Auf Amazon Bücher verkaufen: Schritt-für-Schritt-Anleitung, Kosten und Verdienste

Aktualisiert: Oktober 2026
Du hast ein Buch geschrieben oder Dein zukünftiger Bestseller ist in Planung?
Glückwunsch!
Du könntest es jetzt natürlich einfach auf der Festplatte oder im Regal verstauben lassen. Oder Du kannst einfach auf Amazon Bücher verkaufen und damit Geld verdienen.
Wählst Du Option #2, dann bist Du hier richtig und solltest weiterlesen.
In diesem Beitrag zeige ich Dir, wie Du Dein eigenes Buch bei Amazon verkaufst, als E-Book und als Taschenbuch. Du erfährst, was Dich das kostet, ob Du eine ISBN brauchst und was Dir pro Verkauf bleibt. Mit dem Rechner weiter unten rechnest Du das für Dein eigenes Taschenbuch durch.
Ich verkaufe selbst Bücher bei Amazon: meinen E-BOOKINATOR seit 2021 als Taschenbuch und gebundene Ausgabe, dazu fünf E-Books. Werbelinks gibt es hier keine.
Du willst gebrauchte Bücher bei Amazon verkaufen? Dann spring direkt zu Kapitel 8: Gebrauchte Bücher verkaufen. Dort stehen die Gebühren und die Alternativen.
Das Wichtigste in 60 Sekunden
- Der Weg: Dein eigenes Buch veröffentlichst Du über Kindle Direct Publishing (KDP). Das ist kostenlos, Du meldest Dich mit Deinem Amazon-Kundenkonto an.
- E-Book: Bei einem Preis von 2,69 bis 12,99 Euro bekommst Du 70 % vom Preis ohne Umsatzsteuer, abzüglich kleiner Lieferkosten.
- Taschenbuch: Bis 10,68 Euro im Shop bekommst Du 50 %, ab 10,69 Euro 60 % vom Preis ohne Umsatzsteuer. Davon gehen die Druckkosten ab.
- Heute anfangen: Sechs erste Schritte findest Du unter Was Du diese Woche tun kannst.
- ISBN: Für das E-Book brauchst Du keine. Für das Taschenbuch bekommst Du eine kostenlos von KDP.
- Realistisch: Meine fünf E-Books brachten mir 2026 bis Mitte Oktober rund 328 Euro. Amazon ist ein guter Einstieg, aber selten ein großes Einkommen.
Inhalt:
- Warum überhaupt Amazon?
- E-Book, Taschenbuch oder Marketplace: Deine Wege
- Dein Buch erstellen und auf Amazon verkaufen: Schritt für Schritt
- Brauchst Du eine ISBN? Gratis-ISBN oder eigene
- Was Du pro Verkauf verdienst (mit Rechner)
- Wie legst Du Deinen Buchpreis fest?
- Steuern und Pflichten in Deutschland und Österreich
- Gebrauchte Bücher über Amazon verkaufen
- Aus dem Nähkästchen: Pauls Erfahrungen
- Alle Wege im Vergleich
1. Warum überhaupt Amazon?
Weltweit kann Amazon auf einen beeindruckend umfangreichen Kundenstamm blicken.
Mit anderen Worten: Amazon kennt jeder, quasi „alle“ kaufen dort ein, ohne erst Vertrauen fassen zu müssen.
Gleichzeitig ist der Vorteil der schier endlosen Reichweite unter Umständen aber auch ein Nachteil: Du begibst Dich praktisch in ein Haifischbecken, in dem es vor anderen Autoren nur so wimmelt.
Die gute Nachricht: Wer echtes Fachwissen aus vielen Berufsjahren mitbringt, hat genau das, was den meisten Büchern im Haifischbecken fehlt.
Möchtest Du dort bestehen und Dein Buch erfolgreich auf Amazon verkaufen, muss Dein Buch also aus der Masse herausragen. Qualität zählt! Und natürlich auch Einzigartigkeit und Persönlichkeit!
Und gleichzeitig solltest Du Dir überlegen, ob Du Dein Buch oder die E-Book-Version davon nicht auch (zusätzlich) über Deine eigene Webseite verkaufen möchtest. Solltest Du, wenn Du mich fragst. Warum, steht in Kapitel 9.
Wie Du Dein Buch von Anfang an so planst, dass es bei Amazon und auf Deiner eigenen Webseite verkauft, zeige ich Dir Schritt für Schritt.
Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:
2. E-Book, Taschenbuch oder Marketplace: Deine Wege
Amazon möchte natürlich, dass Du Dein Meisterwerk so einfach wie möglich unter die Leute bringen kannst. Bei jedem Verkauf verdient das Unternehmen schließlich mit.
