Erfahrungen, die Du heute hast, was würdest Du jemandem auf dem Weg geben, der sich heute im Internet selbstständig machen und sich ein Online-Business aufbauen möchte?

Antwort von Peer:

Vor allem 2 Tipps würde ich Neulingen geben.

Zum einen sollte man etwas machen, wofür man eine echte Leidenschaft hat. Nicht primär auf die finanziellen Möglichkeiten schauen (auch wenn das natürlich wichtig ist). Aber wenn man lange Zeit an einer Webseite oder einem Blog arbeitet, dann muss man mit Herzblut dabei sein, sonst wird das nichts.

Hier kommt dann auch der zweite Tipp zum Tragen. Durchhaltevermögen ist sehr wichtig. Auch im Internet wird man nicht über Nacht erfolgreich. Oft dauert es viele Monate oder gar Jahre, bis man die eigenen Ziele erreicht.

4. Bist Du unternehmerisch auch schon mal "gescheitert"? Hast Du also online Dinge probiert, die überhaupt nicht funktioniert haben oder Projekte gestartet, die Du in den Sand gesetzt hast?

Antwort von Peer:

Natürlich bin ich auch schon gescheitert.

So habe ich z.B. mal einen Blog über den Themenbereich Social Media gestartet.

Ich habe dann aber gemerkt, dass ich da nicht so mit Herzblut dabei bin und diesen wieder eingestampft. Und auch einige Affiliate-Webseiten sind nicht erfolgreich geworden.

Es gibt da keine Garantie.

Man kann nur etwas probieren und etwas daraus lernen. Meist lernt man durch gescheiterte Projekte mehr, als durch Erfolge.

5. Du bist sehr bekannt als Nischenseiten-Experte, also für Seiten, die rein mit Affiliate-Marketing Geld verdienen. Was macht Nischenseiten bzw. generell Affiliate-Marketing so interessant für Dich?

Antwort von Peer:

Nischenseiten haben den Vorteil, dass sie sehr klein sind.

20, 30 Artikel sind es oft nur und trotzdem kann man damit sehr gutes Geld verdienen.

Wenn ich das mit meinem Hauptblog vergleiche, wo es tausende Artikel gibt, ist das natürlich viel einfacher umzusetzen. Gerade Einsteigern empfehle ich deshalb lieber klein anzufangen, um Erfolgserlebnisse zu haben und viel zu lernen.

Affiliate Marketing ist eine sehr gute Einnahmequelle. Sie ist extrem vielfältig und man kann auch bei relativ kleinen Webseiten damit gutes Geld verdienen.

6. Trotz Deiner Leidenschaft für Blogs und Nischenseiten, hast Du ein eigenes E-Book geschrieben. Warum bist Du zusätzlich auch unter die Infopreneure gegangen und was ist das genau für ein E-Book?

Antwort von Peer:

Nicht "trotz", sondern wegen meiner Leidenschaft.

Wie schon erwähnt, schreibe ich sehr gern und da ist es naheliegend, auch mal ein eBook zu schreiben. Damit ich nicht bei 0 anfangen muss, habe ich mir ein Thema ausgesucht, über das ich in meinen Blogs auch schon viel geschrieben habe. Es geht um den Aufbau von Nischenseiten  und es heißt "Das Nischenaufbauebook - Schritt für Schritt zur Nischenwebsite*".

So ein eBook ist ein weiteres Standbein und es ist sehr gut angekommen. Deshalb wird es in Zukunft sicher weitere eBooks geben. 

7. Was bringt Dein E-Book monatlich im Schnitt an Umsatz und über welche Quellen kommen Deine Kunden?

Antwort von Peer:

Über konkrete Umsätze spreche ich nicht, aber es macht einen guten Anteil an meinen Gesamteinnahmen aus. Seit der Veröffentlichung des eBooks verkauft es sich sehr gut, auch wenn es während einer laufenden Nischenseiten-Challenge noch häufiger gekauft wird.

Die Kunden kommen vor allem von meinen eigenen Blogs, aber ich habe auch viele Affiliates, die das eBook bewerben.

8. ​Worin siehst Du den größten Unterschied zwischen einem reinen Affiliate-Business und einem Infoprodukt-Business (welche Vor- und Nachteile sieht Du bei beiden)?

Antwort von Peer:

Während man als Affiliate ganz normal eine Webseite betreibt, Artikel veröffentlicht, SEO macht und so weiter, ist das bei einem eBook anders.

Hier investiert man viel Zeit in die Erstellung und kann dann hoffentlich gutes Geld damit verdienen. Zudem braucht man bei einem Book viel Vertrauen und einen guten Ruf. Sonst sind nicht viele bereit Geld dafür auszugeben.

Affiliate Marketing kann man also auch als Einsteiger mit einer relativ kleinen Webseite betreiben. Eigene Infoprodukte erfordern Erfahrung, einen guten Ruf und eine große Reichweite.

9. ​Wie sieht Deiner derzeitiger Tagesablauf aus?

Antwort von Peer:

Das ist mal so und mal so.

Meist checke ich früh erstmal meine Mails und beantworte diese gegebenenfalls.

Dann plane ich meine Tagesausgaben, schreibe Artikel, arbeite an Webseiten, kümmere mich um technische Dinge usw. Zwischendurch geht es dann auch nochmal an die Mails und auf Facebook und Co.