Für Dein eigenes Buch gibt es bei Amazon zwei Wege. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer druckt und wer verschickt:
| Weg | Wer druckt und verschickt? | Passt für |
|---|---|---|
| Kindle Direct Publishing (KDP) | Amazon. Das E-Book wird digital ausgeliefert, das Taschenbuch erst bei einer Bestellung gedruckt (Print on Demand). | Fast alle Selfpublisher, besonders am Anfang |
| Amazon Marketplace | Du selbst. Du lässt drucken, lagerst die Bücher und verschickst jede Bestellung. | Händler und Verlage mit eigener Auflage, außerdem gebrauchte Bücher |
Kindle Direct Publishing
So bietest Du Dein Buch einem gewaltigen Leserkreis auf der ganzen Welt an, digital oder als Druckausgabe. Das bringt folgende Vorteile mit sich:
- Die Anmeldung und das Veröffentlichen sind kostenlos.
- Du legst Deinen Buchpreis selbst fest.
- Das Taschenbuch wird nur gedruckt, wenn jemand bestellt. Du brauchst kein Lager und keine Auflage.
- Laut Amazon ist Dein Buch nach etwa drei Werktagen online. Beim Taschenbuch kann die Produktseite auf amazon.de bis zu fünf Tage brauchen.
Hier ein schönes Video, das das Kindle Direct Publishing Geschäftsmodell erklärt:
Video „Was ist Kindle Direct Publishing?“ von Amazon KDP, 2:02 Minuten, aus dem Jahr 2016. Die aktuellen Zahlen stehen hier im Text.
Amazon Marketplace
Wenn Du den Amazon Marketplace nutzt, dann erfolgt die Lieferung der bestellten Ware (also Deines Buches) nicht von Amazon, sondern von Dir direkt.
Du würdest also sehen, dass eine Buch-Bestellung eingeht, und musst Dich dann so schnell wie möglich um den Versand kümmern. Amazon selbst übernimmt dann nur die Abwicklung der Finanzen, außer Du buchst zusätzlich den Versand durch Amazon.
Du trittst hier also als unabhängiger und eigenständiger Verkäufer auf, der „nur“ den Marktplatz von Amazon und dessen Zahlungsabwicklung nutzt. Für Deine Kunden bist Du selbst für zum Beispiel folgende Dinge der Ansprechpartner (und nicht Amazon):
- Fragen zu Deinen eingestellten Produkten und Büchern
- Fragen zur Bestellung und Auslieferung
- Fragen und Beschwerden bei Lieferverzögerungen
- Fragen, wenn ein Artikel beschädigt oder defekt geliefert wurde
- Fragen, wenn der gelieferte Artikel nicht dem bestellten Artikel entspricht
Für ein selbst geschriebenes Buch lohnt sich das selten, weil KDP Druck und Versand für Dich übernimmt. Die Gebühren für den Marketplace stehen in Kapitel 8.
Meine Korrektur: In der ersten Fassung dieses Beitrags von 2020 hatte ich Dir erklärt, wie Du ein Verkäuferkonto bei Amazon eröffnest. Für Dein eigenes Buch brauchst Du das aber nicht. Laut KDP-Hilfe meldest Du Dich bei KDP einfach mit Deinem normalen Amazon-Kundenkonto an. Das Verkäuferkonto ist für Händler gedacht, die Ware selbst einstellen und verschicken.
3. Dein Buch erstellen und auf Amazon verkaufen: Schritt für Schritt
So kommst Du über KDP zum ersten Verkauf:
- Konto anlegen: Geh auf kdp.amazon.com und melde Dich mit Deinem Amazon-Kundenkonto an. Dazu brauchst Du Deine Adresse, Deine Bankverbindung und Deine Steuerdaten.
- Steuerfragebogen ausfüllen: Amazon ist ein US-Unternehmen und fragt deshalb Deine Steuerdaten ab. Ohne gültige Steuerangaben behält Amazon laut KDP-Hilfe von Deinen Tantiemen aus US-Verkäufen 30 % als US-Steuer ein. Tantieme heißt Dein Anteil pro Verkauf.
Mit Deiner deutschen Steuer-ID oder Deiner österreichischen Steuernummer sinkt der Abzug in der Regel auf 0 %.
Grund ist das Doppelbesteuerungsabkommen, ein Vertrag zwischen Deinem Land und den USA, damit Du nicht doppelt Steuer zahlst. Den Fragebogen füllst Du am besten am Computer aus. - Bankverbindung hinterlegen: Dorthin überweist Amazon Deine Tantiemen, etwa 60 Tage nach Ende des Verkaufsmonats.
- Buchdaten eintragen: Titel, Untertitel, Autorenname, Beschreibung, Kategorien und Schlagwörter. Wie Du die Beschreibung schreibst, zeige ich Dir in Klappentext schreiben.
- Manuskript und Cover hochladen: Beim E-Book genügt meist eine Word-Datei. Beim Taschenbuch kannst Du eine Word-Datei oder eine druckfertige PDF-Datei hochladen. Reichen Bilder bis an den Seitenrand, muss es eine PDF-Datei sein. Dazu kommt ein Cover mit Rücken und Rückseite. Dafür gibt es bei KDP den kostenlosen Cover Creator.
- ISBN und Preis festlegen: Mehr dazu in den nächsten Kapiteln.
- Veröffentlichen: Amazon prüft Dein Buch. Danach ist es im Shop.