Je nach aktuellem Anlass kümmere ich mich aber auch mal verstärkt um neue Projekte oder ähnliches. Ich versuche meinen Tagesablauf immer wieder zu ändern, damit es nicht zu langweilig wird. 

10. ​Was sind aus Deiner Sicht die echten Erfolgsfaktoren, um es als Selbstständiger im Internet dauerhaft "zu schaffen" (sehr viele bzw. die meisten scheitern ja)?

Antwort von Peer:

Eine Garantie gibt es leider nicht, auch wenn das manche versprechen.

Natürlich ist Know-How notwendig. Man muss gerade in der ersten Zeit viel lernen und macht viele Fehler. Das hilft aber dabei immer besser zu werden.

Man muss sich, wie zu Anfang schon erläutert, aber auch auf einen langen Weg einstellen. Die meisten scheitern nicht an Technik oder der Konkurrenz. Die meisten sind einfach nicht bereit über einen langen Zeitraum Arbeit und Zeit zu investieren. Es ist halt anders als bei einem Job. Im Internet geht man in Vorleistung. Man baut etwas auf, was dann erst später Früchte trägt.

Natürlich geht auch mal was schief oder eine Idee klappt nicht. Hier gilt es daraus zu lernen und noch mehr Gas zu geben. Das ist natürlich viel einfacher, wenn man wirklich liebt, was man tut.

Geld ist schön und wichtig, aber ich glaube nicht, dass ich seit 12 Jahre bloggen würde, wenn ich es nicht auch lieben würde.

11. ​Gibt es in Deinem Business aktuell Schwächen, die Du in Zukunft beheben möchtest (vielleicht etwas, was Du schon lange auf dem Radar hast und Dir bislang die Zeit zur Optimierung fehlt)?

Antwort von Peer:

Ich bin recht breit aufgestellt, mit diversen Blogs und vielen Webseiten. Das führt dazu, dass ich nicht alle Ideen und Pläne in die Tat umsetzen kann. Dazu fehlt mir einfach die Zeit.

Aber damit habe ich gelernt umzugehen. Deshalb nehme ich mir aus der langen Liste eine Sache heraus und arbeite (neben dem normalen Tagesgeschäft) daran.

So möchte ich mich in Zukunft auf den einen oder anderen kleineren Blog wieder etwas mehr konzentrieren, da ich dafür viele Ideen habe, die ich aber immer wieder vor mir hergeschoben habe.

12. ​Hast Du ein neues oder aktuelles Projekt, das Du gerne vorstellen möchtest und auf welchen Projekten liegt Dein Fokus in der Zukunft?

Antwort von Peer:

Ein relativ aktuelles Projekt ist abenteuer-brettspiele.de, wo ich über mein Hobby Brettspiele schreibe. Es ist eine Mischung aus Hobby-Blog und Experimentierfeld.

Vieles, was ich dort lerne, kann ich auch wieder auf andere Projekte übertragen und meine Erfahrungen nutzen.

Zudem möchte ich aus der einen oder anderen Nischenwebsite in Zukunft ein größeres Portal machen. Auch das ist etwas, wo ich wieder viel lernen kann.

Ich möchte meine Projekte nicht einfach verwalten. Ich brauche immer wieder neue Herausforderungen, denn das macht mir am meisten Spaß.

Nutze gerne die Kommentarfunktion, um Peer und mir Fragen zu stellen oder uns einfach ein nettes Feedback zu hinterlassen - vielen Dank! 🙂

E-Books bei Amazon verkaufen – Interview mit Grigori Kalinski

Wie Du mit dem Verkauf von E-Books auf Amazon ein wiederkehrendes Online-Einkommen aufbaust (Interview mit Grigori Kalinski)

E-Books auf Amazon verkaufen Erfahrungen

© Amazon.de

Praktisch jeder kennt Amazon, du auch?

Amazon hat ein großes Grundvertrauen.

Und Amazon hat eine riesige Reichweite.

Und Reichweite, sprich einen fortlaufenden Strom an Besuchern und Kunden, ist etwas, was man sich als "normaler" Webseitenbetreiber und E-Book Verkäufer erstmal (teils mühsam) aufbauen muss.

Da liegt der Gedanke doch nahe, dass man dieses Vertrauen in den größten Online-Händler und dessen enorme Reichweite nutzt, um dort auch seine eigenen E-Books zu verkaufen.

Amazon nennt das Kindle Direct Publishing und gibt E-Book Autoren wie dir und mir damit die Möglichkeit, unsere E-Books und Taschenbücher im Selbstverlag zu veröffentlichen und somit Millionen von Lesern kostenfrei zu erreichen.

Doch wie funktioniert das Ganze eigentlich in der Praxis?

Welche E-Books soll man dort einstellen, wie kommt man an diese E-Books, wie kann man sich von den Tausenden anderen E-Book Autoren abheben und ist es wirklich so einfach, damit Geld zu verdienen oder komplett davon leben zu können?

Fragen, die ich dem Amazon Kindle Experten Grigori Kalinski in einem aufschlussreichen Interview gestellt habe.

Grigori verdient seine Brötchen ausschließlich mit dem Verkauf von gefragten E-Books und Taschenbüchern auf Amazon und das sehr gut, wie er mir erzählt hat.

Wir haben das Interview über Skype geführt und (in mittelmäßiger Qualität ;-)) auf Video aufgezeichnet.