Jeden dieser Schritte zeige ich Dir ausführlich, mit Checkliste zum Abhaken, in E-Book veröffentlichen.
Blut geleckt? Ob Du gerade erst überlegst, worüber Du schreibst, oder Dein Buch fast fertig ist und Du wissen willst, wie Du es verkaufst: Dabei hilft Dir mein Handbuch, der E-BOOKINATOR. Die kostenlose Leseprobe bekommst Du hier auf der Seite.
4. Brauchst Du eine ISBN? Gratis-ISBN oder eigene
Von der ISBN hast Du vielleicht schon einmal gehört.
Dabei handelt es sich um eine eindeutige Identifikationsnummer, mit der man Dein Buch weltweit finden kann. Ausgeschrieben nennt man sie die Internationale Standardbuchnummer.
Die fertige ISBN hat dann 13 Stellen und besteht nur aus Ziffern. Diese Ziffern wiederum sind in fünf einzelne Segmente unterteilt, was aber für Dich gar nicht so wichtig ist. Wichtig ist: Du brauchst für jede Ausgabeform Deines Buches eine eigene ISBN, also eine für das Taschenbuch und eine für die gebundene Ausgabe.
Kannst Du Bücher ohne ISBN bei Amazon verkaufen?
Ja, beim E-Book. Laut KDP-Hilfe zur ISBN sind E-Books und Bücher mit geringem Inhalt, etwa Notizbücher, die einzigen Formate, bei denen die ISBN freiwillig ist. Dein Taschenbuch braucht dagegen eine ISBN.
Bietest Du ein Taschenbuch an, dann kann Dir Kindle Direct Publishing direkt eine ISBN zur Verfügung stellen, ohne dass Du vorab eine kaufen musst.
Gratis-ISBN von KDP oder eigene ISBN?
| Gratis-ISBN von KDP | Eigene ISBN | |
|---|---|---|
| Kosten | 0 Euro | Deutschland: 70 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer im ISBN-Shop. Österreich: 83 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer bei der ISBN-Agentur Österreich (Stand Oktober 2026) |
| Verlag im Buch | „Independently published“, auf Deutsch „Unabhängig veröffentlicht“ | Dein eigener Verlagsname |
| Gilt für | Nur für den Verkauf über KDP | Auch für andere Druckdienste und den Buchhandel |
| Passt, wenn | Du nur bei Amazon verkaufen willst | Du Dein Buch auch anderswo drucken lassen oder über den Buchhandel anbieten willst |
Ich nutze für meinen E-BOOKINATOR übrigens die Gratis-ISBN von KDP. Auf Amazon steht deshalb „Independently published“. Für den Start war das für mich die einfachste Lösung.
Willst Du lieber eine eigene ISBN, musst Du sie zuerst besorgen. Auch das ist nicht schwer und auch nicht besonders teuer. Brauchst Du mehrere ISBNs, sind Pakete günstiger: In Deutschland kosten 10 ISBNs 225 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer.
5. Was Du pro Verkauf verdienst (mit Rechner)
Dein Anteil am Verkaufspreis heißt bei Amazon Tantieme. Wie hoch sie ist, hängt vom Format ab.
E-Book: 70 oder 35 %
Laut KDP-Hilfe bekommst Du auf amazon.de 70 %, wenn Dein E-Book zwischen 2,69 und 12,99 Euro kostet und mindestens 20 % günstiger ist als Dein Taschenbuch.
Gerechnet wird vom Preis ohne Umsatzsteuer, und pro Megabyte Dateigröße gehen 12 Cent Lieferkosten ab. Außerhalb dieser Preisspanne, oder wenn das E-Book nicht mindestens 20 % günstiger ist als Dein Taschenbuch, bekommst Du 35 %.
Vorsicht bei vielen Fotos: Ein E-Book mit 20 MB kostet Dich bei 70 % pro Verkauf 2,40 Euro Lieferkosten. Verkleinere die Bilder deshalb vor dem Hochladen.
Was Dir bei Deinem E-Book-Preis bleibt, rechnest Du mit dem Rechner in E-Books bei Amazon verkaufen: meine Erfahrungen aus. Dort zeige ich Dir auch meine eigenen Verkaufszahlen.
Taschenbuch: 50 oder 60 %, minus Druckkosten
Beim Taschenbuch rechnet Amazon laut KDP-Hilfe so: Tantiemensatz mal Listenpreis, minus Druckkosten. Der Listenpreis ist dabei der Preis ohne Umsatzsteuer. Für amazon.de gilt:
- Listenpreis bis 9,98 Euro: 50 %
- Listenpreis ab 9,99 Euro: 60 %
- Mit erweitertem Vertrieb: 40 % für die Verkäufe über Händler außerhalb von Amazon. Den erweiterten Vertrieb schaltest Du bei KDP nur ein, wenn Du das willst.
Die Druckkosten für ein Schwarzweiß-Buch im normalen Format liegen bis 110 Seiten pauschal bei 2,05 Euro. Ab 111 Seiten kommen 0,75 Euro plus 1,2 Cent pro Seite zusammen. Ein Buch mit 150 Seiten kostet also 2,55 Euro im Druck.
Ein Beispiel: Dein Ratgeber hat 150 Seiten und kostet im Shop 12,99 Euro. Ohne 7 % Umsatzsteuer sind das 12,14 Euro. Davon bekommst Du 60 %, also 7,28 Euro. Minus 2,55 Euro Druckkosten bleiben Dir 4,73 Euro pro verkauftem Buch.
Um auf 1.000 Euro im Monat zu kommen, brauchst Du damit rund 212 verkaufte Taschenbücher. Jeden Monat. Das schaffen die wenigsten, und das ist auch völlig in Ordnung.
Rechner: Was bleibt Dir pro Taschenbuch auf amazon.de?
So rechnet der Rechner: Preis im Shop geteilt durch 1,07 ergibt den Listenpreis ohne Umsatzsteuer, den Du bei KDP einträgst. Bis 9,98 Euro Listenpreis 50 %, ab 9,99 Euro 60 %, jeweils minus Druckkosten. Nicht enthalten: der erweiterte Vertrieb an andere Händler (40 %) und Käufe aus anderen Ländern mit anderer Umsatzsteuer.
Druckkosten laut KDP-Hilfe für amazon.de, Stand Oktober 2026, ohne Gewähr. Den offiziellen Rechner findest Du bei KDP. Deine Eingaben bleiben in Deinem Browser, es wird nichts gesendet.
Ein Beispiel aus meinem eigenen Regal: Mein E-BOOKINATOR hat 162 Seiten im Normalformat 15,24 × 22,86 cm und kostet als Taschenbuch 30,79 Euro. Rechne ich das mit der KDP-Formel für Schwarzweiß durch, bleiben mir rund 14,57 Euro pro Buch. Das ist deutlich mehr als bei einem E-Book. Dafür kaufen zu diesem Preis aber auch deutlich weniger Leute.
Dein Buch hat viele Fotos?
Dann wird der Druck teurer. Standardfarbe reicht für einfache Farbfotos und geht bei KDP von 72 bis 600 Seiten. Premiumfarbe ist Fotobuch-Qualität und kostet etwa doppelt so viel.
Ein Beispiel: Ein Ratgeber mit 180 Seiten in Standardfarbe kostet 5,07 Euro im Druck. Bei 24,90 Euro im Shop bleiben Dir rund 8,89 Euro. In Premiumfarbe kostet dasselbe Buch 10,20 Euro im Druck und muss im Shop mindestens rund 18,20 Euro kosten, damit überhaupt etwas übrig bleibt.
Ob sich Dein Buch rechnet, entscheidet sich lange vor dem Preis: beim Thema und bei der Zielgruppe.
Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:
6. Wie legst Du Deinen Buchpreis fest?
Wie viel sollst Du für Dein Buch oder E-Book verlangen?
Gut, dass Du fragst!
Die Frage des Preises ist natürlich wichtig, da Du Dein Buch einerseits ja nicht verschleudern möchtest, es aber andererseits auch attraktiv für Deine potenziellen Leser sein muss.
Bücher sind im Preis natürlich limitiert und niemand würde 100 Euro für Dein Buch bezahlen. Machst Du daraus aber einen kompletten Online-Kurs, dann sieht die Welt schon wieder anders aus.
Daher solltest Du zunächst ein Gefühl für die Preise bekommen, die für andere Bücher in Deinem Bereich aufgerufen werden.
Geh also auf Amazon, wechsle in die Rubrik Bücher und sieh Dir an, was andere in Deinem Genre verlangen. Angenommen, Du möchtest ein Buch zum Thema „Selbstbewusstsein stärken“ über Amazon verkaufen, dann gib genau diesen Begriff ein und schau Dir die Preise der Bücher in diesem Bereich genau an.
Beachte bei der Preisfindung außerdem diese Punkte:
- Die Schwellen: Beim E-Book gibt es 70 % nur zwischen 2,69 und 12,99 Euro. Beim Taschenbuch springt Dein Satz bei 9,99 Euro Listenpreis von 50 auf 60 %, das sind 10,69 Euro im Shop. Ein Taschenbuch für 9,99 Euro im Shop bringt Dir bei 150 Seiten deshalb nur 2,12 Euro, eines für 10,69 Euro schon 3,44 Euro.
- Die Buchpreisbindung in Deutschland: Wenn Du Dein Buch auch auf anderen Plattformen oder Kanälen (zum Beispiel über Deine eigene Webseite) anbietest, dann muss es überall gleich viel kosten. Das gilt auch für E-Books. Laut KDP-Hilfe bist Du als Autor dafür verantwortlich. Praktisch heißt das: Verlang auf Deiner Webseite denselben Preis wie bei Amazon, dann passt es.
- Die Buchpreisbindung in Österreich: Seit 2023 legt der Verleger einen Mindestpreis fest, Händler dürfen ihn um höchstens 5 % unterschreiten. Verlangst Du überall denselben Preis wie bei Amazon, bist Du auch hier auf der sicheren Seite.