Klicke einfach auf Play oder scrolle etwas nach unten, wenn du dir das Interview lieber in der Textversion durchlesen möchtest. 🙂

Fragen zum Interview bitte im Kommentarbereich stellen.

Hier geht's zum Amazon Kindle Training von Grigori*, von dem er auch im Video erzählt.

Von mir gestellte Fragen

1. Stell Dich bitte mal kurz vor Grigori. Wer bist du, was machst du und ist das Amazon Kindle Business dein Hauptgeschäft?

Antwort von Grigori:

Angefangen mit dem Online-Marketing habe ich ungefähr vor 2 Jahren und mein Weg ins Online-Business war sehr, sehr unerwartet, weil ich zuerst den normalen Weg gegangen bin.

Also habe ich natürlich die Schule fertig gemacht und dann angefangen, Jura und BWL zu studieren. Keins von beiden habe ich zu Ende gemacht.

Kleine Hintergrundinfo, wie ich ins Online-Business reingerutscht bin.

Schon in der Schulzeit war ich sehr unternehmerisch tätig.

Da gab es mal diese Spielkarten, die ich verkauft und damit ein bisschen Geld verdient habe. Und das hat mir immer Spaß gemacht.

Und nach dem Abitur stellte sich bei mir die Frage, was jetzt?

Ich hatte überhaupt keine Ahnung was ich machen will, aber ich hatte Ahnung, was ich nicht machen will, nämlich arbeiten.

Weil irgendwie hat sich das für mich nicht spaßig angehört und dann habe ich mir gedacht okay, studiere ich halt - ist irgendwie entspannter als Arbeit.

Aber ich habe nicht gewusst, was ich studieren will, aber die russischen Eltern wussten natürlich ganz genau, was ich studieren soll. Und am besten an einer guten Uni. Und dann bin ich irgendwie mit meinem mittelmäßigen 2,2 Abi per Nachrückverfahren nach München gekommen, an die Ludwig Maximilian Universität.

Das war eine coole Uni, aber ich bin da schnell wieder raus geflogen. Die Uni war für mich in dieser Zeit einfach zweitrangig.

Dann bin ich wieder nach Nürnberg zu enttäuschten Eltern zurück gekommen und die haben gesagt: „Junge, wenn du nicht studieren willst, dann geh arbeiten“!

Und was kann man ohne einen Abschluss arbeiten?

Ich bin in eine Zeitarbeitsfirma gegangen und wurde eingestuft in eine Fabrik, in die Nachtschicht. Und das war ein harter Job!

Weil schau mal, du gehst arbeiten wenn deine Freunde feiern gehen, dann arbeitest du die ganze Nacht durch, wo alle anderen schlafen. Du gehst früh am Morgen nach Hause wenn die Kinder in die Schule gehen. Du pennst den ganzen Tag durch und wirst abgeschottet von Familie, von Freunden, von Bekannten.

Das ist wirklich hart und das war auch der "Umbruchsmoment" bei mir im Leben und das war auch die Zeit, wo mein damals geliebter und respektierter Mentor Alexander Schapiro gestorben ist.

Und das war halt wirklich ein Wegweiser für mich im Leben und ich kann mich daran erinnern, dass wir keine Mittagspause sondern eine Mitternachtspause  hatten.

Ich stand im Feld, habe so in die Sterne geguckt und hab mir gedacht: "Junge, was läuft eigentlich falsch mit deinem Leben?"

Du hast eine richtig gute Uni Möglichkeit verkackt, du hast deine Eltern enttäuscht, du bist in einem ausweglosen und asozialen Job, der überhaupt keine Perspektive hat!

Du musst was aus deinem Leben machen.

Und ich habe beschlossen, was zu machen, aber auch etwas in die akademische Richtung. Weil irgendwie habe ich nach dieser Erfahrung gedacht, Uni muss schon sein.

Und ich habe blöderweise Weise gedacht, ein BWL-Studium hat irgendwas mit Business zu tun. Falsch gedacht.

Dann bin ich wieder in die Uni gegangen, habe angefangen BWL zu studieren. Natürlich war das Blödsinn und hat nichts gebracht.

Danach habe ich angefangen mich für Immobilien zu interessieren und mich mit Aktien zu beschäftigen. Und überall hatte ich das Gefühl, zu spät zu sein.

Ich habe mir gedacht, was gibt es jetzt was es früher nicht gab? Und dann hat es bei mir Klick gemacht, das Internet.

2. Wie ist es dazu gekommen, dass du E-Books auf Amazon verkaufst?

Antwort von Grigori:

Angefangen habe ich mit Nischenseiten.

Dann habe ich mit Amazon FBA was gemacht und damit sehr viel Geld verloren.

Und über Amazon FBA bin ich zum Amazon Kindle Business gestoßen.

Und das Amazon Kindle Business ist aus meiner Sicht das einfachste Business, dass es gibt, denn was ist eine E-Book?

Ein E-Book ist ja eigentlich nichts anderes als ein Textdokument, eine Worddatei.

Und das Coole ist, die Texte für ein E-Book musst du nicht mal selber schreiben.

Denn im Internet gibt es Plattformen mit Textern und Ghostwritern, die für teilweise unter 100 Euro solche E-Books für dich schreiben.

Und dann musst du nur noch dieses E-Book nehmen, in deinen Amazon Account hochladen und das war's.