Als Preisstrategie empfehlen viele, dass Du Dein Buch zum Start sehr günstig anbieten solltest, um sehr viele Käufer zu gewinnen, Dir schnell einen Namen zu machen und Deinen Amazon-Verkaufsrang zu pushen. Und danach solltest Du den Preis nach und nach erhöhen.
Ich halte nichts davon.
Zum einen, weil der Preis eines Buches ja auch auf dessen Qualität schließen lässt. Das muss nicht so sein, erweckt aber in jedem Fall den Eindruck bei Deinen potenziellen Lesern (die Dich ja noch nicht kennen).
Und zum anderen kommunizierst Du über den Buchpreis nach außen hin ja auch, wer Du sein willst und wie Du von Deiner Zielgruppe wahrgenommen werden möchtest.
Apple oder Aldi?
Beides ist okay und kann funktionieren, nur wird es schwer, als „Aldi“ später „Apple-Preise“ zu verlangen.
Verstehst Du also, was ich meine?
Überlege Dir Deine Preisstrategie langfristig und nicht, um den schnellen Euro zu machen.
Liefere lieber bessere Qualität und verlange Preise über dem Durchschnitt und positioniere Dich nicht als „Billig-Anbieter“! Dein Wissen aus vielen Berufsjahren ist kein Groschenroman.
Eine Ausnahme mache ich selbst: kurze Gratis-Aktionen für meine E-Books. Im September habe ich sie fünf Tage lang verschenkt, nicht wegen der Einnahmen, sondern um neue Leser zu gewinnen, die danach auf meine Webseite kommen.
7. Steuern und Pflichten in Deutschland und Österreich
Für Dich heißt das vor allem: Melde Deine Einnahmen beim Finanzamt, und gib bei KDP Deine Steuer-Identifikationsnummer an. Die Einzelheiten:
- Deutschland: Wer eigene Bücher schreibt, arbeitet in der Regel freiberuflich und braucht kein Gewerbe. Die Umsatzsteuer auf Bücher und E-Books beträgt 7 %.
- Österreich: Der Selbstverlag eigener Werke ist laut Gewerbeordnung gewerbefrei. Melde Dich innerhalb eines Monats bei der SVS und beim Finanzamt. Die Umsatzsteuer auf Bücher und E-Books beträgt 10 %, die Kleinunternehmergrenze liegt bei 55.000 Euro im Jahr.
- Pflichtexemplare: In Deutschland lieferst Du Deine Bücher an die Deutsche Nationalbibliothek. Print-on-Demand-Bücher und E-Books gibst Du dort in der Regel digital ab, zwei gedruckte Exemplare erst ab einer Auflage von 25 Stück.
In Österreich lieferst Du gedruckte Bücher binnen eines Monats an die Österreichische Nationalbibliothek und je nach Bundesland an zwei weitere Bibliotheken. Wie das geht, steht in E-Book veröffentlichen.
Du lebst in Österreich? Ein eigenes amazon.at gibt es nicht, österreichische Leser kaufen auf amazon.de. Deine Steuernummer findest Du auf Deinen Bescheiden oder in FinanzOnline.
Du lebst in der Schweiz? Dann gelten eigene Regeln für Steuern und Pflichtexemplare, die dieser Beitrag nicht abdeckt.
Ich bin weder Steuerberater noch Anwalt. Kläre Deine persönliche Lage, etwa die Kleinunternehmerregelung in Deutschland oder die Versicherung bei der SVS in Österreich, bitte mit Deiner Steuerberatung.
8. Gebrauchte Bücher über Amazon verkaufen
Über den Amazon Marketplace kannst Du übrigens auch gebrauchte Bücher verkaufen. So lässt sich auch mit alten Schinken noch der eine oder andere Euro machen.
Laut Amazon zahlst Du dafür im Tarif „Einzelanbieter“, der für weniger als 40 Verkäufe im Monat gedacht ist:
- 0,99 Euro pro verkauftem Buch
- 15 % Verkaufsgebühr
- eine Abschlussgebühr, die Amazon bei Medienartikeln wie Büchern zusätzlich berechnet
Für den Versand innerhalb Deutschlands schreibt Amazon Dir bei Büchern 1,99 Euro gut. Verpacken und zur Post bringen musst Du das Buch selbst. Verschickst Du aus Österreich, ist das Porto oft höher als diese Gutschrift. Den Tarif „Professionell“ für 39 Euro im Monat brauchst Du erst, wenn Du regelmäßig viele Bücher verkaufst.
Bei einem Taschenbuch für ein paar Euro bleibt nach den Gebühren oft nicht viel übrig. Für einzelne, gefragte Bücher lohnt es sich trotzdem.
Doch in Sachen „gebrauchte Bücher online verkaufen“ gibt es nicht nur Amazon, sondern auch noch andere Anbieter. Ankaufdienste wie momox oder reBuy kaufen Dir ganze Kisten auf einmal ab. Bei momox geht das ab 10 Euro Ankaufswert mit kostenlosem Versand, in Deutschland und Österreich. Dafür bekommst Du pro Buch meist weniger als beim Einzelverkauf.