Ab dann läuft das Business automatisch weiter, denn du machst das ja über Amazon. Das heißt, du brauchst keine eigene Webseite und Du brauchst kein Marketing.

Und somit bekommt man irgendwann so sage ich mal, dieses passive Einkommen von dem alle träumen. 🙂

Und so bin ich halt in dieses Kindle-Business reingerutscht.

Innerhalb von zwei Monaten konnte ich mir ein passives Einkommen von zweieinhalb Tausend im Monat aufbauen.

Und das habe ich einfach skaliert, skaliert, skaliert und mittlerweile sind es fünf-, sechseinhalb Tausend Euro im Monat, die wirklich passiv von diesem Business zu Stande kommen.

Und ich mache nicht nur selbst dieses Business, sondern ich bringe auch anderen Leuten bei, wie man das Business aufbaut und habe Schüler, die auch in dem selben Bereich verdienen wie ich.

3. Was ist das für eine Art E-Book, die du auf Amazon verkaufst? Sind das typische Ratgeber ("Problemlöser") oder sind das auch mal Romane oder irgendwelche Geschichten?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich sind es verschiedene Bücher, aber meinen Schülern empfehle ich immer, mit Ratgebern zu starten.

Mit Ratgebern warum?

Erstens die sind einfacher zu schreiben und es ist einfacher für einen Ghostwriter einen Ratgeber zu schreiben, weil ein Ratgeber ja ein Sachtext ist.

Das heißt, der Leser erwartet, wenn er einen Sachtext kauft, keine "shakespeare-artigen" Texte, sondern er erwartet die Lösung seines Problems.

Er muss jetzt nicht irgendwie von der Story mitgerissen werden, sondern er muss einfach sein Problem lösen können.

Zum Beispiel: "Wie höre ich mit dem Rauchen auf?"

Oder: "Wie spreche ich Frauen an?"

Oder: "Wie kann ich abnehmen?"

Und außerdem sind die Ratgeber auch kürzer, von daher sind auch die Herstellungskosten geringer. Deshalb empfehle ich meinen Schülern, Ratgeber zu verkaufen und mache genau das auch selbst zu 99 Prozent.

4. Ich kann mir gut vorstellen, dass es auf Amazon jede Menge Wettbewerb gibt oder? Einfach das Buch hochzuladen und jetzt zu sagen, der Rubel rollt, wir vermutlich nicht funktionieren? Wie schaffst du es also, dich von der Konkurrenz abzuheben?

Antwort von Grigori:

Also da hast du Recht, wobei das ist auch eigentlich gar nicht so schwer.

Der größte Unterscheidungsfaktor zwischen deinem Buch und dem Buch der Konkurrenz, sollte dein Cover sein, dein Coverbild.

Denn das Coverbild ist das Wichtigste für deinen Verkauf, weil die Käufer bei Amazon emotional kaufen.

Weißt du, aufgrund des Preises kaufen die Menschen entweder emotional oder rational.

Bei richtig teuren Sachen, beim Auto, beim Haus,... da denkst du lange nach, bist rational und triffst dann deine Entscheidung.

Bei kleinen Dingen, wie einem Snickers oder einem E-Book auf Amazon für 2,99 €, da sind wir Menschen emotional in unserer Kaufentscheidung.

Und deshalb muss das Cover des E-Books eine Emotion vom Kunden auslösen. Und wenn diese Emotion positiv ist und passt, dann kaufen sie sich das Buch.

Das Coverbild ist das wichtigste am E-Book-Verkauf überhaupt.

Deshalb sage ich allen meinen Schülern, dass sie das Cover bitte nicht selbst machen sollen. Viele versuchen selber bei Photoshop was zu machen oder mit dem Amazon Covercreator.

Ich empfehle das einem Profi zu überlassen.

Geht am besten auf fiverr.com und lasst euch für fünf, zehn oder höchsten fünfzehn Euro ein Cover machen, das wirklich Welten davon entfernt ist, als wenn man es selber machen würde.

"Marketingtechnisch" nutze ich eigentlich nur die Möglichkeiten, die Amazon mir zur Verfügung stellt.

Nämlich die "Free-Promo". Dabei stellst du dein Buch für die ersten fünf Tage kostenlos bei Amazon ein. Das heißt, du bietest es kostenfrei zum Download an.

Viele Schüler sagen dann immer: „Ich will doch mit den Büchern Geld verdienen, wieso sollte ich sie kostenlos reinstellen“?

Und ich sage dann - schau mal: Amazon gibt dir die Möglichkeit, die Bücher fünf Tage lang kostenlos rein zu stellen und promotet dafür deine Bücher.

Das heißt, Amazon bewirbt deine Bücher und die Leute holen es sich dann natürlich für 0 Euro.

Dabei zählt für Amazon aber jeder Download wie ein Verkauf.

Das heißt, durch diese vielen Downloads am Tag kannst du hundert, zweihundert tausend Downloads bekommen und jeder Download wird von Amazon in dieser kostenlosen Zeit wie ein Verkauf gezählt.

Und dann steigst du natürlich sehr sehr stark im Ranking.

Das heißt, wenn du ein Buch raus bringst, nutzt Du diese Free-Promo und danach, wenn Du eine Gebühr dafür verlangst, kann dein Buch im Ranking schon ganz oben sein. Also viel mehr Marketing musst du auch nicht machen.