Alte Fachbücher ohne ISBN? Die nimmt momox nicht an, und bei Amazon sind sie schwer einzustellen. Versuch es dann bei einem Antiquariat, über Kleinanzeigen wie willhaben in Österreich, oder biete sie einer Fachschule oder Deiner Innung an.
9. Aus dem Nähkästchen: Pauls Erfahrungen
Als ich diesen Beitrag 2020 geschrieben habe, habe ich selbst noch keine Bücher auf Amazon verkauft. Deshalb hatte ich jemanden vors Mikro gebeten, der genau das bereits erfolgreich tat: Paul.
Er hat ein Buch zum Thema „Hunde“ geschrieben und verkauft dieses über Kindle Direct Publishing (KDP) auf Amazon. Aus Angst vor Nachahmern möchte er sein Buch und seine Webseite nicht verlinken. Das kann ich sehr gut verstehen und respektiere ich.
Pauls Zahlen und Erfahrungen stammen von 2020. Die Abläufe gelten heute noch, die Druckkosten sind seither gestiegen. Hier Pauls Vorgehensweise, Eindrücke, Erfahrungen und Empfehlungen in seinen eigenen Worten.
Abwicklung
Ich selbst nutze für die Abwicklung meines Buches ausschließlich die Funktionen von Kindle Direct Publishing. Bedeutet also, dass ich für die Print-Version eine Amazon-ISBN erhalten habe und Amazon ein Exemplar druckt (Print on Demand), wenn eine Bestellung dort eingeht.
Amazon regelt also den kompletten Versand für mich, und ich habe mit den über Amazon verkauften Exemplaren rein gar nichts zu tun.
Zudem beziehe ich im Rahmen von KDP sogenannte „Autorenexemplare“, welche ich dann von daheim aus an diejenigen Kunden versende, die via Digistore24 kaufen.
Digistore24 ist ein Zahlungsanbieter, über den Paul sein Buch auf seiner eigenen Webseite verkauft.
Es handelt sich bei den Autorenexemplaren um exakt die Version der Bücher, die auch die Kunden bekommen, die via Amazon kaufen. Nur, dass ich eben zum Beispiel 100 Stück auf einen Schlag bestellen kann und diese dann in einem großen Karton bei mir landen.
Die Druckkosten liegen hierbei pro Stück bei ca. 1,70 €, also moderat in meinen Augen. Wobei ich bislang auch noch keine Alternativangebote von anderen Druckereien eingeholt habe, eben weil ich glaube, dass diese nicht viel günstiger sein können.
Vor allem kann ich sehr flexibel Autorenexemplare bei Amazon nachbestellen, die dann ca. eine Woche später eintreffen. Ohne es validiert zu haben, vermute ich, dass eine „normale“ Druckerei für zum Beispiel 50 Exemplare nicht mal einen Finger krümmt.
Wenn demnach also eine Bestellung via Digistore24 reinkommt, schnappe ich mir ein Buch aus dem Karton der Amazon Autorenexemplare, drucke mir ein Etikett aus und werfe den Großbrief in den Briefkasten direkt vor meiner Tür.
Lässt sich also manuell ganz gut handeln, sind ja keine riesigen Volumen. Ein externer Anbieter wäre eher ein Overkill (und ich will ja am Ende auch noch was verdienen ).
Zum Vergleich: Heute kosten Autorenexemplare laut KDP genau die Druckkosten, bei einem Schwarzweiß-Buch bis 110 Seiten also 2,05 Euro pro Stück, plus Versand und Steuern.
Fallstricke
So aus dem Kopf aus technischer Sicht eigentlich nicht so viele. Ich empfand das Listing des Buches als relativ einfach. Ein bisschen geklemmt hat es anfangs beim Layout (Seitenränder und irgendwelche Konvertierungsfehler von .doc in .pdf).
Wobei ich mein Buch frühzeitig in einem tendenziell druckfreundlichen A5-Format angelegt hatte und es ohnehin keinen Layout-Preis gewinnt. Es ist von der Gestaltung sehr einfach gehalten, sodass hier auch keine riesigen Herausforderungen zu erwarten waren.
Buchpreis und Vermarktung
Was die Vermarktungsseite angeht, habe ich mich irgendwann gegen eine E-Book-Version (Kindle) meines Buches entschieden, weil ich den Eindruck hatte, dass sich Print und E-Book-Variante etwas kannibalisieren.
Da zudem die Preise von E-Books in der Regel ja unter denen von Print-Büchern liegen, wollte ich vermeiden, dass die potentiellen Käufer zu sehr auf die günstigere und damit für mich finanziell unattraktivere Variante ausweichen.
Zudem zeigte mir die Erfahrung bei Digistore24 ja, dass in meinem Themenfeld ein gedrucktes Buch ohnehin die bessere Wahl ist. Ich vermute daher, dass ich durch das Weglassen einer Kindle-Variante keine nennenswerten Einnahmeverluste verzeichne. Im Zweifel bestellen die Interessenten eben doch das gedruckte Buch.