5. Und wie ist das mit der Qualität der E-Books? Du sagst ja, du schreibst es nicht selbst, sondern du holst dir da Leute und Autoren, die deine E-Books für dich schreiben. Welche Qualitätsansprüche hast du, wenn Du einen Ghostwriter engagierst und wie viel musst du hier investieren?

Antwort von Grigori:

Klar, natürlich hängt es von der Qualität des Ghostwriters ab.

Gut, wenn du Spaß am Schreiben hast, wenn du Meister der Feder bist, kannst du natürlich selber schreiben.

Aber dann ist halt die Gefahr, dass du so viel Zeit in Anspruch nehmen musst, dass du dir einen zweiten Nebenjob damit aufbaust und wir wollen ja ein passives Business und keinen aktiven Nebenjob.

Und deshalb empfehle ich immer, Ghostwriter zu holen.

Viele meiner Schüler denken, dass Ghostwriter extrem teuer oder eine sehr seltene Spezies sind, die es irgendwie nur in Amerika gibt und die Millionen kosten. Das stimmt nicht. 

Ein Ghostwriter ist einfach eine Person, die gegen Entgelt Texte schreibt. Das ist einfach eine Dienstleistung.

Und du kannst wirkliche gute Leute bei Upwork, bei Fiverr oder bei Textbroker finden, die dir für unter hundert Euro solche Texte schreiben.

Gut, natürlich ist die Qualität total unterschiedlich.

Ich achte immer darauf, dass der Ghostwriter Muttersprachler ist und ich lasse mir immer ein paar Texte im Voraus zuschicken, die er vorher geschrieben hat. 

Weiters lasse ich natürlich alle Texte auf Plagiat überprüfen und das fertige E-Book Korrektur lesen.

6. Deine Kunden können das E-Book auf Amazon ja dann auch bewerten, richtig? Hast du da schon einmal gesagt bekommen, dass es das Geld nicht wert war? Es gibt immer wieder Leute, die mit gar nichts zufrieden sind. Die bewerten dann schlecht oder hinterlassen eine schlechtere Rezension. Kommt das vor und wie gehst du damit um?

Antwort von Grigori:

Gute Frage!

Sag mal, was ist denn dein Lieblingsbuch ?

Ich: Mein Lieblingsbuch ist zum Beispiel „The One Thing*“, kennst du das?

Grigori: Okay, „The One Thing“, ich kenne das Buch.

Aber wenn wir jetzt auf Amazon gehen und „The One Thing“ eingeben, dann lege ich meine Hand dafür ins Feuer, dass es auch für dieses großartige Buch negative Rezensionen gibt.

Ganz klar und daher kannst du es nie allen Leuten recht machen. Die Qualität vom Buch ist natürlich sehr gut, aber irgendwie meckern die Leute trotzdem.

Man kommt nicht um negative Rezensionen rum.

Manchmal passt denen das Bild nicht oder es sind plötzlich in diesem Kochbuch keine Bilder oder das Buch ist zu lange oder zu kurz, verstehst du?

Eine negative Rezension kommt natürlich vor, aber je besser dein Buch ist, je mehr Mehrwert du gibst, desto weniger ist die Wahrscheinlichkeit, dass du so eine schlechte Rezension bekommst.

7. Wie groß ist der Einfluss von Amazon-Rezensionen und der Sternebewertungen von Amazon auf das Ranking der E-Books?

Antwort von Grigori:

Das ist mit das Wichtigste bei Amazon!

Amazon basiert ja auf dem "Social Proof" - Prinzip. Das heißt, die Leute kaufen das, was andere Leute vor ihnen schon gekauft und gut bewertet haben.

Egal was man (online) kauft - ein neues Buch, ein neues Handy, ein neues Ladegerät - wir gucken erstmal auf die Rezensionen. Wenn keine Rezensionen da sind, dann denken wir uns, hm … da stimmt was nicht.

Wenn aber ganz viele Positive da sind, dann muss es gut sein, denn das haben schon andere Leute gekauft und für gut befunden.

Und bei den E-Books ist das nicht anders. Von daher sind fünf Sternebewertungen und positive Kunden-Rezensionen extrem wichtig für den Verkauf.

8. Wie legst du den Preis für deine E-Books fest? Bei Amazon musst du ja gewisse Provisionen abgeben. Wie gehst du hier schlau vor, damit am Ende des Tages genug für dich übrig bleibt?

Antwort von Grigori:

Also natürlich muss man sich auch ein bisschen an seiner Konkurrenz orientieren.

Wenn die Konkurrenz 2,99 € für ein E-Book im selben Markt verlangt und du dein E-Book versuchst für 8,99 € raus zu ballern, ist halt die Wahrscheinlichkeit groß, dass es nicht verkaufen wird.

Aber grundsätzlich sind E-Books preislich von 99 Cent bis 4,99 € okay.

Die meisten E-Books liegen im Schnitt bei 2,99 € und bei Taschenbücher sind etwa 5,99 € bis 9,99 €.

Ich verrate dir meine persönliche Strategie: "Ich verkaufe meine E-Books für 99 Cent und meine Taschenbücher für 9,99 Euro."

Warum?

Stell dir vor, du hast ein E-Book für 2,99 Euro und ich habe eines für 99 Cent.

Welches Buch wird wahrscheinlich öfter gekauft, deines oder meines?

Klar, das Günstigere.

Du verdienst zwar mit einem Verkauf dreimal so viel wie ich, aber ich bekomme mehr Verkäufe, weil meines günstiger ist.

Das heißt, Amazon erkennt, dass sich mein Buch besser verkauft und rankt mein Buch daher höher als deines.

Und dadurch, dass ich einen niedrigen Preis habe, komme ich nach oben und verkaufe dann vorzugsweise die Taschenbücher um 9,99 €.

Das heißt, meine Haupteinnahmequelle sind gedruckte Taschenbücher, nicht digitale E-Books.

Diese Strategie kann ich übrigens jedem Publisher wirklich ans Herz legen, weil uns Amazon mit "Print on Demand" die Möglichkeit gibt, vollwertige "Printbücher" (Taschenbücher) aus den E-Books zu erstellen und diese ohne Zusatzkosten zu versenden.

Du musst zu keiner Druckerei gehen, du musst nichts vordrucken, du musst nichts bezahlen.

Das Buch wird erst gedruckt, nachdem es vom Kunden gekauft wurde. Das heißt, es kann nicht passieren, dass Tausend Bücher gedruckt werden und es dann niemand kauft.

Das ist wirklich eine geniale Möglichkeit, sich mit Taschenbücher eine zusätzliche Einkommensquelle zu erschaffen.

9. Wie viel Exemplare pro Tag verkaufst du von deinen Bestsellern? Einfach damit man ein Gefühl dafür bekommt, was wirklich möglich ist im Amazon Kindle Business.

Antwort von Grigori:

Eines meiner besten Bücher hat im Monat 1.800 Euro eingebracht.

Ein einziges Buch, 1.800 Euro Gewinn (und ich habe viele :-)).

Ich habe dafür einmalig 100 Euro für die Erstellung ausgegeben und ab dann verkauft sich das Buch Monat für Monat ohne zusätzlichen Aufwand und ohne weitere Kosten für mich.

Ich habe ungefähr vor zwei Wochen mit meinem Schüler ein Interview gemacht, wo er mit einem einzigen Buch im Monat 2.500 Euro gemacht hat.

Aber das sind natürlich Überflieger und kommt nicht so häufig vor.

Ein durchschnittliches Buch bringt 50 - 100 Euro im Monat. Wenn es eine gute Nische ist, dann kann es auch auf mehrere Tausend Euro pro Monat rauf gehen, das ist aber die Ausnahme.

10. Wie findest du Nischen, wo du schon vorab sagen kannst, das ist gefragt, das wird sich verkaufen? Wie gehst du bei der Suche nach lukrativen Nischen und Themen für deine E-Books und Taschenbücher vor?

Antwort von Grigori:

Ich habe eine Nischenanalyse entwickelt, die ich meinen Schülern immer beibringe.

Grundsätzlich musst du auf folgende Sachen achten:

1. Wie ist der Wettbewerb in der Nische?

Wenn du zum Beispiel deine Wunschnische (dein anvisiertes Thema) eingibst, dann siehst du links oben eine Zahl, zum Beispiel 4.000.

Das heißt,  zu diesem Keyword wurden 4.000 Bücher veröffentlicht.

Wenn es jetzt zu wenig Konkurrenz gibt in dieser Nische, also unter 50 Bücher,  ist das kein gutes Zeichen. Wenn das Angebot also schon so klein ist, dann ist wahrscheinlich die Nachfrage nicht sehr groß.

Dann lohnt es sich wahrscheinlich nicht, in dieser Nische Bücher zu veröffentlichen.

Wenn du merkst, es wurden zehntausende von Büchern in deine Nische veröffentlicht, dann ist auch die Nachfrage in der Regel entsprechend hoch.

Natürlich lauert hier die Gefahr, dass Du in deiner Konkurrenz untergehst.

Das heißt, man muss abwägen. Ich sage immer, ein Wert um die 1000 rum ist ein guter Richtwert. Um die 1000 gelisteten Bücher herum ist eine gute Zahl um einzusteigen.

2. Dann musst du natürlich auf solche Sachen achten, wie zum Beispiel den Amazon Bestsellerrang.

Der Bestsellerrang vom Buch zeigt, wie das Buch mal im "Amazon Kindle Kosmos" gerankt ist.

Dann schaust du dir die ersten Top 3 oder 5 Konkurrenten an und wenn die einen sehr hohen Bestsellerrang haben, dann kannst du daraus schließen, die Topseller in dieser Nische verkaufen sich sehr gut.

3. Und das dritte ist die Anzahl der Rezensionen.

Wenn deine Konkurrenten 200 bis 300 Amazon Rezensionen haben, dann wird es für dich wahrscheinlich ziemlich schwer sein die aufzuholen.

Aber bis 50 ist es eigentlich ganz easy.

Ziel ist es also immer, mit deinem Buch in deiner Nische die #1 zu sein. 🙂

11. Wenn ich ein E-Book über meine eigene Webseite verkaufe, dann habe ich ja auch die Kundendaten in meinem E-Mail-Verteiler. Das habe ich bei Amazon nicht. Ist das ein großer Nachteil oder wie siehst du das?

Antwort von Grigori:

Du solltest beim Amazon Kindle Business nicht versuchen E-Mail-Adressen zu sammeln, das ist nicht wichtig.

Beim Amazon Kindle Business musst du Bücher verkaufen und ich sehe viele Leute, die versuchen in Bücher Links reinzupacken.