Ich rufe im Vergleich zum Umfang des Buches (70 Seiten) und zum Wettbewerb einen verhältnismäßig hohen Kaufpreis auf: 19,95 €. Ich halte diesen allerdings für angemessen, da es eben kein Thema ist, das man mal eben wie einen Groschenroman „wegliest“. Bislang habe ich auch kein negatives Feedback erhalten, dass die Leute für den Preis mehr erwartet hätten.
Passgenaue Lösungen können also auch teurer sein.
Verdienste
Hier siehst Du die Einnahmen, die ich monatlich mit einem simplen 70-Seiten-Buch auf Amazon generiere. Im Schnitt sind es etwa 173 € pro Monat.

Und hier siehst Du die Exemplare, die ich pro Monat auf Amazon verkaufe, um diese Einnahmen zu erzielen.

Wichtig hierbei ist, dass Amazon für mich ein reiner Zusatzkanal ist und ich das meiste über Digistore24 umsetze.
Ich habe offen gestanden keine Ahnung, wie die Leute überhaupt mein Buch bei Amazon finden. Alle Links auf meiner Webseite zeigen auf das Digistore24-Produkt. Also tatsächlich entweder organisch über die Amazon-Suche oder aber durch aufgeschobene Käufe, wo der Erstkontakt tatsächlich die Webseite war.
Ich halte es auch für viel sinnvoller, eigene Vertriebskanäle zu priorisieren, da anderenfalls die Kunden einfach Amazons Kunden sind und nicht Deine eigenen.
Und heute?
Diesen letzten Satz von Paul unterschreibe ich sofort. Ich verkaufe meine Bücher inzwischen selbst bei Amazon, und meine Erfahrung ist dieselbe: Die Käufer bei Amazon bekommst Du nie zu Gesicht. Deshalb sehe ich meine Bücher bei Amazon vor allem als Einstieg, über den neue Leser auf meine Webseite und in meinen E-Mail-Verteiler kommen.
Meine eigenen Zahlen und Screenshots aus dem KDP-Konto zeige ich Dir in E-Books bei Amazon verkaufen: meine Erfahrungen. Und wie Du ehrlich zu ersten Bewertungen kommst, liest Du in Amazon-Rezensionen für Dein Buch bekommen.
10. Alle Wege im Vergleich
Hier noch einmal eine tabellarische Gegenüberstellung der Möglichkeiten, um Dein Buch auf Amazon (und auch abseits davon) zu verkaufen.
| Weg | Kosten | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|---|
| KDP E-Book | Kostenlos, Du bekommst 70 oder 35 % vom Preis ohne Steuer | Reichweite, kein Druck, kein Versand, schnell online | Keine Kundendaten, viel Wettbewerb |
| KDP Taschenbuch | Kostenlos, Du bekommst 50 bis 60 % vom Preis ohne Steuer, minus Druckkosten | Kein Lager, Druck bei Bestellung, Gratis-ISBN | Keine Kundendaten, wenig Spielraum beim Preis |
| Amazon Marketplace | 0,99 Euro pro Verkauf (oder 39 Euro im Monat) plus 15 % und Abschlussgebühr | Reichweite, Zahlungsabwicklung | Druck und Lager übernimmst Du, den Versand meist auch, keine Kundendaten |
| Eigene Webseite | Gebühr Deines Zahlungsanbieters, beim Taschenbuch Druck und Versand | Kundendaten, eigene Marke, unabhängig, E-Mail-Liste | Du brauchst eigene Besucher und Vertrauen |
Was Du diese Woche tun kannst
Sechs Schritte, mit denen Du heute anfangen kannst:
- Rechne im Rechner drei Preise für Dein Taschenbuch durch, die bei vergleichbaren Ratgebern üblich sind. Bei einem Schwarzweiß-Buch nimm einen knapp über 10,69 Euro.
- Such bei Amazon drei vergleichbare Ratgeber und notier Preis, Seitenzahl und Format.
- Entscheide, ob Dein Buch in Schwarzweiß oder in Farbe erscheint und in welchem Format.
- Leg Deine Steuer-ID oder Steuernummer bereit, melde Dich bei KDP an und füll am Computer den Steuerfragebogen aus.
- Entscheide, ob Dir die Gratis-ISBN genügt oder ob Du eine eigene brauchst.
- Schreib Deine Buchbeschreibung mit dem Baukasten in Klappentext schreiben.
Dein Buch ist fast fertig? Dann geht es jetzt darum, die ersten Käufer zu finden, und am meisten bringt es Dir, wenn daraus Deine eigenen Leser werden. Wie das geht, ist ein großer Teil des E-BOOKINATORS.
Hol Dir die kostenlose Leseprobe meines E-BOOKINATORS. Das ist mein Handbuch dafür, wie Du ein E-Book planst, schreibst und verkaufst, bei Amazon und auf der eigenen Webseite. Dazu bekommst Du ein siebentägiges E-Mail-Coaching:
Fazit: Amazon ist ein starker Start, aber nicht das Ziel
Bücher bei Amazon zu verkaufen, ist eine durchaus lukrative Methode für frische Autoren, ihre Meisterwerke oder angestaubten Bücher rasch unters Volk zu bringen.
Es geht schnell, ist unkompliziert und kann für einen netten Zusatzverdienst sorgen. Bei KDP kostet es Dich außerdem nichts.
Da Bücher aber im Preis limitiert sind und sich Amazon die Reichweite seiner Plattform natürlich bezahlen lässt, braucht es ein sehr großes Volumen, um damit wirklich gutes Geld zu verdienen. 4-stellige Verdienste pro Monat schaffen vermutlich die wenigsten! Meine fünf E-Books brachten mir 2026 bis Mitte Oktober rund 328 Euro.
Daher halte ich es für smart, zusätzlich zu Amazon auch die eigene Webseite zu nutzen, um Dein Buch zu verkaufen, als E-Book und als gedruckte Ausgabe. Tust Du das, dann empfehle ich Dir vor allem, Dich auf Ratgeber zu fokussieren. Warum, liest Du in E-Books verkaufen.
Hast Du Dein Buch schon bei Amazon veröffentlicht, oder steht Dir dieser Schritt noch bevor? Schreib mir Deine Frage gerne in die Kommentare.
Viel Erfolg!
Häufige Fragen
Ist es kostenlos, ein Buch bei Amazon zu veröffentlichen?
Ja. Über Kindle Direct Publishing (KDP) veröffentlichst Du E-Books und Taschenbücher kostenlos. Amazon verdient über einen Anteil an jedem Verkauf, beim Taschenbuch gehen außerdem die Druckkosten von Deiner Tantieme ab.
Brauche ich ein Verkäuferkonto bei Amazon?
Für Dein eigenes Buch über KDP nicht. Du meldest Dich mit Deinem Amazon-Kundenkonto bei kdp.amazon.com an. Ein Verkäuferkonto brauchst Du nur, wenn Du Bücher als Händler selbst einstellst, zum Beispiel gebrauchte Bücher.
Kann ich ein Buch ohne ISBN bei Amazon verkaufen?
Ein E-Book ja, dafür ist die ISBN freiwillig. Ein Taschenbuch braucht eine ISBN, die Du aber kostenlos von KDP bekommst. Dann steht als Verlag „Independently published“ im Buch.
Lohnt sich eine eigene ISBN?
Wenn Du nur bei Amazon verkaufst, genügt die kostenlose ISBN von KDP. Eine eigene ISBN lohnt sich, wenn Du Deinen eigenen Verlagsnamen im Buch haben oder das Buch auch anderswo drucken und verkaufen willst. Sie kostet in Deutschland 70 Euro und in Österreich 83 Euro, jeweils zuzüglich Mehrwertsteuer.
Wie viel verdiene ich an einem Taschenbuch?
Bei einem Ratgeber mit 150 Seiten in Schwarzweiß, der im Shop 12,99 Euro kostet, bleiben Dir rund 4,73 Euro pro Buch. Amazon zahlt 60 % vom Preis ohne Umsatzsteuer, wenn dieser bei mindestens 9,99 Euro liegt, sonst 50 %. Davon gehen die Druckkosten ab.
Wie hoch sind die Druckkosten bei KDP?
Für ein Schwarzweiß-Buch im normalen Format zahlst Du bis 110 Seiten pauschal 2,05 Euro. Ab 111 Seiten sind es 0,75 Euro plus 1,2 Cent pro Seite. Farbdruck und große Formate kosten mehr.
Muss ich ein Gewerbe anmelden, wenn ich Bücher bei Amazon verkaufe?
In Deutschland arbeiten Autoren eigener Bücher in der Regel freiberuflich und brauchen kein Gewerbe. In Österreich ist der Selbstverlag eigener Werke gewerbefrei, Du meldest Dich aber bei der SVS und beim Finanzamt. Lass Dich im Zweifel von Deiner Steuerberatung beraten.
Kann ich als Privatperson Bücher bei Amazon verkaufen?
Ja. Dein eigenes Buch veröffentlichst Du über KDP mit Deinem normalen Amazon-Kundenkonto, ohne Firma. Die Einnahmen meldest Du trotzdem beim Finanzamt. Gebrauchte Bücher verkaufst Du über ein Verkäuferkonto im Tarif „Einzelanbieter“, der für weniger als 40 Verkäufe im Monat gedacht ist.
Kann ich ein Kinderbuch bei Amazon verkaufen?
Ja, über KDP als E-Book und als Taschenbuch. Weil Kinderbücher meist farbig sind, ist der Druck teurer als bei Schwarzweiß. Reichen die Bilder bis an den Seitenrand, lädst Du eine PDF-Datei hoch. Was Dir bei Farbdruck bleibt, zeigt Dir der Rechner oben im Beitrag.
Was kostet es, gebrauchte Bücher bei Amazon zu verkaufen?
Als Einzelanbieter zahlst Du 0,99 Euro pro verkauftem Buch, dazu 15 % Verkaufsgebühr und eine Abschlussgebühr für Medienartikel. Für den Versand in Deutschland schreibt Amazon Dir 1,99 Euro gut, verschicken musst Du selbst. Für ganze Kisten sind Ankaufdienste wie momox oft bequemer.