Die versuchen sich über Links im Buch selbst eine E-Mail-Liste aufzubauen. Das befürworte ich eigentlich nicht.

Das, was du mit Büchern machen sollst, ist sie zu verkaufen.

Was du noch machen kannst, ist deinen Expertenstatus aufzubauen.

Wenn du zum Beispiel zehn Bücher über Affiliate Marketing veröffentlicht hast, die du vielleicht selbst geschrieben hast oder hast schreiben lassen, dann ist das Amazon Kindle Business auch gut dafür, um deinen Expertenstatus in diesem Bereich zu pushen.

Aber eigentlich ist das Business nur da, um Bücher, Taschenbücher und E-Books zu verkaufen.

12. Hast du ein paar Nischen und Themen, wo Du Anfängern rätst, die Finger davon zu lassen?

Antwort von Grigori:

Ich kann dir auch ganz im Gegenteil sagen, welche Nischen ich empfehle.

Und zwar sind es typische Mainstream Nischen.

Schau mal, grundsätzlich gibt es drei Arten von Nischen.

Es gibt Trendnischen wie zum Beispiel Paleo Diät, was vor einem halben Jahr ein großer Trend war.

Aber Trends kommen und Trends gehen, verstehst du?

Sein Business auf Trends aufzubauen ist nicht langfristig gedacht.

Als zweites gibt es die Saisonnischen.

Also Weihnachtsrezepte zum Beispiel oder irgendwas mit Halloween oder Abnehmen zum Sommer. Das sind Saisonnischen.

Da kannst du auch nur in der jeweiligen Saison dein Geld verdienen.

Aber das Dritte sind eben die Mainstream Nischen, die Evergreennischen. Nischen, die Leute die ganze Zeit interessieren.

Und was interessiert die Leute zum Beispiel?

  • Geld Verdienen
  • Abnehmen
  • Finanzen generell
  • Business Aufbauen
  • Dating


Rezepte ist übrigens meine Geheimnische für dich.

Rezepte sind so geil, mit Rezepten habe ich mir mein Business aufgebaut.

Ich sage dir warum.

Wenn du einsteigst, ist es für dich extrem einfach, ein Rezeptbuch zusammen zu stellen.

Weil das Geile ist, auf Rezepte gibt es kein Plagiat. Auf Rezepte gibt es kein Urheberrecht, weil es ja kein geistiges Eigentum ist. Es ist einfach nur eine Anleitung und Deine Zusammenstellung.

Gut, natürlich musst du Sachen beachten.

Du darfst nicht das gleiche Bild von anderen nehmen, du darfst nicht den gleichen Titel vom Rezept nehmen. Du musst Sachen umänder und beispielsweise anstatt drei Karotten zweieinhalb Karotten nehmen oder anstatt drei Eiern machst du vier.

Aber grundsätzlich ist es für dich als Anfänger ideal.

Da musst du nicht schreiben können um auf Chefkoch.de zu gehen und dir 100 Rezepte zu kopieren und ein bisschen umzuschreiben und einzigartig zu machen.

Der zweite Vorteil von Rezepten ist der geringere Aufwand für Ghostwriter.

Und die Leute kaufen einfach gerne Rezepte, das ist unglaublich.

Vor allem in der etwas teureren Taschenbuchversion, weil die meisten ihre Rezepte in der Küche ausgedruckt vor sich liegen haben möchten.

Also Rezepte sind wirklich meine Geheimnische für dich. 🙂

13. Wie viel musst du pro E-Book Verkauf an Amazon abgeben?

Antwort von Grigori:

Das hängt davon ab, wie hoch du deine Preise ansetzt.

Du kannst entweder 30 Prozent oder 70 Prozent abgeben.

Bis 2,99 € gibst du 70 Prozent ab, ab 2,99 € gibst du 30 Prozent ab.

Das heißt, der gängigste Preis bei den E-Books ist immer 2,99 €.

Warum?

Weil das der günstigste Preis für den Kunden ist und der Preis, wo dir selber noch am meisten übrig bleibt.

14. Gibt es irgendwelche Schwächen am Amazon Kindle Business Model?

Antwort von Grigori:

Also grundsätzlich würde ich jedem Anfänger, der ein Online-Business aufbauen will, empfehlen mit diesem Business anzufangen, weil es nicht so zeit-intensiv ist.

Als ich das Business aufgebaut habe, musste ich jeden Tag um fünf Uhr morgens aufstehen, weil ich bei Lidl gearbeitet habe. In der Winterzeit habe ich noch Schnee geräumt. Das heißt, ich musste teilweise um vier Uhr morgens aufstehen.

Ich hatte ein Praktikum in einem Immobiliengeschäft von morgens bis abends. Danach bin ich nach Hause, habe trainiert, habe gegessen und eine Stunde Zeit hatte ich noch für mein Business.

Und innerhalb von zwei Monaten mit einer Stunde Zeitaufwand pro Tag konnte ich mir so ein Business aufbauen.

Also vom Zeitaufwand her, ist es unvergleichbar mit zum Beispiel Nischenseiten. Da hockst du ja den ganzen Tag, verstehst du? Und das zweite sind die Vorkenntnisse, die Du nicht brauchst.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst du, um dich auf einer Plattform anzumelden und Leute anzuschreiben, ob sie ein  Buch für Dich schreiben möchten?

Überhaupt keine.

Wie viel Vorkenntnisse brauchst du, um auf fiverr.com zu gehen und für fünf Euro ein Cover zu bestellen?

Überhaupt keine.

Also Leads, Conversion, Traffic, E-Mail Marketing, Facebook Marketing - brauchst du alles nicht.

Das heißt, es kann jeder Anfänger sehr schnell damit starten.

Und der dritte Vorteil ist das geringe Startkapital.

Ein E-Book kannst du dir für 50 €, 60 € oder höchstens 100 € erstellen lassen. Versuch mal mit 60 Euro ein Amazon FBA Business zu starten. Geht nicht. Und auch das Risiko ist quasi bei null. Im schlimmsten Fall hast du 60 Euro verloren, bei Amazon FA hast du 6.000 Euro verloren. 

15. Dein Business ist komplett von Amazon abhängig. Siehst du darin Gefahren oder einen gefährlichen Nachteil gegenüber anderen Business-Modellen?

Antwort von Grigori:

Grundsätzlich bist du beim Online-Business immer von irgendeiner Plattform abhängig.

Wenn du Facebook Werbung machst bist du sowas von Facebook abhängig.

Was gibt es außer Facebook?

Vielleicht Youtube, dann bist du von Youtube abhängig.

Wenn du digitale Infoprodukte machst, bist du von Digistore24 abhängig.

Also überall im Online-Business bist du von irgendeiner Plattform, von irgendeinem Dienstleister abhängig, wo du nicht drum herum kommst.

Was du wahrscheinlich meinst, ob man über mehrere Vertriebswege sein E-Book verkaufen kann?

Das würde ich nicht empfehlen.

Wenn du beispielsweise diese "Free -Promo" Aktion für 5 Tage auf Amazon nutzen möchtest, dann musst du ein Häkchen setzen, dass du das Buch nirgendwo anders verkaufst. Das heißt Amazon bindet dich.

Das heißt, du könntest das Buch auch nicht direkt über deine eigene Webseite verkaufen?

Nein, also wenn du dein Buch schon auf Amazon anbietest, dann nicht.

Erfahrungswerte zeigen auch, dass andere Portale bei weitem nicht so viel Geld einbringen wie Amazon.

16. Wie funktioniert die Abrechnung bei Amazon?

Antwort von Grigori:

Automatisch.

Amazon schickt dir alles ohne Probleme auf dein Konto.

17. Was sind so typische Fehler, die im Amazon Kindle Business gemacht werden?

Antwort von Grigori:

Ich sage dir nicht nur einen, ich sage dir drei.

#1. Der erste Fehler ist, dass die Leute Bücher nach Bauchgefühl veröffentlichen und nicht nicht nach der Nischenanalyse.

Wenn ich ein Goldfisch Fan bin, dann finde ich ein Buch über Goldfische richtig toll, aber nur ich finde es toll, verstehst du?

Von daher nicht nach Bauchgefühl gehen, sondern nach der Nischenanalyse.

#2. Der zweite große Fehler ist, dass die Leute das Cover selber.

Das Cover ist so wichtig, es ist wirklich das Wichtigste.

Nehmt die zehn Euro in die Hand und lasst euch ein richtig geiles Cover machen.

#3. Und der dritte Fehler sind die falschen oder fehlenden Keywords.

Auf Amazon wird man über die Keywords im Titel gerankt und zugeordnet.

Das erkläre ich übrigens sehr sehr genau in meinem Training*.

Die Keywords sind ja die Schlüsselwörter nach denen gesucht wird.

Das heißt, in den Titeln müssen natürlich Keywords drinnen stehen. Und das verstehen viele Anfänger auch nicht. Aber letztendlich ist es eigentlich gar nicht so schwer.

18. Hast du eine Seite oder ein Training, wo Interessierte noch mehr Infos & Insights zum Amazon Kindle Business von dir bekommen?

Antwort von Grigori:

Klar. 🙂

Du weißt ja auch, dass ich Coachings anbiete und jetzt ohne anzugeben, bin ich eigentlich der erfolgreichste Amazon Kindle Coach in Deutschland*.

Nicht weil ich mich so geil finde, sondern weil meine Schüler richtig geile Ergebnisse haben.

Der Dennis ist schon seit zwei Monaten in Australien unterwegs auf Weltreise und bis jetzt hängt er noch in Australien rum. Und das finanziert er sich vom seinem Amazon Kindle Business, das ich ihm geholfen habe, aufzubauen.

Wenn du auf Youtube gehst, kannst du Erfolgsberichte von meinen Schülern lesen. Also das ist alles schwarz auf weiß.

Ich habe ein kostenfreies Trainingsseminar* entwickelt was ich regelmäßig halte und in dem ich Anfängern zeige, wie der Verkauf von E-Books auf Amazon funktioniert und wie sie damit Geld verdienen könnten.

Ich zeige im Training, wie man Nischen  und gute Ghostwriter findet, wie man das Buch hochlädt, also wirklich alles von A bis Z im Detail erklärt.

Und dann können die Leute ja immer noch entscheiden, ob sie mitmachen und sich selbst so ein Business aufbauen wollen.

Vielen Dank für das tolle Interview Grigori, wir bleiben in Kontakt! 🙂

Nutze gerne die Kommentarfunktion, wenn du noch Fragen zum Amazon Kindle Business hast oder dir irgendetwas aus dem Interview noch unklar sein sollte.

Grigori und ich freuen uns über deinen Beitrag - vielen Dank!